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Ruhrgebiet (NRW)

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Rubrik: Wirtschaft, Versicherung & Finanzen

Aufbau des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums
LFP Redaktion

Aufbau des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums

Dortmund - Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert in den nächsten vier Jahren die Einrichtung eines neuen Kompetenzzentrums für Robotersysteme in menschenfeindlichen Umgebungen. Zahlreiche Partner aus Gefahrenabwehr, Forschung und Industrie werden bei dem Aufbau des Deutschen RettungsrobotikZentrums (A-DRZ) mit Standort in Dortmund mitwirken und gemeinsam am 6. Dezember 2018 den Projektauftakt begehen. Auf dem ehemaligen Industriegelände Phönix-West in Dortmund entsteht in den nächsten Jahren ein Kompetenzzentrum, in dem mobile Robotersysteme für die zivile Gefahrenabwehr in einem sogenannten „Living Lab“, erforscht und entwickelt werden. Eine Besonderheit des Labors sind die angeschlossenen, innen und außen liegenden Versuchsflächen, auf denen die Systeme gemeinsam mit Anwendern auf ihre Einsatztauglichkeit in verschiedenen Szenarien erprobt werden. Der Ausgangspunkt für das Kompetenzzentrum ist die gesteigerte Komplexität der Herausforderungen, mit denen die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) täglich bei der Bewältigung ihrer Aufgaben konfrontiert werden. Trotz guter Ausbildung, ausgereifter taktischer Konzepte und zuverlässiger Schutzausrüstung werden jedes Jahr weltweit zahlreiche Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit verletzt oder getötet. Mit fortschreitender technischer Entwicklung ist jedoch absehbar, dass mobile Robotersysteme künftig zunehmend Aufgaben übernehmen können, um die Einsatzabwicklung effektiver und sicherer für Einsatzkräfte, gefährdete Menschen und andere Schutzgüter zu gestalten. Gefördert wird dieses zunächst auf vier Jahre angelegte Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderbekanntmachung „Zivile Sicherheit Innovationslabore/Kompetenzzentren für Robotersysteme in menschenfeindlichen Umgebungen“ (Förderkennzeichen 13N14852 bis 13N14863) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit 2012 bis 2017“ der Bundesregierung und wird von dem interdisziplinär und namenhaft zusammengesetzten Verbund, bestehend aus Anwendern, Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen getragen. Langfristiges Ziel ist es, über diese Initiierungs- bzw. Förderphase hinaus, ein wissenschaftlich-orientiertes Kompetenzzentrum zu etablieren, das mit seinen Partnern innovative Entwicklungen vorantreibt. Auf diese Weise soll immer leistungsfähigere Robotik-Technologie für Rettungskräfte am Markt verfügbar werden. Die Anforderungen aus der Einsatzpraxis werden die zu entwickelnden Rettungsroboter prägen. Aus diesem Grund wird der Forschungsverbund durch das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie der Feuerwehr Dortmund koordiniert. Die Besonderheit des Projektes liegt in seiner Struktur und nachhaltigen Ausrichtung: Durch den bereits von den Projektpartnern als Trägerorganisation gegründeten Verein „Deutsches RettungsrobotikZentrum e.V.“ (DRZ e.V.) soll das Kompetenzzentrum aufgebaut, betrieben und nach einer möglichen weiteren Förderphase, langfristig weiterbestehen und kontinuierlich ausgebaut werden.
Arbeitsprozess "Gestaltungshandbuch Innenstadt Bochum" mit Kick-Off erfolgreich gestartet
LFP Redaktion

Arbeitsprozess "Gestaltungshandbuch Innenstadt Bochum" mit Kick-Off erfolgreich gestartet

