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Ruhrgebiet (NRW)

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Aufbau des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums
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Aufbau des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums Dortmund - Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert in den nächsten vier Jahren die Einrichtung eines neuen Kompetenzzentrums für Robotersysteme in menschenfeindlichen Umgebungen. Zahlreiche Partner aus Gefahrenabwehr, Forschung und Industrie werden bei dem Aufbau des Deutschen RettungsrobotikZentrums (A-DRZ) mit Standort in Dortmund mitwirken und gemeinsam am 6. Dezember 2018 den Projektauftakt begehen. Auf dem ehemaligen Industriegelände Phönix-West in Dortmund entsteht in den nächsten Jahren ein Kompetenzzentrum, in dem mobile Robotersysteme für die zivile Gefahrenabwehr in einem sogenannten „Living Lab“, erforscht und entwickelt werden. Eine Besonderheit des Labors sind die angeschlossenen, innen und außen liegenden Versuchsflächen, auf denen die Systeme gemeinsam mit Anwendern auf ihre Einsatztauglichkeit in verschiedenen Szenarien erprobt werden. Der Ausgangspunkt für das Kompetenzzentrum ist die gesteigerte Komplexität der Herausforderungen, mit denen die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) täglich bei der Bewältigung ihrer Aufgaben konfrontiert werden. Trotz guter Ausbildung, ausgereifter taktischer Konzepte und zuverlässiger Schutzausrüstung werden jedes Jahr weltweit zahlreiche Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit verletzt oder getötet. Mit fortschreitender technischer Entwicklung ist jedoch absehbar, dass mobile Robotersysteme künftig zunehmend Aufgaben übernehmen können, um die Einsatzabwicklung effektiver und sicherer für Einsatzkräfte, gefährdete Menschen und andere Schutzgüter zu gestalten. Gefördert wird dieses zunächst auf vier Jahre angelegte Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderbekanntmachung „Zivile Sicherheit Innovationslabore/Kompetenzzentren für Robotersysteme in menschenfeindlichen Umgebungen“ (Förderkennzeichen 13N14852 bis 13N14863) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit 2012 bis 2017“ der Bundesregierung und wird von dem interdisziplinär und namenhaft zusammengesetzten Verbund, bestehend aus Anwendern, Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen getragen. Langfristiges Ziel ist es, über diese Initiierungs- bzw. Förderphase hinaus, ein wissenschaftlich-orientiertes Kompetenzzentrum zu etablieren, das mit seinen Partnern innovative Entwicklungen vorantreibt. Auf diese Weise soll immer leistungsfähigere Robotik-Technologie für Rettungskräfte am Markt verfügbar werden. Die Anforderungen aus der Einsatzpraxis werden die zu entwickelnden Rettungsroboter prägen. Aus diesem Grund wird der Forschungsverbund durch das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie der Feuerwehr Dortmund koordiniert. Die Besonderheit des Projektes liegt in seiner Struktur und nachhaltigen Ausrichtung: Durch den bereits von den Projektpartnern als Trägerorganisation gegründeten Verein „Deutsches RettungsrobotikZentrum e.V.“ (DRZ e.V.) soll das Kompetenzzentrum aufgebaut, betrieben und nach einer möglichen weiteren Förderphase, langfristig weiterbestehen und kontinuierlich ausgebaut werden.

