Rubrik: Sonstiges

Wohnraum für Studierende bleibt erhalten
LFP Redaktion

Wohnraum für Studierende bleibt erhalten

Münster - Die 137 Wohnungen im Stadtlohnweg 33 bleiben weiterhin Studierenden vorbehalten. Eine entsprechende freiwillige Vereinbarung haben das Wohnungsamt der Stadt Münster und der Eigentümer der Wohnanlage, das Wohnungsunternehmen Sahle Wohnen, getroffen. Nach dem Wegfall der sogenannten Personenkreisbindung aus der Bewilligung aus dem Jahr 1982 hätten die Wohnungen bei einem Mieterwechsel auch an andere Personengruppen vermietet werden können. Die jüngst getroffene Vereinbarung sichert den günstigen, öffentlich geförderten Wohnraum nun auf weitere zehn Jahre ausschließlich für Studierende. "Für die Hochschulstadt Münster ist ausreichend Wohnraum für Studierende enorm wichtig. Die Nachfrage war in den letzten Jahren hoch und steigt immer weiter. Deshalb war es der Stadt daran gelegen, die günstigen Wohnungen in dem Objekt für Studierende zu erhalten", freut sich der Wohnungsdezernent Matthias Peck. Sahle Wohnen teilt das Anliegen der Stadt. "Wir wissen um die Bedeutung von Wohnraum für den akademischen Nachwuchs, um den Hochschul- und Wissenschaftsstandort für die Zukunft zu stärken", betont Albert Sahle. "Den Wunsch der Stadt nach einer Beibehaltung der bisherigen Konzeption des Hauses haben wir daher gern unterstützt", so der Inhaber von Sahle Wohnen. Ein Wohnangebot für junge Menschen in vergleichbarer Lebenslage auch künftig vorzuhalten, war für das Unternehmen ein weiterer Aspekt, der für den Abschluss der Vereinbarung sprach. Mit der Vermietung an Studierende hat Sahle Wohnen bislang gute Erfahrungen gemacht hat. Das Haus Stadtlohnweg 33 umfasst 137 Ein- bis Dreizimmerwohnungen mit Größen von 42 bis 81 Quadratmetern. Die Wohnungen sind öffentlich gefördert. Für die Anmietung ist ein Wohnberechtigungsschein (WBS) erforderlich.
Belegschaft des Allwetterzoos ermöglichte krebskranken Kindern einen unvergesslichen Zoobesuch
LFP Redaktion

Belegschaft des Allwetterzoos ermöglichte krebskranken Kindern einen unvergesslichen Zoobesuch

Bereits zum 12. Mal haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Allwetterzoos Münster krebskranke Kinder und Jugendliche des Universitätsklinikums Münster in den Zoo eingeladen, um ihnen auf ehrenamtlicher Basis einen ganz besonderen Abend zu ermöglichen. Der Einladung zur „Dreamnight“-Veranstaltung sind in diesem Jahr so viele junge Gäste wie nie zuvor gefolgt. Mitte Juli erlebten 50 Kinder mit ihren Eltern, Geschwistern und Betreuern einen Ausflug mit tierischen und kulinarischen Highlights auf dem Zoogelände. Traditionell begrüßte der Zoodirektor alle Gäste nach Zooschluss im Robbenhaven. „Das freiwillige Engagement in unserer Belegschaft ist riesig und es berührt mich immer wieder, wenn wir den Kindern, die es so schwer im Leben haben, zumindest an diesem Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubern können“ so Zoodirektor Dr. Thomas Wilms. Nach der Begrüßung erwartete die jungen Besucher eine exklusive Seelöwen-Show im Robbenhaven. Danach gab es auf dem gesamten Areal Tiererlebnisse hautnah: Tierpflegerinnen und Tierpfleger zeigten hinter den Kulissen ihre tierischen Schützlinge, die auch angefasst sowie gefüttert werden durften. So konnten unter anderem Schlangen gestreichelt, Kattas gefüttert und der Zoofuhrpark bestaunt werden. Zum Abschluss des erlebnisreichen Abends präsentierten die 40 fleißigen Helferinnen und Helfer ihren über 200 Gästen ein umfangreiches Grillbuffet mit selbstgemachten Speisen, die gemeinsam auf der Terrasse des Elefanten-Parks verzehrt wurden. Novum in diesem Jahr: die ehrenamtlichen Organisatoren haben zusätzlich Spielzeugspenden gesammelt. Frau Dr. med. Birgit Fröhlich, Geschäftsführende Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Münster, nahm die zahlreichen Spieltiere, Tierbücher sowie einen Playmobil-Zoo dankend entgegen: „Die Geschenke sind großartig und bereichern unser Spielzimmer auf der Krankenstation nachhaltig. Wir können so auch den zahlreichen Kindern, die dieser wunderbaren Einladung aus gesundheitlichen Gründen leider nicht folgen konnten, ein Stück Zoo mit in die Klinik bringen.“ Die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bereits eine 13. Auflage der „Dreamnight“ angekündigt, so dass sich die Kinder auch in 2019 auf einen unvergesslichen Besuch im Allwetterzoo Münster freuen können.
Die Anguanen kommen - Dreimal “Urbanes Untermezzo“
LFP Redaktion