Bochum - Bochums Innenstadt soll auch zukünftig Anziehungspunkt für Bochumerinnen und Bochumer und Besucherinnen und Besucher sein. Sie ist das Herz der Stadt und trägt als Ort für Begegnung, Shopping- und Gastronomieerlebnis, Kultur, Bildung und Wohnen wesentlich zum Image der Stadt Bochum bei. Um das Stadtbild Bochums langfristig attraktiv zu gestalten und einen urbanen öffentlichen Raum zu schaffen, haben die Initiative Bochumer City e.V. (IBO) und Bochum Marketing GmbH gemeinsam mit der Stadt Bochum das Büro farwick + grote Architekten BDA Stadtplaner beauftragt, in einem kooperativen Verfahren ein Gestaltungshandbuch mit architektonischen Leitlinien zu erarbeiten. Diese Leitlinien betreffen insbesondere die gestalterische Qualität der Fassaden, Schaufenster- und Werbeanlaqen sowie des Mobiliars der Außengastronomie in der Innenstadt. Bei einer Kick-Off-Veranstaltung mit den Eigentümerinnen und Eigentümern und ortsansässigen Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern trafen Anfang Oktober, erstmals alle beteiligten Akteure zusammen. Nach einer Begrüßung durch Marc Mauer, Vorsitzender der IBO City e.V., Thomas Weckermann, Prokurist der Bochum Marketing GmbH, und Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke gab das planende Büro einen Überblick über den vorgesehenen Projektablauf und stimmte das Publikum mit einem kurzen Impulsvortrag zum Thema „Stadtbild, Identität und Atmosphäre – Baukultur und die Wirkung von Gebäuden“ auf den kommenden Arbeitsprozess ein. „Die Initiative Bochumer City ist angetreten, um für die Bochumer Bürger und die Besucher, eine attraktivere Innenstadt zu schaffen. Ein solches Gestaltungshandbuch ist ein elementarer Baustein um dieses Ziel zu erreichen. Die Stadt bietet zu viel Potenzial, um dieses nicht zu nutzen“, so Marc Mauer. Den Kern der Veranstaltung bildeten gemeinsame Innenstadtspaziergänge, bei denen vor allem die Expertise der Eigentümer und Einzelhändler gefragt war: „Wo sehen Sie Potentiale im innenstädtischen Stadtbild? In welchen Gebäuden zeigt sich eine Bochumer Identität und welche ist das? Worauf in der Innenstadt sind Sie stolz?“ Mit diesen Fragestellungen sahen sich die Teilnehmenden konfrontiert, um anhand ihrer Einschätzungen wichtige Impulse für den weiteren Erarbeitungsprozess der Gestaltungsleitlinien zu geben und den Grundstein für einen gemeinsamen Konsens unter allen beteiligten Akteuren zu legen. „Ein qualitätvolles Stadtbild mit einer guten Gesamterscheinung der Architektur trägt ganz wesentlich zur Identität und zu einem positiven Lebensgefühl bei“, erklärte Heiner Farwick. Auf Grundlage einer vertiefenden Stadtbildanalyse wird das Büro farwick + grote in den kommenden Monaten die Leitlinien für das Gestaltungshandbuch erarbeiten. Das Handbuch soll bis zum Sommer 2019 erstellt werden. Der Kick-Off war der Auftakt zum gesamten Projektablauf, im kommenden Jahr werden weitere Veranstaltungen und Workshops unter Beteiligung verschiedener Akteure stattfinden.
Essen ist gefragt: Wo wollen wir wohnen? - Stadt Essen lädt zum 1. Bürgerforum
LFP Redaktion