Kosmischer Horror im Museum - Live-Lesereihe ausgesuchter Geschichten von H.P. Lovecraft
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Kosmischer Horror im Museum - Live-Lesereihe ausgesuchter Geschichten von H.P. Lovecraft Herne - Das Grauen hält Einzug im LWL-Museum für Archäologie in Herne: eine Live-Lesereihe würdigt den Autor und das Werk des Großmeisters kosmischen Horrors - Howard Phillips Lovecraft. Eine Lesereihe mit ausgesuchten Grusel-Geschichten wie für Archäologen gemacht, zieht die Zuhörer im kommenden Frühjahr in ihren Bann. Der Vorverkauf läuft. Als einer der berühmtesten Autoren der phantastischen Horrorliteratur lässt Lovecraft in seinen Erzählungen den Entfesselungskünstler Harry Houdini ägyptische Altertümer erkunden oder setzt einen namenlosen Protagonisten den unsagbaren Schrecken einer verfallenen Stadt auf der arabischen Halbinsel aus. "Das Grauen im Museum", das Lovecraft gemeinsam mit Hazel Heald entfesselte, entführt das Publikum in eine Welt kultigen Horrors - und wo könnte sich diese besser entfalten, als in einem wirklichen Museum inmitten einer archäologischen Ausstellung? Vorgetragen werden die Manifestationen kosmischen Horrors von Dr. Alexander Berner. Die Stimme des Abends kommt dabei aus den eigenen Reihen des LWL-Museums. Der Historiker und große Fan übersinnlichen Schreckens arbeitet derzeit an der Sonderausstellung "Pest!", die ab Herbst 2019 im Herner Landesmuseum gezeigt wird. Berner verfügt über große Erfahrung im öffentlichen Vortrag und verspricht Lesungen mit vielen Schreckensmomenten. Den Beginn der Lesereihe macht die 1919 veröffentliche Kurzgeschichte "Dagon". Das Museum würdigt damit die Geburtsstunde des "Cthulhu-Mythos", die sich zum einhundertsten Mal jährt. Dieser Kreis von Erzählungen handelt von bizarren, gottgleichen Wesen aus den Tiefen der Galaxis, die die gesamte Menschheit auszulöschen drohen. Der Auftaktlesung am 3. Januar 2019 folgen drei weitere Lesungen mit verschiedenen Inhalten am 7. Februar, 7. März und 4. April. Die circa zweieinhalbstündigen Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr. Einzeltickets sind für 9 Euro ab sofort im Vorverkauf im LWL-Museum für Archäologie und weiteren Vorverkaufsstellen sowie online unter http://www.lwl-landesmuseum-herne.de erhältlich. Ein Kombiticket für alle vier Lesungen kostet 30 Euro und ist nur im Vorverkauf erhältlich. Der Eintritt an der Abendkasse beträgt 10 Euro. Im Ticket enthalten ist auch der Eintritt für das Museum am gesamten Veranstaltungstag von 9 bis 19 Uhr. H. P. Lovecraft Der amerikanische Schriftsteller Howard Phillips Lovecraft wurde 1890 in Providenc, Rhode Island geboren. Als Kind schon von Büchern, Astronomie und Chemie begeistert, wuchs Lovecraft in schwierigen familiären Verhältnissen auf. Beide Eltern starben in der Nervenheilanstalt. Seine schriftstellerischen Erfolge blieben zu Lebzeiten bescheiden, viele seiner Erzählungen wurden erst postum veröffentlicht. Verarmt verstarb er im Alter von 46 Jahren nach schwerer Krankheit. Heute gilt H. P. Lovecraft als einer der bedeutendsten Autoren übernatürlicher Horrorliteratur und hat mit dem von ihm erfundenen Cthulhu-Mythos zahlreiche Nachfolger beeinflusst. Termine: Do. 3.1. 2019 um 19 Uhr Do. 7.2.2019 um 19 Uhr Do. 7.3.2019 um 19 Uhr Do. 4.4.2019 um 19 Uhr Altersstufen: Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren Dauer: ca. 2,5 Stunden Kosten pro Veranstaltung: Einzelticket: 9 Euro Euro im VVK, 10 Euro an der Abendkasse; Kombiticket für alle vier Termine: 30 Euro (nur im Vorverkauf) Vorverkauf online: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de VVK-Stellen: LWL-Museum Herne, Ticketshop der Stadtmarketing Herne, Bürgerlokal Wanne, ELPI Tickets im Saturn Bochum, Forum Filiale Castrop-Rauxel, siehe auch: www.proticket.de Mehr Infos: http://www.lwl-landesmuseum-herne.de LWL-Museum für Archäologie, Europaplatz 1, 44623 Herne, Tel. 02323 94628-0

"Heimatkino": LWL beleuchtet mit neuem Dokumentarfilm die Kinokultur im Ruhrgebiet