Die Anguanen kommen - Dreimal “Urbanes Untermezzo“

Münster - Die Anguanen sprechen nicht unsere Sprache und auch sonst verstehen sie uns nicht. Sie kommen aus den Elementen, sind Geister der Natur. Sie haben unsere Gestalt angenommen und machen einen Ausflug in die menschliche Welt. Wer sie miterleben möchte, kommt am Dienstag, 17. Juli, um 18 Uhr zum Platz zwischen Liebfrauen-Überwasserkirche und Aabrücke am Spiegelturm. Dort startet das jährliche "Urbane Intermezzo" von "FrauenZeitAlter". Weitere Aufführungen: Donnerstag 19. Juli, und Samstag 21. Juli, jeweils 18 Uhr. "Unsere Idee, beim 'FrauenZeitAlter' das Thema 'Frauen und Alter' öffentlich sichtbar zu machen, setzen wir an den drei Abenden auf besondere Weise um", so Martina Arndts-Haupt, Leiterin des städtischen Frauenbüros. Statt der üblichen Aufführung im Rathausfestsaal erleben die Gäste und die zufälligen Zuschauer und Zuschauerinnen einen ausgefallenen Umzug durch die Innenstadt. "Die Anguanen verhalten sich seltsam, schräg, schrill, wütend, unheimlich, poetisch, unruhig und verwirrt", weiß Regisseurin Bianca Austermann. Sie hat die Freiluft-Aufführung mit neun Frauen zwischen 30 und 85 Jahren und mit der Choreographin Katrin Banse erarbeitet. In ihrem Stück verbinden sie Tanz, Bewegung und den Stadtraum miteinander. Die Musik zu dieser Erkundung spielt Anja Kreysing am Akkordeon. Von der Liebfrauen-Überwasserkirche führt der Weg vorbei am Kiepenkerl zur Lambertikirche. "Dieses neue künstlerische Angebot des Urbanen Intermezzo wird Anlass zu interessanten Begegnungen geben", hofft Martina Arndts-Haupt. Zuschauerinnen werden sich miteinander über das Gesehene und Erlebte austauschen und sich vielleicht sogar motivieren lassen, selbst neue Ausdrucksformen auszuprobieren. Sollte es an den Veranstaltungstagen wider Erwarten Dauerregen geben, fällt die Veranstaltung aus. Die Veranstaltung ist Teil des ganzjährigen Programms "FrauenZeitAlter", das vielfältige Formen des Austauschs zwischen Frauen anbietet. Info: Frauenbüro, 02 51/4 92-17 01, frauenbuero@stadt-muenster.de. - www.stadt-muenster.de/frauenbuero (Rubrik "Frauenzeitalter")
Im hellen Oberstufenhaus fehlen nur noch die Möbel
LFP Redaktion