Essen ist gefragt: Wo wollen wir wohnen? - Stadt Essen lädt zum 1. Bürgerforum

Essen - Die Stadt Essen wird als neue Heimat immer beliebter. Mit aktuell rund 590.000 Einwohnern, steuert die Stadt auf die 600.000-Marke zu. Essen ist wieder eine wachsende Stadt. Diese Trendumkehr stellt die Stadt vor die wichtige Frage: "Wo wollen wir in Zukunft wohnen?" In den kommenden 10 bis 15 Jahren benötigt Essen bis zu 16.500 Wohnungen - das ergibt die Berechnung des "Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung" (InWIS). Derzeit gibt es in Essen allerdings für diesen Bedarf kein ausreichendes Flächenpotential. Es fehlen Flächen für etwa 5.000 bis 9.000 Wohnungen. Die Erfahrung hat gezeigt: Gerade bei dem Thema Wohnungsbau wollen Bürgerinnen und Bürger mitbestimmen. Am 17. November 2018 findet deshalb das erste Bürgerforum der Stadt Essen unter dem Titel "Essen ist gefragt! Wo wollen wir wohnen?" in der Messe Essen statt. An diesem Tag werden bis zu 500 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Essen stellvertretend für die gesamte Bürgerschaft darüber beraten, welche Flächen in Essen zukünftig als Wohnbauflächen entwickelt werden sollen. Bürgerforum als beratendes Gremium für Verwaltung und Politik "Damit es auch in Zukunft bezahlbare Wohnungen für jeden Bedarf gibt, müssen wir neuen Wohnraum schaffen. Da bedeutet konkret, dass wir bisher nicht bebaute Flächen im gesamten Stadtgebiet für den Wohnungsbau zur Verfügung stellen müssen. Dieses Vorhaben betrifft natürlich die Menschen, die bereits in Essen leben. Deshalb ist mir besonders wichtig, die Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen", erläutert Oberbürgermeister Thomas Kufen. Mit dem Bürgerforum schlägt die Stadt Essen einen neuen Weg in der Bürgerbeteiligung ein. Ziel soll die Bewertung und Priorisierung von über einhundert im Vorfeld identifizierten potentiellen Flächen sein. "Wir wollen, dass die Menschen, die hier leben, sich bei der Auswahl der Flächen einbringen", sagt Ronald Graf, Leiter des Amtes für Stadtplanung und Bauordnung. Im Anschluss an das Forum werden die Flächen entsprechend der Priorisierung noch einmal detailliert geprüft. Nicht alle Flächen sollen direkt erschlossen werden, sondern werden bedarfsgerecht entwickelt. Die Priorisierung der Wohnbauflächen soll sowohl einer kurz- und mittel-, als auch langfristigen Perspektive Rechnung tragen.
Oberbürgermeister besucht internationalen Kongress "Metropolitan Cities 2018" in Aachen
LFP Redaktion

Oberbürgermeister besucht internationalen Kongress "Metropolitan Cities 2018" in Aachen

Essen - Die Initiative METROPOLITAN CITIES, der sich zahlreiche Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die öffentliche Hand angeschlossen haben, will vor allem durch Vernetzung und Mobilität, Zugang zu Bildung und Wissen sowie durch neue Infrastrukturkonzepte eine europäische Modellmetropole mit einzigartigem Charakter in Nordrhein-Westfalen mit der Metropolregion Rhein-Ruhr entstehen lassen. Die Region soll eine Plattform für die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen für die digitale vernetzte Wirtschaft werden. Am Freitag reiste Oberbürgermeister Thomas Kufen nach Aachen, um am Abschlusspanel des internationalen Kongresses "Metropolitan Cities 2018" zur vernetzten Mobilität teilzunehmen. Der Kongress bildete den Auftakt für eine Serie jährlicher Kongresse, bei denen die Roadmap für die ambitionierte Initiative METROPOLITAN CITIES entwickelt und realisiert werden soll. Dabei stellte das Stadtoberhaupt heraus, dass "die Kommunen jetzt handeln und die bestmögliche Lösung für eine gelungene urbane Mobilität anstreben müssen. Die Stadt Essen verfolgt schon seit einigen Jahren das ehrgeizige Ziel, bis 2035 einen verbesserten Modal Split zu erreichen, bei dem die Bürgerinnen und Bürger ihre Wege jeweils zu 25 Prozent mit öffentlichem Nahverkehr, Auto- und Fahrradverkehr sowie zu Fuß zurücklegen. Das ist besonders für eine Stadt, in der täglich rund 120.000 Menschen einpendeln, eine Herausforderung. Dort, wo wir es als Stadt können, fördern wir nicht nur das Radfahren, sondern auch die Elektromobilität und die Ladeinfrastruktur sowie den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und die Einrichtung von Mobilstationen als Schnittstellen zum Umstieg auf verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten." Die Bewerbung von 14 Städten an Rhein und Ruhr um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2032, die man gemeinsam in Essen vorbereiten wird, sehe er unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit als eine große Chance für die Zusammenarbeit und Kooperation in der Region: "Unser gemeinsames Ziel ist die Entwicklung einer Metropolregion, die sich im internationalen Standortwettbewerb selbstbewusst positionieren kann. Der Weg dahin führt vorrangig über mehr Zusammenarbeit, denn nur gemeinsam wird es uns gelingen, das Potenzial unserer Region vollständig zu erschließen und im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben."
WasserWelten Bochum GmbH geht an den Start
LFP Redaktion