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"Heimatkino": LWL beleuchtet mit neuem Dokumentarfilm die Kinokultur im Ruhrgebiet Gelsenkirchen - Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) dokumentiert mit Unterstützung des Regionalverbandes Ruhr und der Kulturstiftung Masthoff in dem Film "Heimatkino" die sich wandelnde Kinokultur im Ruhrgebiet. Daniel Huhn, Stefan Kreis und Benjamin Leers beleuchten in dem Film in einer Reihe von Episoden den Untergang und die Wiederauferstehung der Orte, die Filme zu einem Kinoerlebnis gemacht haben und immer noch machen. "Dabei präsentiert unser Film ganz unterschiedliche Formen der Kinokultur", sagt Filmemacher Daniel Huhn: "Vom Auto- und Bahnhofskino über Filmclubs und anspruchsvolle Programmkinos bis zu den großen Lichtspieltheatern. Und er lässt die zu Wort kommen, die Kinokultur bis heute mit Leben füllen." Seit über 100 Jahren gibt es in Westfalen "Kinemathographen-Theater", wie sie in den Anfängen hießen. Seitdem haben Kinos ganzen Generationen Unterhaltung und Zerstreuung geboten, aber auch die geistige und kulturelle Entwicklung vieler Menschen mitgeprägt. "Gerade im Ruhrgebiet waren Kinos neben Trinkhallen, Schrebergärten und Fußballplätze lange Zeit ein fester Bestandteil der Alltagskultur. Wo heute noch ein paar Multiplexe stehen und manche Programmkinos ums Überleben kämpfen, existierten in den 1950er Jahren zwischen Duisburg und Dortmund, Hamm und Hagen hunderte von Kinos", so Hahn. Dabei hatte das Kino als Kulturgut lange Zeit einen schweren Stand: Am Anfang haftete ihm in den sogenannten bürgerlichen Kreisen ein ausgesprochenes Schmuddel-Image an. Die Unkontrollierbarkeit der verdunkelten Kinosäle und die angeblich gesundheitsschädigenden Folgen der flimmernden Bilder mobilisierte vor allem bei Jugendschützern heftige Gegenwehr. Seit den 1960er Jahren sind es nicht mehr solche Bedenken, die dem Kino das Leben schwermachen, sondern eher technische Entwicklungen: zunächst der Siegeszug des Fernsehens, dann das Aufkommen der VHS-Kassetten und später von DVD und Beamer, seit einigen Jahren der Siegeszug der bewegten Bilder im Internet: Youtube und Netflix lassen grüßen. "Trotzdem hat sich das Kino bis heute seine Faszination bewahrt - und sich immer wieder neu erfunden", sagte Prof. Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen, bei der Premiere des Films "Heimatkino. Kinokultur im Ruhrgebiet" in der Schauburg in Gelsenkirchen. "Der Film 'Heimatkino' ist eine Liebeserklärung an das Kino als kulturellen Ort - nicht nur im Ruhrgebiet. Mit der DVD-Edition machen wir ihn einem breiten Publikum und auch für die Bildungsarbeit zugänglich." Die DVD ist ab sofort für 14,90 Euro bestellbar über den Internetshop http://www.westfalen-medien.lwl.org oder per Post an das LWL-Medienzentrum für Westfalen, Fürstenbergstraße 13-15, 48147 Münster.

Stadt bittet um Mithilfe bei Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest
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Stadt bittet um Mithilfe bei Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest Bochum - Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat sich im letzten Jahr über mehrere europäische Staaten verbreitet, seit September wird das Virus auch bei Wildschweinen in Belgien nachgewiesen. Für eine erfolgreiche Tierseuchenbekämpfung ist es dringend erforderlich, dass alle Nutztierhalter (dazu zählen auch die Halter von Haustieren wie zum Beispiel Minipigs) ihrer Meldepflicht nachkommen. In Nordrhein-Westfalen nimmt die Tierseuchenkasse in Münster (www.landwirtschaftskammer.de/Landwirtschaft/ tierseuchenkasse/meldung/index.htm) Tiermeldungen entgegen. Die Afrikanische Schweinepest ist eine Virusinfektion, die für Wild- und Hausschweine in Europa fast immer tödlich verläuft. Gegen sie gibt es bisher keine Impfung. Menschen oder andere Tiere können daran nicht erkranken. Schweine können sich über direkten Kontakt anstecken oder über Körperflüssigkeiten, infizierte Gegenstände oder Lebensmittel aus infizierten Schweinen. Unachtsamkeit von Menschen gilt als Hauptübertragungsquelle: So kann der Erreger über ein falsch entsorgtes Wurstbrot übertragen werden. Daher bittet die Stadt darum, keine Lebensmittelreste in der Natur oder in offenen Mülleimern zu entsorgen. Wer beim Waldspaziergang oder Pilzesammeln ein totes Wildschwein entdeckt, sollte es nicht anfassen. Bei Kontakt mit dem Kadaver ist eine gründliche Reinigung nötig, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Den Fund sollten Betroffene umgehend dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) unter der Telefonnummer 0201 / 714488 melden, damit das Tier gesichert und untersucht werden kann.