Im hellen Oberstufenhaus fehlen nur noch die Möbel

Münster - Es sind nur noch wenige Meter bis zum Ziel: Das große Neubau- und Sanierungsprojekt für die Gesamtschule Münster-Mitte steht vor seinem Abschluss. „Ich freue mich, dass wir diese gelungenen Gebäude sogar zwei Monate früher als geplant ihrer Bestimmung übergeben können“, erklärt Immobiliendezernent Matthias Peck. So ist der Neubau für die Oberstufe, der in seinen Tiefen zusätzlich eine Zweifach-Sporthalle integriert, nahezu bezugsfertig. Auch Schulleiterin Kathi von Hagen zeigt sich voller Vorfreude auf das Ende des 2. Bauabschnittes: „Das Oberstufenhaus passt gut zu unserem pädagogischen Konzept. Es ist hell, in freundlichen Farben gehalten und unterstützt mit seiner Transparenz selbstständige Arbeits- und Lernformen.“ Auch ein modernes Schülerexperimentierlabor gehöre dazu. Wenn im August die Möbel angeliefert werden und Garten- und Landschaftsbauer letzte Hand an die Schulhofgestaltung legen, wird nach knapp dreijähriger Bauzeit ein komplexes Projekt zum Abschluss gebracht. „Das überaus enge Baufeld zwischen Katthagen und Jüdefelder Straße stellte die Baustellenlogistik vor knifflige Herausforderungen“, blickt Bauleiter Christian Medding vom Ingenieurbüro dmp (Lüdinghausen) zurück. Über Monate waren die Schul- und Pausenhöfe mangels Alternativen mit Baucontainern, Geräten und Maschinen belegt. „Anerkennung und Dank für das Durchhaltevermögen gilt Schule und Schülerschaft“, sagt Projektleiter Stephan Brockhausen vom städtischen Amt für Immobilienmanagement. „Bei laufendem Unterrichtsbetrieb wurde gebaut und modernisiert. Wir sind auf eine Menge an Verständnis und Flexibilität gestoßen.“ Knapp 20 Mio Euro hat die Stadt für ihre erste kommunale Gesamtschule in die Hand genommen und im Vorfeld einen europaweiten Wettbewerb ausgelobt. Die Neubauten der erstplatzierten Architekten Bleckmann und Krys aus Münster, heute die Gruppe „agn bka“, fügen sich in die Bestandsbauten der Überwasserschule (Baujahr 1910) und der ehemaligen Paul-Gerhardt-Realschule (1958) ein. Sorgsamer Umbau der unter Denkmalschutz stehenden Ensembles brachte den Platz für Unterricht und Förderung, für offene Lerninseln und Integration, für Pädagogen und Verwaltung. Herzstück des 2016 beendeten 1. Bauabschnittes war der Neubau für eine Mensa, die - variabel bestuhlt - bis zu 400 Plätze vorhalten kann. Eigenes Haus für die Oberstufe Aktuell besuchen knapp 700 Kinder und Jugendliche die Schule in der Altstadt. Die 115 Fünftklässler aus der Einschulung des Sommers 2012 stehen sechs Jahre später vor dem Sprung in die dreizügig geführte Oberstufe und dem Einzug in ihr eigenes Unterrichtshaus. Bodentiefe Fenster fluten die rund 30 Fach- und Stufenräume mit Licht, viel Glas gibt den Blick frei auf Platanen und das begrünte Dach der integrierten Sporthalle. Dass der nach außen dreigeschossig anmutende Neubau eine Zweifachhalle - Maße 22 x 45 Meter - umfasst, ist kaum zu erkennen. Ein statistischer Kraftakt: Um jede Fläche in dem schmalen Bauquartier auszunutzen, wurde die Sportarena ins Gelände abgesenkt und ihr weitgespanntes Tragwerk mit dem zweigeschossigen Unterrichtstrakt überbaut. Barrierefrei sind alle Schulgebäude, durch Rampen auch die Freiflächen. Zum Schuljahresbeginn Ende August sind voraussichtlich die Außenarbeiten abgeschlossen. Dazu gehört neben der Rückkehr des Spielplatzes am Katthagen auch eine gestaltete Treppenanlage mit Potential für einen beliebten Treffpunkt in Pause und Freizeit.
Straßenbaustellen nerven nicht nur Anwohner und Verkehrsteilnehmer
LFP Redaktion

Straßenbaustellen nerven nicht nur Anwohner und Verkehrsteilnehmer

Münster - Straßenbaustellen nerven: die Anwohner, die Verkehrsteilnehmer, aber auch die Planer und die Verantwortlichen. Sie verursachen Staus und machen Dreck. Für Planer und Ingenieure bringt das komplexe Management einer Baustelle umso mehr Stress, je ärgerlicher Verkehrsteilnehmer und Anwohner sind. Um die seit vielen Jahren praktizierte Baustellen-Kommunikation weiter zu verbessern, hatte das Tiefbauamt zu einem Workshop eingeladen. Mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Interessenverbänden und Verwaltung beschäftigten sich intensiv mit der Thematik. Sie hatten die Aufgabe, aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Anwohner, Lieferanten, Pendler, ÖPNV-Nutzer, Politiker, Bauleiter, Autofahrer und Radfahrer die Anforderungen an eine umfassende Baustellen-Kommunikation zu erarbeiten. In den Arbeitsgruppen wurden unterschiedlichste Wünsche an eine solche Kommunikation geäußert und diskutiert. Ergebnis waren zahlreiche Ideen und Anregungen. Aus der Sicht des Tiefbauamtes konnte aber auch festgestellt werden, dass davon vieles bereits heute umgesetzt wird. Als wichtig für die Verbesserung der Baustellenkommunikation wurde in fast allen Arbeitsgruppen eine umfassende Übersicht über geplante und bestehende Baustellen genannt, die auch im Internet einsehbar sein soll. Dazu müssen Informationen von etlichen Dienststellen und Firmen, die teils parallel und teils nacheinander auf einer Baustelle tätig sind, zusammengeführt und gebündelt werden. Das Tiefbauamt wird diese komplexe Aufgabe in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und den Telekommunitionsunternehmen anpacken. Tiefbauamt-Leiter Michael Grimm: "Der Workshop hat sich gelohnt, die Beiträge der Teilnehmer aus den verschiedensten Bereichen waren sehr hilfreich."
Deutscher Nachhaltigkeitspreis: Münster nimmt die erste Hürde
LFP Redaktion