WasserWelten Bochum GmbH geht an den Start

Bochum - „WasserWelten Bochum“ ist der neue Name der Bädergesellschaft, die zum 1. August den Betrieb der sieben bislang städtischen Bochumer Bäder übernehmen wird. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, WasserWelten Bochum-Geschäftsführer Berthold Schmitt und der Sprecher der Geschäftsführung der Holding für Versorgung und Verkehr (HVV), Dietmar Spohn, enthüllten heute bei einem Pressetermin im Wellenfreibad Südfeldmark den neuen Namen und das Logo der WasserWelten Bochum GmbH. Die WasserWelten Bochum GmbH betreibt künftig die Hallenfreibäder in Hofstede, Linden, Langendreer und Höntrop, die Freibäder in Werne und Südfeldmark sowie das Unibad in Querenburg als Sport- und Wettkampfbad. 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in dem Unternehmen beschäftigt. Die Gesellschaft ist organisatorisch unter dem Dach der Holding für Versorgung und Verkehr (HVV) angesiedelt. „Das Ziel ist klar: In der neuen Organisationsform wollen wir die Attraktivität der Bäder steigern, die Zahl der Besucher deutlich erhöhen und notwendige Investitionen in die Qualität und technische Ausstattung der sieben Bochumer Bäder tätigen“, beschreibt Oberbürgermeister Thomas Eiskirch den Auftrag der neuen Gesellschaft. Unter der Leitung von Berthold Schmitt wird die WasserWelten Bochum GmbH als erstes Großprojekt ein modernes Freizeitbad am Standort Höntrop errichten und anschließend ein Bäderkonzept für Bochum erarbeiten. „Unser Anspruch ist es, die Bäderlandschaft in Bochum von Funktionalbädern der 60er und 70er Jahre hin zu modernen Wasserwelten weiterzuentwickeln, die attraktive Freizeitangebote schaffen und auch weiterhin von Schulen und Sportvereinen genutzt werden können. Dabei nehmen wir unseren Auftrag zur Daseinsvorsorge verantwortungsbewusst wahr und wollen gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des Bäderbetriebs verbessern“, stellt Berthold Schmitt, Geschäftsführer der WasserWelten Bochum GmbH, klar. „Verbesserte Angebote und kontinuierliche Investitionen sollen die Aufenthaltsqualität und Auslastung der Einrichtungen optimieren.“ Berthold Schmitt ist seit dem 1. März Geschäftsführer der Gesellschaft, zuvor war er rund 20 Jahre lang Geschäftsführer der Kölnbäder GmbH. Der studierte Sportwissenschaftler war zuvor u.a. als hauptamtlicher Geschäftsführer des Stadtsportbundes Köln e.V. und als Geschäftsführer der Sportbund Service & Marketing GmbH tätig. Schmitt ist zudem seit 2009 Vorsitzender des Spitzenverbandes auf Bundesebene, der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V., und gleichzeitig seit 2006 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft agbad des VKU NRW. Die Bochumer Bäder zählten im Jahr 2017 insgesamt 512.230 Besucher. Sie waren bislang dem städtischen Sport- und Bäderamt unterstellt. Die Anlagen haben eine Gesamtfläche von 227.415 Quadratmetern, darunter 16.050 Quadratmeter Schwimmfläche (davon 13.156 Quadratmeter außen und 2.894 Quadratmeter innen).
Neu gestaltete Medienstation am Hoesch-Museum macht Strukturwandel sichtbar
LFP Redaktion