Krupp-Stiftung vergibt Schülerstipendien für Betriebspraktika im Ausland 2019
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Krupp-Stiftung vergibt Schülerstipendien für Betriebspraktika im Ausland 2019 Essen - Die Alfried Krupp-Schülerstipendien sind begehrt und dienten schon mehreren Hundert Stipendiaten als Sprungbrett für eine erfolgreiche berufliche Karriere. Auch im Jahr 2019 bietet die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung wieder 50 Essener Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ein vierwöchiges Betriebspraktikum im Ausland zu absolvieren und dabei erste Einblicke in das Berufsleben zu gewinnen und Land und Leute kennen zu lernen – Englisch- und Benimmkurs vor der Abreise und ein Bewerbungstraining nach der Rückkehr inklusive. Die Bewerbungsphase für die Stipendien ist nun abgelaufen: Bis zum 5. Oktober 2018 konnten sich Schülerinnen und Schüler Essener Schulen bewerben. Eine Jury sucht derzeit aus den Bewerbungen die Kandidaten aus, die im kommenden Jahr vom 8. April bis zum 3. Mai Essens junge Botschafter in ganz Europa sein werden. Seit 1998 vergibt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung jährlich 50 "Alfried Krupp-Schülerstipendien im Ausland" an Schülerinnen und Schüler Essener Schulen im Rahmen des Förderprogramms "Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit". Bis heute haben rund 1.000 Schülerinnen und Schüler Betriebspraktika in rund 350 Unternehmen in 36 Ländern absolviert. Seit dem Start des Praktikumsprogramms vor 20 Jahren organisiert die EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH alles rund um das Stipendium – vom Bewerbungsverfahren über den Auslandsaufenthalt bis hin zum abschließenden Bewerbungstraining.

"Alles nur geklaut?" - LWL-Industriemuseum startet Fotowettbewerb zum Thema Wissenstransfer
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"Alles nur geklaut?" - LWL-Industriemuseum startet Fotowettbewerb zum Thema Wissenstransfer Dortmund - "Alles nur geklaut?" Das fragt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in einer großen Sonderausstellung zum Thema Wissenstransfer im kommenden Jahr auf der Zeche Zollern in Dortmund. Im Vorfeld lobt das LWL-Industriemuseum einen Fotowettbewerb zum Thema aus. Das Museum sucht Bilder, die sich den abenteuerlichen Wegen des Wissens widmen. "Ob man Quellen des Wissens in den Fokus nimmt, mit der Idee von Original und Kopie spielt oder sich als vermeintlicher Spion in Szene setzt - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt", erklärt Projektleiterin Anja Hoffmann. Der Wettbewerb für Hobbyfotografen läuft vom 15. Oktober bis zum 31. Dezember 2018. In dieser Zeit können Teilnehmer bis zu drei Motive hochladen. Das geht über die Internetseite der Ausstellung http://www.allesnurgeklaut.lwl.org oder mittels Hashtag und Markierung auf dem eigenen Instagram-Account (#allesnurgeklaut_lwl @lwlindustriemuseum). Nach Einsendeschluss ermittelt eine Fachjury auf der Internetseite drei Gewinnerbilder. Auf Instagram wählt das Publikum drei eigene Favoriten. Das Mitmachen lohnt sich: Den sechs Siegern winken Wertgutscheine für Fotodrucke des Wettbewerbs-Sponsors "meinfoto.de". Die 60 beliebtesten Motive werden ab März 2019 als Zaungalerie vor den Toren der Zeche Zollern den Besuchern den Weg zur Ausstellung weisen. Außerdem ist eine Postkartenserie mit den Gewinnerbildern geplant. Die Ausstellung Die Sonderausstellung "Alles nur geklaut? Die abenteuerlichen Wege des