Deutscher Nachhaltigkeitspreis: Münster nimmt die erste Hürde

Münster - Die erste Hürde ist genommen: Die Stadt Münster gehört in der Kategorie der Großstädte zu den drei aussichtsreichen Bewerbern um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018. Der Preis würdigt den Einsatz der Städte und Gemeinden für eine nachhaltige und in diesem Punkt vorbildliche Stadtentwicklung. Unter dem Vorsitz von Prof. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, befasste sich die Jury intensiv mit der vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit zusammengestellten Bewerbung und nominierte Münster gemeinsam mit Heidelberg und Mannheim für die Auszeichnung. Wie geht es weiter? Im Juli wird die Jury nach Münster kommen, um sich ein Bild davon zu machen, wie das Prinzip der Nachhaltigkeit vor Ort mit Leben gefüllt wird. "Wir werden dann die Möglichkeit haben, das vielfältige Engagement für nachhaltiges Leben und Wirtschaften in einer wachsenden Stadt, die die Gestaltungsmöglichkeiten nachfolgender Generationen im Blick behält, ausführlich vorzustellen", berichtet Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck und verweist auf Münsters Nachhaltigkeitsstrategie, die die Stadt als eine von 15 Modellkommunen in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit vielen Akteuren aus der Stadtgesellschaft erarbeitet hat. Ende Juli gibt die Jury die Preisträger in den drei Kategorien Großstadt, Stadt und Kleinstadt / Gemeinde bekannt. Verliehen wird der Deutsche Nachhaltigkeitspreis im Dezember bei einer festlichen Gala in Düsseldorf. Die Auszeichnung ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, der Allianz-Umweltstiftung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung, den kommunalen Spitzenverbänden und verschiedenen gesellschaftlichen Organisationen.
Ausgezeichnete Fahrradstadt für Pendler: Münster liegt im Städtevergleich vorn
LFP Redaktion

