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Ruhrgebiet (NRW)

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Rubrik: Energie & Umwelt

Oberbürgermeister unterzeichnet Call for Action der Grünen Hauptstädte Europas
LFP Redaktion

Oberbürgermeister unterzeichnet Call for Action der Grünen Hauptstädte Europas

Essen - In der aktuellen Grünen Hauptstadt Europas 2018, der holländischen Stadt Nijmegen, haben 18 Städte und vier Partner des European Green Capital-Netzwerks ein Bekenntnis zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in den als Grüne Hauptstadt ausgezeichneten Städten unterzeichnet. Für die Stadt Essen hat Oberbürgermeister Thomas Kufen den sogenannten "Call for Action" unterzeichnet, in dem sich die Städte als Vorbilder für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzen wollen. Mit dem Aufruf zum Handeln sollen Städte europa- und weltweit inspiriert und dazu aufgerufen werden, ihre Rolle als Treiber einer nachhaltigen Entwicklung anzuerkennen und entsprechend zu handeln. "Als einst größte kohleproduzierende Stadt Europas wurde die Stadt Essen 2017 als Europäische Grüne Hauptstadt ausgezeichnet - und damit auch als Vorbild für andere europäische Städte im Strukturwandel", so Oberbürgermeister Thomas Kufen im Rahmen der Zeremonie. "Wir ruhen uns aber nicht auf unseren Lorbeeren aus. Einmal Grüne Hauptstadt - immer Grüne Hauptstadt - deshalb werden wir auch in Zukunft an unseren gesetzten Zielen festhalten und unsere Stadt noch nachhaltiger, grüner und lebenswerter gestalten. Den gemeinsamen "Call to Action" unterzeichne ich heute gerne im Namen der Stadt Essen und im Namen der Bürgerinnen und Bürger." Das gemeinsame Bekenntnis der Netzwerkstädte unterstreicht die wichtige Rolle, die Kommunen bei der Transformation zu nachhaltigeren Städten und zur Bekämpfung des Klimawandels spielen. Während der globalen Klimakonferenz #COP24 im polnischen Kattowitz vom 3. bis 14. Dezember 2018 werden Vertreter des Netzwerks die nationalen Regierungen und internationalen Institutionen dazu auffordern, die wichtige Rolle der Städte zu erkennen und sie frühzeitig in den Prozess der Politikentwicklung einzubeziehen. Diese Städte haben den Aufruf zur Aktion unterzeichnetet: Amsterdam, Barcelona, Bristol, Essen, Freiburg, Gent, Hamburg, Hertogenbosch, Lahti, Lissabon, Ljubljana, Malmö, Nantes, Nijmegen, Nürnberg, Oslo, Umea und Vitoria Gasteiz.
Von der Steinzeit bis zur Eisenzeit - Archäologen graben an der A 1 bei Unna
LFP Redaktion