Wissens" (23. März bis 13. Oktober 2019) zeigt, wie Wissen geschaffen, geteilt und geschützt wird. Sie stellt Erfinder, Fälscher, Spione und Whistleblower vor und nimmt die Besucher mit auf eine Zeitreise von der Antike bis zur Gegenwart. Das Spektrum der Exponate reicht vom mittelalterlichen Kirchenbuch bis zum Computerchip, vom 3.000 Jahre alten Scheibenrad bis zum Fischer-Dübel, von Meißener Porzellan über ein Stopfei aus der Erfinderwerkstatt von Konrad Adenauer bis zum modernen Tesla-Motorrad. Spannung versprechen Abteilungen zur Spionage in beiden Weltkriegen und der Zeit des Kalten Krieges. In Szene gesetzt werden dort Objekte wie eine BH-Minikamera, die Verschlüsselungsmaschine Enigma und Teile von V2-Raketen. In der Garderobe der Tänzerin Mata Hari kommen Besucher der berühmten Spionin auf die Spur. Beim Gang durch einen Spionagetunnel aus Berlin erkunden Gäste die geheimen Wege des Wissens im geteilten Deutschland. Ein besonderes Erlebnis versprechen sechs in die Ausstellung integrierte Escape-Rooms. In kleinen Gruppen müssen die Besucher hier Aufgaben lösen. Ist der Code geknackt, öffnet sich die Tür zur nächsten "geheimen Kammer des Wissens". Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Fotowettbewerb "Alles nur geklaut?" gibt es auf http://www.allesnurgeklaut.lwl.org

Arbeitsprozess "Gestaltungshandbuch Innenstadt Bochum" mit Kick-Off erfolgreich gestartet
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Arbeitsprozess "Gestaltungshandbuch Innenstadt Bochum" mit Kick-Off erfolgreich gestartet Bochum - Bochums Innenstadt soll auch zukünftig Anziehungspunkt für Bochumerinnen und Bochumer und Besucherinnen und Besucher sein. Sie ist das Herz der Stadt und trägt als Ort für Begegnung, Shopping- und Gastronomieerlebnis, Kultur, Bildung und Wohnen wesentlich zum Image der Stadt Bochum bei. Um das Stadtbild Bochums langfristig attraktiv zu gestalten und einen urbanen öffentlichen Raum zu schaffen, haben die Initiative Bochumer City e.V. (IBO) und Bochum Marketing GmbH gemeinsam mit der Stadt Bochum das Büro farwick + grote Architekten BDA Stadtplaner beauftragt, in einem kooperativen Verfahren ein Gestaltungshandbuch mit architektonischen Leitlinien zu erarbeiten. Diese Leitlinien betreffen insbesondere die gestalterische Qualität der Fassaden, Schaufenster- und Werbeanlaqen sowie des Mobiliars der Außengastronomie in der Innenstadt. Bei einer Kick-Off-Veranstaltung mit den Eigentümerinnen und Eigentümern und ortsansässigen Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern trafen Anfang Oktober, erstmals alle beteiligten Akteure zusammen. Nach einer Begrüßung durch Marc Mauer, Vorsitzender der IBO City e.V., Thomas Weckermann, Prokurist der Bochum Marketing GmbH, und Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke gab das planende Büro einen Überblick über den vorgesehenen Projektablauf und stimmte das Publikum mit einem kurzen Impulsvortrag zum Thema „Stadtbild, Identität und Atmosphäre – Baukultur und die Wirkung von Gebäuden“ auf den kommenden Arbeitsprozess ein. „Die Initiative Bochumer City ist angetreten, um für die Bochumer Bürger und die Besucher, eine attraktivere Innenstadt zu schaffen. Ein solches Gestaltungshandbuch ist ein elementarer Baustein um dieses Ziel zu erreichen. Die Stadt bietet zu viel Potenzial, um dieses nicht zu nutzen“, so Marc Mauer. Den Kern der Veranstaltung bildeten gemeinsame Innenstadtspaziergänge, bei denen vor allem die Expertise der Eigentümer und Einzelhändler gefragt war: „Wo sehen Sie Potentiale im innenstädtischen Stadtbild? In welchen Gebäuden zeigt sich eine Bochumer Identität und welche ist das? Worauf in der Innenstadt sind Sie stolz?