Neu gestaltete Medienstation am Hoesch-Museum macht Strukturwandel sichtbar

Dortmund - Der Phoenix-See ist ein herausragendes Beispiel für gelungenen Strukturwandel in Dortmund. Doch was passiert auf anderen ehemaligen Montan- und Industrieflächen, etwa dem Gelände der Stadtkrone Ost, auf der Westfalenhütte oder auf dem Union-Gelände? Das HoeschMuseum hat diese und weitere Themen neu recherchiert und die Technik der beliebten Medienstation „Phoenix aus der Asche“ vollkommen erneuert. Möglich wurde dies durch Unterstützung der Wirtschaftsförderung Dortmund, die die neue, plattformunabhängige Visualisierung künftig ebenfalls für ihre Arbeit nutzen wird. Die Medienstation „Phoenix aus der Asche“ im Dortmunder HoeschMuseum entstand 2005 in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung und ist sowohl technisch als auch inhaltlich in Dortmund einmalig. Inzwischen hat sie bereits mehr als 100.000 Besucher fasziniert. Nach über 10 Jahren wurden die Inhalte nun auf den neuesten Stand gebracht und erweitert: Vier neue Standorte sind dazu gekommen, so dass sich Besucherinnen und Besucher nun über die Planungen und Perspektiven für elf ehemalige Industrieflächen in Dortmund informieren können. Der Touchmonitor der Medienstation zeigt auf einer Größe von 193 x 111 cm Bilder, Karten und Filme in hochauflösender 4K-Qualität (Ultra HD). In Filmen und Sprachsequenzen, Fotos und Animationen lässt sich nun erleben, wie in Dortmund auf Flächen vergangener Industrien Zukunftsprojekte wachsen – von der Planung bis zur Realisierung. Doch bei der Überarbeitung wurden nicht nur die Inhalte und die Technik aktualisiert und erweitert, die Anwendung wurde auch „mobilisiert“: Während sie früher nur an der Station im Hoesch-Museum zu sehen war, ist sie nun plattformunabhängig und daher auch mobil nutzbar. Für die Umsetzung haben Wirtschaftsförderung Dortmund und der Verein „Freunde des Hoesch-Museums e.V.“ kooperiert. „Die Medienstation zeigt die Dortmunder Geschichte im direkten Vergleich mit der Gegenwart. Auf diese Weise können die Besucher des Hoesch-Museums den Wandel der alten Industrieflächen zu Standorten für Spitzentechnologie, Gewerbe, Kultur und Erholung erleben. Es ist sozusagen eine Gegenüberstellung der Vergangenheit mit der Gegenwart, auf der wir unsere Zukunft gestalten“, so Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund. „Wir freuen uns, dass an dieser neu bearbeiteten Medienstation im Hoesch-Museum – und exklusiv nur hier – der Strukturwandel in unserer Stadt weiterhin multimedial erlebbar ist“, sagt Dr. Karl Lauschke, Vorsitzender der Freunde des Hoesch-Museums. Die technische Umsetzung übernahm die Agentur 235 media, die bereits für viele Museen und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mediale Räume, Ausstellungen und multimediale Anwendungen entwickelt hat.
Arbeitnehmerempfang des Oberbürgermeisters: „Bochum kann Strukturwandel“
LFP Redaktion