Von der Steinzeit bis zur Eisenzeit - Archäologen graben an der A 1 bei Unna

Unna - Die Erweiterung eines Gewebegebiets bei Unna führte zur Entdeckung einer eisenzeitlichen Siedlung. Seit mehreren Monaten haben Archäologen unter der Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Funde dokumentiert und geborgen. Nach Abschluss der Grabung liegen nun erste Ergebnisse vor. Über 100 Meter lang und acht Meter breit sind die Grabungsschnitte, die Archäologen einer Fachfirma in Unna angelegt haben. In 27 solcher Flächen entdeckten sie seit November letzten Jahres Pfostenlöcher und Gruben aus der Eisenzeit. In einer Tiefe von 50 bis 70 Zentimeter unter der Ackeroberfläche zeigten sich diese Siedlungsspuren als graue Verfärbungen im hellen Unterboden. Bei einer dieser Strukturen handelt es sich um den Rest eines sogenannten Grubenhauses. Darunter verstehen die Wissenschaftler Wohn- oder Werkstattgebäude, die in den Boden eingegraben wurden. Darüber hinaus fanden die Forscher zwei Grubenkomplexe, die aus jeweils fünf bis sechs ineinander verschachtelten Gruben bestehen. Wahrscheinlich haben die Menschen damals an diesen Stellen Lehm abgebaut. Lehm war ein wichtiger Rohstoff, sowohl zur Herstellung von Gefäßen aus Keramik als auch zum Verputzen der Häuser. In manchen Gruben entdeckten die Wissenschaftler Keramikscherben. Anhand dieser Scherben lassen sich die Siedlungsreste in die Vorrömische Eisenzeit datieren, also die Epoche von 800 vor Christus bis Christi Geburt. Daneben fanden sich in wenigen Gruben aber auch Abschläge von Feuerstein. Solche Abschläge entstehen bei der Herstellung von Steinwerkzeugen. "Tatsächlich hatten wir eine jungsteinzeitliche Siedlung erwartet", erläutert Prof. Michael Baales von der LWL-Archäologie für Westfalen. Die LWL-Archäologen hatten daher schon vor einigen Jahren nach an der Oberfläche liegenden Funden gesucht. Bei dieser Suche stießen sie vor allem auf Steinwerkzeuge, die auf eine jungsteinzeitliche Siedlung im Boden schließen ließen. Erste Suchgrabungen hatten diese Vermutung dann bestätigt. "Nach unseren bisherigen Erkenntnissen sind von der jungsteinzeitlichen Besiedlung aber kaum noch Spuren erhalten", so Baales. Die Archäologen gehen davon aus, dass der Fundplatz ursprünglich deutlich anders aussah. "Die Siedlung lag einst auf einem leichten Geländesporn, der aber durch Erosion und durch die landwirtschaftliche Nutzung der jüngsten Zeit eingeebnet wurde", so Grabungsleiter Peter Motsch. "Demnach ist davon auszugehen, dass nur die tief in den Boden eingegrabenen Strukturen überliefert wurden." Die Reste der Gruben sind heute immerhin noch bis zu einem Meter tief. Das Gelände in Unna weist siedlungsgünstige Eigenschaften auf. Die fruchtbaren Böden aus Lösslehm bieten ideale Bedingungen für Ackerbau. Daher lag der Verdacht nahe, hier vorgeschichtliche Siedlungen zu vermuten. Vor einer Bebauung waren somit weitere archäologische Untersuchungen notwendig.
Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 startet Ideenbörse 2018
LFP Redaktion

Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 startet Ideenbörse 2018

Essen - Das Projektbüro der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 setzt auf Nachhaltigkeit und startet eine neue Ideenbörse für Projekte von Bürgerinnen und Bürgern. Einzelpersonen und Gruppen sind herzlich eingeladen, ihre grünen Ideen einzureichen – orientiert an den Lebenswelten des vergangenen Grüne Hauptstadt-Jahres "Mein Grün", "Mein Einkauf", "Meine Wege", "Meine Zukunft" und "Meine Flüsse". Für die Umsetzung stehen pro Projekt bis zu 1.000 Euro zur Verfügung - ein Eigenanteil muss nicht erbracht werden. "Die 210 Bürgerprojekte, die in 2017 durchgeführt wurden, bildeten das Herz unseres Titeljahres als Grüne Hauptstadt Europas. Die vielfältigen Ideen der Bürgerinnen und Bürger, ihre Stadt Essen mitzugestalten und grüner zu machen, haben uns stark beeindruckt. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir auch 2018 eine neue Ideenbörse starten können", sagt Simone Raskob, Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 3. Juni. Anschließend werden die Anträge, die ausschließlich online gestellt werden können, gesichtet. Ende Juni entscheidet eine Jury – bestehend aus Vertretern der Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft –, welche Projekte eine Förderung erhalten. Die Voraussetzungen Der Kreativität der Bürgerinnen und Bürger sind keine Grenzen gesetzt. Voraussetzungen für eine Bewerbung sind lediglich, dass die Projekte öffentlich zugänglich sind, die Antragsteller keinen wirtschaftlichen Nutzen haben und grundsätzlich die Ziele der Grünen Hauptstadt unterstützen. Zudem gilt: Pro Person kann nur ein Projekt gefördert werden. Eine Erfolgsgeschichte der Grünen Hauptstadt Europas - Essen 2017 Die Bandbreite der in 2017 geförderten Bürgerprojekte war riesig: Nachhaltige, originelle, aufwändige und vielfach überraschende Projekte wurden umgesetzt – beispielsweise Ausstellungen, Workshops, Umweltbildungsprojekte oder Begrünungen. Die Zahl der Initiativen, Vereine, Verbände, Kitas und Schulen, aber auch Privatpersonen, die sich mit großem Engagement eingebrachten, war enorm, so dass sich die Stadt Essen entschlossen hat, auch nach dem Titeljahr die Bürgerprojekte weiterleben zu lassen.
Traumstart für die Landesgartenschau Bad Iburg
Landesgartenschau Bad Iburg 2018