“ Mit diesen Fragestellungen sahen sich die Teilnehmenden konfrontiert, um anhand ihrer Einschätzungen wichtige Impulse für den weiteren Erarbeitungsprozess der Gestaltungsleitlinien zu geben und den Grundstein für einen gemeinsamen Konsens unter allen beteiligten Akteuren zu legen. „Ein qualitätvolles Stadtbild mit einer guten Gesamterscheinung der Architektur trägt ganz wesentlich zur Identität und zu einem positiven Lebensgefühl bei“, erklärte Heiner Farwick. Auf Grundlage einer vertiefenden Stadtbildanalyse wird das Büro farwick + grote in den kommenden Monaten die Leitlinien für das Gestaltungshandbuch erarbeiten. Das Handbuch soll bis zum Sommer 2019 erstellt werden. Der Kick-Off war der Auftakt zum gesamten Projektablauf, im kommenden Jahr werden weitere Veranstaltungen und Workshops unter Beteiligung verschiedener Akteure stattfinden.

Maritimes Flair mitten in Westfalen: Der Botanische Garten Rombergpark hat nun eine Dünenlandschaft
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Maritimes Flair mitten in Westfalen: Der Botanische Garten Rombergpark hat nun eine Dünenlandschaft Dortmund ist um eine neue Attraktion reicher: Heute (Donnerstag) eröffnet die größte künstliche Dünenlandschaft in einem Botanischen Garten. Fast 2500 qm Fläche wurden von den Auszubildenden des Geschäftsbereiches Parkanlagen in eine naturnahe Küstenlandschaft verwandelt. In vier Monaten Bauzeit haben sie tausende Tonnen Material bewegt und verbaut. Sand, Felsen und Muscheln sorgen für ein maritimes Flair – genauso wie ein Boot und Steganlagen. Zur Eröffnung pflanzte Stadträtin Birgit Zoerner mit Auszubildenden und Vertretern der Dr. Gustav Bauckloh-Stiftung die ersten Strandgräser. Die Bepflanzung ist wichtig, damit die Gesamtanlage im nächsten Frühling grünt, blüht und auch mechanisch stabilisiert ist. Über 100 seltene Pflanzen, teils Arten von der Roten Liste, werden in Zukunft dort wachsen. Tiere, die auf sandige Böden angewiesen sind, werden ihnen vermutlich folgen. Dünen – ein labiler Küstenschutz Natürliche Dünen und die Landschaften, die sie bilden sind ein natürlicher, aber auch labiler Küstenschutz und stehen in Deutschland unter Naturschutz. Da die aus Sand bestehenden Dünen nur durch Pflanzen wie Strandhafer und -roggen vor Erosion durch Wind und Wellen geschützt sind, ist das Betreten aller Dünen gesetzlich streng untersagt. In den verschiedenen Dünenformen sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten heimisch. Viele stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und bedürfen strenger Schutzmaßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität. Künstliche Küstendünen dienen dagegen der Landgewinnung. Dieses Verfahren wird oft an der deutschen Nordseeküste und in den Niederlanden praktiziert. Dabei steht aber nicht der Schutz der Biodiversität im Vordergrund, sondern die Abgewinnung von Bau-, Nutz und Agrarflächen. Die neue Dünenlandschaft im Botanischen Garten Rombergpark ist zwar künstlich, soll aber eine natürliche Dünenlandschaft darstellen. Die Dr. Gustav Bauckloh Stiftung hat die Anlage finanziell unterstützt. Dünenlandschaft schafft neue Eingangssituation Mit zirka 135 Metern Nord-Südausdehnung und bis zu 20 Metern Breite ist es die größte Dünenanlage, die in einem Botanischen Garten gezeigt