Ausgezeichnete Fahrradstadt für Pendler: Münster liegt im Städtevergleich vorn

Münster - Münster darf sich über zwei weitere Auszeichnungen als Fahrradstadt freuen: Im Städtevergleich um das Prädikat "Fahrradregion des Jahres 2018" belegt Münster den ersten Rang in der Kategorie "Pendler". Den Bronze-Rang erreicht das Münsterland in der Kategorie "Familie". Im Wettbewerb "Fahrradregion des Jahres 2018" wurden Städte und Regionen aus dem deutschsprachigen Raum in acht Kategorien bewertet, ausgelobt vom Onlinefachhändler fahrrad.de, der Fahrradcommunity Bikemap und dem Magazin Bike Bild. In der Pendler-Kategorie hat sich die Fahrradstadt Münster deutlich durchgesetzt. In ihrer Begründung verweist die Fachjury auf die besondere Bedeutung der Leeze in Münster: "Münster und Fahrrad, das gehört zusammen wie Öl und Essig, Schraube und Mutter oder Salz und Pfeffer". "So ein Preis zeigt, dass bei uns im Radverkehr die Richtung stimmt. Und er ermutigt uns, weiter in die Fahrradinfrastruktur zu investieren und möglichst vielen Menschen in unserer Stadt das Fahrrad als Verkehrsmittel Nummer 1 anzubieten", freut sich Stadtbaurat Robin Denstorff über die Auszeichnung und richtet gleichzeitig den Blick auf die anstehenden Aufgaben. "13 neue Velorouten in die Außenstadtteile und Umlandgemeinden werden dafür sorgen, dass Fahrradpendler deutlich zügiger, durchgängiger und komfortabler unterwegs sein werden. Wir werden weitere Entwicklungen anschieben, um das Radfahren in Münster noch attraktiver zu machen. Hierzu gehören beispielsweise die Bevorrechtigung des Radverkehrs, das Fahrradparken oder ein Ausbau des Radwegenetzes." Promenade: Vorfahrt für Radfahrer zwischen Neutor und Windthorststraße geplant Bereits im Juni wird in der Bezirksvertretung Mitte und im Planungsausschuss die Bevorrechtigung des Radverkehrs an den Promenadenquerungen auf der Agenda stehen. Der 4,5 Kilometer lange Verteilerring soll in einem ersten Schritt vom Neutor bis zur Windthorststraße bevorrechtigt werden. Das heißt, dass die Radfahrer auf der Promenade künftig an den vier Querungen Am Kreuztor, an der Kanalstraße, am Hörstertor und an der Salzstraße Vorfahrt haben sollen. "Uns schwebt eine Durchgängigkeit vor, die dem hohen Radverkehrsanteil auf der Promenade gerecht wird. Ohne bauliche Maßnahmen wird das aber nicht funktionieren, eine schlichte Umkehr der Vorfahrtsregelung reicht nicht aus", erklärt Denstorff. Parallel soll ein Konzept erarbeitet werden, dass für die übrigen Querungsstellen wie zum Beispiel Aegidiistraße und Gerichtsstraße Lösungen aufzeigt. Auch Brücken oder Unterführungen wie am Mauritztor sind durchaus denkbar. Münsterland: Familienfreundliche Fahrradregion Im Wettbewerb um die Fahrradregion des Jahres belegt das Münsterland den dritten Rang in der Kategorie "Familie". Bernadette Spinnen, Leiterin von Münster Marketing, führt das gute Ergebnis auch auf das beeindruckende Radwegenetz zurück. "Familien sind sehr anspruchsvoll im Hinblick auf Komfort und ungestörtes Radfahren - auf den 4500 Kilometer langen Radwegen in Münster und im Münsterland kommen sie voll auf ihre Kosten. Alltagsmobilität per Fahrrad und Freizeitradler genießen in unserer Stadt daher gleichermaßen einen hohen Stellenwert und das Fahrrad verbindet Münster und das Münsterland in besonderer Weise."
Kreativ in eine Zukunft ohne Plastik / Projekte für Landesprogramm „Kultur und Schule“ ausgewählt
LFP Redaktion

Kreativ in eine Zukunft ohne Plastik / Projekte für Landesprogramm „Kultur und Schule“ ausgewählt

Münster - Muss man alles mitmachen, um dazuzugehören? Wann und wo beginnt das „Anders sein“ - mit der Wahl der Kleidung, durch Sprache, mit Vorurteilen oder Fremdenhass? Junge Menschen spüren ihren Gefühlen nach und transportieren Erlebtes in Geschichten für ein öffentliches Schulpublikum. Andere Jugendliche teilen Erfahrungswerte, wann Ausgrenzung stattfindet und entwickeln Theatersequenzen. Warum wurde man in der Historie anders behandelt? Was gilt heute und was zukünftig in einer digitalisierten Welt? Den Themen sind im Landesprogramm „Kultur und Schule“ keine Grenzen gesetzt. Da inszenieren 15-Jährige eine Zukunft ohne Plastik: Sie hauchen dem Müll in Form moderner Kunst neues Leben ein, begegnen dem Stoff nur noch als Erinnerung - „post plastics“ also. Andere fragen nach dem Phänomen Angst in Gesellschaft, Politik und Unterhaltung und den schwindenden Rückzugsmöglichkeiten ins Private. Fotografisch, perfomativ und elektronisch thematisieren Elftklässler das Sammeln und Verwerten von Daten. Aus 30 Anträgen münsterscher Schulen hat eine Jury 27 Projekte ausgewählt, die Kreativität und schöpferische Produktivität von Kindern und Jugendlichen fördern. Kulturamtsleiterin Frauke Schnell nach der Jurysitzung: „Die Vielfalt mit einem breit aufgestellten Angebot von Tanz und Theater über Video und Literatur bis hin zu Performance und neuen Medien ist uns wichtig, gerne auch im Zusammenspiel der Sparten.“ Alle Schulformen, auch darauf achtet die Jury, kommen bei den Projekten zum Zuge. Das Land fördert die außerschulischen Angebote zur kulturellen Bildung mit rund 70 000 Euro. Über ihre Verteilung auf die Vorschläge von Künstlern und Schulen hat die Jury mit ihren Mitgliedern Schulamtsdirektorin Alice Lennartz, Regina Wegmann (kulturelle Jugendbildung), den Künstlern Christoph Bäumer, Stephan US und Thomas Philipzen, Georg Veit und Martin Giesecke (beide Bezirksregierung Münster) sowie Frauke Schnell und Hilla Thesing (Kulturamt) entschieden. Nach den Sommerferien geht es in die neue Runde.

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