Traumstart für die Landesgartenschau Bad Iburg

„Natürlich wird erst zum Schluss abgerechnet“, sagt Ursula Stecker, die Geschäftsführerin der LaGa-Durchführungsgesellschaft. „Doch dieser Traumstart mit mehr als 18.000 Besuchern von der Eröffnung am Mittwoch bis zum Sonntag ist eine tolle Bestätigung der geleisteten Arbeit und freut uns einfach!“ Viel Lob und Anerkennung sei ihr bei den Rundgängen durch das Gelände an diesem ersten LaGa-Wochenende entgegengebracht worden, sagt Stecker. Das übrigens aus-drücklich auch von Besuchern, die als LaGa-Skeptiker bekannt seien. „Das freut mich ganz besonders, denn diese Besucherinnen und Besucher haben ganz genau hingeschaut.“ Die LaGa-Gäste seien „gleichzeitig entspannt und neugierig“, stellt die LaGa-Geschäftsführerin zufrieden fest. Und bei den sommerlichen Temperaturen waren die intimen Waldlichtungen mit ihren ebenso anregenden wie humorvollen Inszenierungen ebenfalls gut besuchte und beliebte Schattenplätze, so beispielsweise die in den Waldboden eingelassenen Badewannen zum augenzwinkernden „Baden im Wald“. Echtes Waldbaden – achtsames Eintauchen in die Waldatmosphäre - war ebenfalls gefragt. Und wer wollte, konnte mit Barbara Vollstedt im Wald sogar herausfinden, was ihn glücklich macht. Für manche war das nur der Blick nach oben in das durchsonnte Blätterdach. Auch Menschen, die Mobilitätshilfen benötigten, kämen gut im Gelände zurecht, habe das Team festgestellt, darüber sei sie sehr froh, so Stecker. Den großen Bühnen-Auftakt mit dem Musical „RosaLotta verzweifelt gesucht“ des Gymnasiums Versmold nennt sie „ebenso nachdenklich stimmend wie hoffnungsvoll und berührend.“ Auch die fünf kleinen Konzerte der Jazzabteilung des Instituts für Musik Osnabrück am Sonntag hätten gut zur sommer-lichen Stimmung am Kneipp-Brunnen im Charlottenseepark gepasst, so Stecker. „Ich war am Samstag mit meiner Familie auf der Landesgartenschau in Bad Iburg. Es war ein wunderschönes Erlebnis mit beeindruckenden Attraktionen“, schreibt beispielsweise Sonja M. in ihrem Feedback und ähnlich positiv fällt auch die Resonanz bei Facebook aus. „Farben des Lebens" – unter diesem Motto stand zudem gestern um 12 Uhr der ökumenische Auftaktgottesdienst zur Einweihung der LaGa-Waldkirche. Unter diesem bunten Motto wird der Kirchenbeitrag auch in den kommenden 175 Tagen gestaltet. Pastorin Petra Rauchfleisch, Pastoralreferent Michael Göcking und der Posaunenchor Lienen freuten sich über immerhin 150 Gottesdienstbesucher. Andachten finden dort täglich um 12 und 17 Uhr, Sonntagsgottesdienste um 12 Uhr statt. Infos auch unter www.laga-kirche.de