wird. Gleichzeitig bildet die Dünenlandschaft eine neue Eingangssituation vom Parkplatz zu den Schaugärten und den Bildungseinrichtungen im Botanischen Garten. Etwa 1500 Tonnen weißer, gewaschener Feinsand wurden dazu eingebaut. Diese bedecken den Unterbau der Einzeldünen, für welche zirka 3500 Tonnen Material bewegt wurden. Bis zu fünf Meter hoch sind die höchsten Bereiche der so genannten Weißdüne. Zahlreiche nordische Findlinge flankieren die Wege, welche sich mit dem Wegesystem der benachbarten Moor-Heidelandschaft verbinden. Von faustgroß bis zu 5,3 Tonnen schwer sind diese rundlichen Felsen. Der Wegebelag besteht aus annähernd sieben Tonnen Muschelschalen – auch dies dient dem maritimen Flair. Genauso wie das fast sieben Meter lange Boot „Blue Berry“. Holzfässer und dicke Schiffstaue lassen den Besucher vergessen, dass man sich mitten im östlichen Ruhrgebiet befindet. Upcycling statt Tropenholz Die Steganlagen in der Dünenlandschaft bestehen nicht, wie sonst oft üblich, aus Tropenholz, sondern aus wiederverwertetem Müll aus der Gelben Tonne. Im Strangpressverfahren wurden daraus holzähnliche Profile für die Flachstege hergestellt. Damit wird dem Gedanken des „Upcycling“ Rechnung getragen. Die gesamte Anlage ist ab heute für die Öffentlichkeit freigegeben. Stadträtin Birgit Zoerner, Dezernentin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit, hat mit den Auszubildenden der Sport- und Freizeitbetriebe und den Vertretern der Dr. Gustav Bauckloh-Stiftung die ersten Strandhafer und Strandroggen gepflanzt. Später sollen über 100 verschiedene Pflanzenarten in der Dünenlandschaft wachsen. Sie sind maßgeblich für die mechanische Stabilisierung des Sandes. Erst danach werden im Laufe des nächsten Jahres immer mehr andere Arten dazu gepflanzt und angesät. In naher Zukunft werden außerdem Informationstafeln aufgestellt. Salzwiese, Weißdüne, Graudüne Gegliedert ist die Gesamtanlage in Vor- bzw. Primärdüne, Salzwiese, Weißdüne, Graudüne und Braundüne mit Feuchtsenke sowie dem Küstenwald. Die Vordüne ist mit nur einigen Meersenf-Pflanzen fast vegetationsfrei, während die Salzwiesen regelmäßig unter dem Einfluss von Salzwasser und Schlickeintrag stehen. Dort wachsen der berühmte Queller, Strandflieder und Stranddreizack. Daran anschließend entwickelt sich die Weißdüne. Sie ist die höchste aller Dünenformen und meist mit Strandhafer und -roggen bewachsen. Regelmäßig eingewehter Flugsand sorgt dafür, dass diese Dünen immer „weiß“ erscheinen – darum der Name. An die Weißdüne schließt sich die artenreiche, aber nährstoff- und kalkarme Graudüne an. „Grau“ deshalb, weil der Flugsandeintrag fehlt und der Sand durch die geringe Humusbildung gräulich erscheint. Die noch flacheren Braundünen haben schon eine Humusdecke und wirken dadurch braun. Da der Boden sehr sauer ist, wachsen dort verschiedene Heidegewächse wie Krähenbeere und Besenheide. In den Senken der Braundünen kann sich Wasser anstauen und theoretisch auch ein Hochmoor entwickeln. Das ist auch der Grund, warum so viele Moore in Norddeutschland angesiedelt sind. Auf trockenen Braundünen entwickeln sich sogenannte Dünenwälder mit Eiche, Vogelbeere, Holunder und anderen Sträuchern. Die Bäume sind aufgrund der Nährstoffarmut jedoch oft klein und gedrungen.

City Tipps

  • www.bergbaumuseum.de
  • www.binnenschifffahrtsmuseum.de
  • www.konzerthaus-dortmund.de
  • www.museum-folkwang.de
  • www.thealozzi.de
  • www.zollverein.de

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