Arbeitnehmerempfang des Oberbürgermeisters: „Bochum kann Strukturwandel“

Bochum - In Bochum und dem Ruhrgebiet gab es vor etwas über 50 Jahren rund 300.000 Bergleute und keinen einzigen Studierenden; Ende dieses Jahres wird es genau anders herum sein: Auf 300.000 Studis kommt kein einziger aktiver „Kumpel“ mehr – ein Beispiel für den Strukturwandel, wie ihn auch Bochum kennt. Die Stadt – einst geprägt von Bergbau, Stahlproduktion und Autobau – ist heute einer der größten Hochschulstandorte Deutschlands. Auf dem Arbeitnehmerempfang diskutierte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch mit seinen Gästen, darunter viele Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsräte, über solche tiefgreifenden Entwicklungen und großen Gestaltungsaufgaben für Stadt und Region. Die Grundbotschaft für Bochum: „Wir haben davor keine Angst mehr, weil wir Strukturwandel können“, sagte Thomas Eiskirch. Der Strukturwandel gab in diesem Jahr thematisch den Impuls für den Arbeitnehmerempfang des Oberbürgermeisters anlässlich des Tags der Arbeit. Filmisch stimmte ein kurzer Beitrag die Gäste im Rathaus auf den Abend ein. 60 Jahre Bochum im Zeitraffer: erst stolze, dann stürzende Fördertürme, mächtige Gussstahlglocken, glänzende Karossen, große Arbeitskämpfe, blühende Hochschullandschaft, moderne Dienstleistungsstadt, bald erste Gigabit-City Deutschlands. Der Clip erinnerte daran, wofür Bochum früher stand, zeigte, wo die Stadt heute steht, wo sie morgen und übermorgen sein möchte. Im anknüpfenden Interview stellten sich Thomas Eiskirch und die neue Bochumer DGB-Vorsitzende Bettina Gantenberg den Fragen von Moderatorin Janina Amrath zum Strukturwandel in Bochum und zum sozialen Gesicht der Stadt. Stets gemeinsamer Nenner: Arbeit. „Wir brauchen Arbeitszeiten, die zu den Lebensbedingungen der Menschen passen“, forderte IG Metall-Chefin Eva Kerkemeier in der Gesprächsrunde. „Zeit für Kinder, pflegebedürftige Eltern oder Ehepartner.“ Hier will und wird die Stadt ihren Beitrag leisten und berufstätigen Eltern helfen, indem sie an sieben Standorten bald flexiblere Kita-Zeiten anbietet, damit zum Beispiel auch Schicht- oder Samstagsarbeitende ihren Nachwuchs verlässlich betreut wissen. Ein Angebot, dass Berufstätige nach Bochum locken soll. Ebenso wie ausreichend attraktiver Wohnraum und bezahlbare Mieten. „Die VBW als mehrheitlich kommunal geprägte Wohnungsbaugesellschaft will in den nächsten fünf Jahren 1.500 neue Wohnungen bauen“, berichtete Thomas Eiskirch. „In einem ersten Paket entstehen 300 Stück – 41 Prozent davon als geförderter sozialer Wohnungsbau.“ Bei der Forderung nach insgesamt „mehr“ für hilfebedürftige Bürgerinnen und Bürger wie Arbeitslose, Alleinerziehende und „Aufstocker“, bei denen das geringe Gehalt durch Sozialleistungen ergänzt wird, machte er deutlich: „Wir geben die Fördergelder für sozialen Wohnungsbau seit 2016 komplett aus. Mehr bekommen wir leider nicht von Bund und Land.“ Für einige Betroffene wird es in Bochum dennoch weitere Hilfe geben: durch eine Beschäftigungsgesellschaft. „Damit haben wir extra gewartet, weil es bis zu den Koalitionsverhandlungen im Bund kein Commitment gab, dass man einen ,zweiten Arbeitsmarkt‘ will“, erklärte Thomas Eiskirch. „Jetzt gibt es ein klares Signal.“ Der so genannte „Passiv-Aktiv-Tausch“ ermöglicht es künftig, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Danach können Sozialleistungen (z.B. für Unterkunft und Heizung) in Zuschüsse für Arbeitgeber umgewandelt werden. Wer arbeitet, kann diese aufgestockt als Gehalt ausgezahlt bekommen. In Bochum soll die Beschäftigungsgesellschaft zunächst schwerpunktmäßig für einen Personenkreis neue gesellschaftliche Perspektiven ermöglichen: für Langzeitarbeitslose mit Kindern. „Denn Hartz IV soll sich nicht vererben“, wünscht sich Bochums Oberbürgermeister. Als Gestaltungsaufgabe nahm er mit, wie schwierig die Arbeit an Hauptschulen sei. „Die Lehrerinnen und Lehrer sind am Limit“, schilderte Doris Stiller von der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft. Die Schulform müsse gerade ab der siebten Klasse viele Kinder aufnehmen, die die Erprobungszeit am Gymnasium oder an der Realschule nicht bestanden hätten. Kritik übte die Lehrerin der Lieselotte-Rauner-Schule in Wattenscheid auch an der Aufhebung der Grundschulbezirke. Dieser Beschluss auf Landesebene ermögliche die freie Wahl und führe dazu, dass Eltern, denen das möglich sei, ihre Kinder vorzugsweise in guten Stadtteilen anmeldeten und so Grundschulen mit wenig sozial durchmischter Schülerschaft entstünden. „Dadurch geht so viel schief – das können wir ab der fünften Klasse gar nicht mehr aufholen“, bedauerte sie. „Vieles davon kann nur die Landesregierung regeln“, bedauerte Thomas Eiskirch. Die Stadt werde sich weiter unter anderem mit Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern an den Schulen engagieren. Nach dem moderierten Austausch nutzen die Gäste Raum und Zeit für weitere Gespräche zum „Arbeiten in Bochum“. Zu ihnen zählten neben den Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaften die Fraktionsmitglieder des Bochumer Rates und die Bochumer Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie des Landtages NRW.