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Feuerwehr braucht Verstärkung
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Feuerwehr braucht Verstärkung Münster - Die Feuerwehr Münster muss verstärkt werden, um auf die Bedarfe einer wachsenden Stadt zu reagieren. So lautet die Kernbotschaft des Brandschutzbedarfsplans für Münster, der jetzt mit gutachterlicher Unterstützung fortgeschrieben werden soll. Danach benötigt die Berufsfeuerwehr im Laufe der kommenden Jahre zusätzliches Personal und Verbesserungen der Gebäude, zudem soll die Freiwillige Feuerwehr stärker unterstützt werden. „Der Brandschutzbedarfsplan zeigt, dass die Feuerwehr weiterentwickelt werden muss, um auch in Zukunft ein gutes Sicherheitsniveau für die Menschen in unserer Stadt zu gewährleisten“, sagt Stadtrat Wolfgang Heuer und ergänzt: „Umfassender Schutz und schnelle Hilfe sind Aufgaben, die nur mit den passenden Ressourcen zu realisieren sind.“ Das Gutachten zum Brandschutzbedarfsplan unterstreicht die Notwendigkeit der in Hiltrup geplanten dritten städtischen Wache für die Berufsfeuerwehr sowie das Bauprogramm für die Standorte der Freiwilligen Feuerwehr. Von den Wachen 1 (York-Ring), 2 (Theodor-Scheiwe-Straße) und dem zukünftigen Neubau 3 (Hiltrup) können die Feuerwehrleute nach Experteneinschätzung bei Bränden innerhalb von acht Minuten nach Alarmierung die Einsatzorte in den städtischen Bereichen Münsters erreichen. Erkannte Defizite im vorhandenen Leistungsspektrum, aber auch das prognostizierte Bevölkerungswachstum machen einen mehrjährigen Aufbau von insgesamt 63 Stellen der Feuerwehr notwendig, etwa um die steigende Zahl von Notrufen entgegenzunehmen sowie genügend Einsatzkräfte zur Bekämpfung von Bränden bereitzuhalten. Die meisten dieser Stellen verstärken den 24-Stunden-Einsatzdienst an sieben Tagen in der Woche. „Bei dem jetzigen Arbeitskräftemangel und angesichts des Ausscheidens geburtenstarker Jahrgänge aus dem Feuerwehrdienst wird es für uns eine Herausforderung, genügend Brandmeisterinnen und Brandmeister auszubilden“, stellt Gottfried Wingler-Scholz, Leiter der Feuerwehr Münster, die Bedeutung der Suche nach Nachwuchskräften heraus. Der Brandschutzbedarfsplan sieht daher vor, zeitnah ein Ausbildungszentrum zu etablieren, wobei der Standort so gewählt werden sollte, dass dort perspektivisch die bisherige Wachenstruktur sinnvoll ergänzt werden könnte. Eine wichtige Säule der Gefahrenabwehr ist in Münster die Freiwillige Feuerwehr mit derzeit rund 630 Kräften im aktiven Einsatzdienst. Sie soll bei Bränden in außenliegenden Stadtteilen innerhalb von zehn Minuten nach Alarmierung am Einsatzort eintreffen. Durch Förderung des Engagements und vermehrte Schulungsangebote soll die ehrenamtliche Feuerwehrarbeit gestärkt werden. Auch im Bereich der Ausrüstung besteht Handlungsbedarf. Sonderfahrzeuge zur schnellen Menschenrettung, Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung sowie ein Teleskop-Gelenkmast für Einsätze in größeren Höhen sollen die Möglichkeiten der Berufsfeuerwehr erweitern. Bei der Freiwilligen Feuerwehr müssen in den nächsten fünf Jahren 29 Fahrzeuge altersbedingt ersetzt werden. Auch organisatorische Maßnahmen wie ein besseres Flottenmanagement und möglichst freie Fahrt für Feuerwehrfahrzeuge im Straßenverkehr werden als Aufgabe für die Stadt Münster formuliert. Die Stadt Münster ist alle fünf Jahre zur Fortschreibung der Brandschutzbedarfsplanung verpflichtet. Die Maßnahmen und Bedarfe sind so gewählt, dass bei mindestens 90 Prozent der Einsätze die definierten Anforderungen zur Eintreffzeit sowie der Anzahl und Qualifikation der Feuerwehrleute vor Ort eingehalten werden können. Der Brandschutzbedarfsplan soll am 24. April durch den Rat der Stadt Münster beschlossen werden.

Endspurt für neue Kita an der Sonnenstraße
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Endspurt für neue Kita an der Sonnenstraße Münster - An der Sonnenstraße baut das städtische Amt für Immobilienmanagement aktuell das ehemalige Hauptzollamt zu einer der größten Kitas in Münster sowie zu zwei Großtagespflegen um. Zukünftig sollen dort insgesamt rund 170 Kinder Platz finden. Die Arbeiten laufen seit Mitte 2022 und befinden sich nun in den letzten Zügen. Anfang Juni ziehen die ersten Kinder ein, bis Ende Juni soll das gesamte Gebäude bezugsfertig sein. In den Osterferien starten die notwendigen Straßenbauarbeiten. Ab Montag, 25. März, ist die Sonnenstraße daher zwischen der Wevelinghofergasse und der Mauritzstraße für rund zehn Wochen nicht befahrbar. Der Umbau des ehemaligen Hauptzollamtes erfolgt nach den Plänen des Architekturbüros AKT Architekten Krych und Tombrock aus Münster und in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Die bestehenden Gebäude sind gemäß Altstadtsatzung als erhaltenswert eingestuft. Um die Neun-Gruppen-Kita barrierefrei zu gestalten, wurde zwischen den beiden Bestandsgebäuden ein Zwischenbau errichtet. Anfang Juni werden dieser Bereich sowie ein Teil des Altbaus fertiggestellt, sodass die Kita mit den ersten vier Gruppen sowie die beiden Großtagespflegen ins neue Gebäude einziehen können. Parallel wird in den verbleibenden Gebäudeteilen der Innenausbau abgeschlossen. Bis Ende Juni soll dann die gesamte Kita bezugsfertig sein. Straßenbauarbeiten ab den Osterferien Während die Arbeiten an der Kita selbst auf Hochtouren laufen, starten ab den Osterferien auch die dazugehörigen Straßenbauarbeiten. Ab Montag, 25. März, schließen die Stadtnetze Münster die Kita an das öffentliche Versorgungsnetz an. Dazu ist die Sonnenstraße zwischen der Wevelinghofergasse und der Mauritzstraße für den Kfz-Verkehr vollgesperrt. Wer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, kann die Baustelle während der Arbeiten der Stadtnetze jederzeit passieren. Direkt im Anschluss beginnt das städtische Amt für Mobilität und Tiefbau mit der Erneuerung der Fahrbahn und der Gehwege der Sonnenstraße. Die Arbeiten starten am Montag, 8. April, und dauern voraussichtlich rund acht Wochen an. In dieser Zeit ist die Sonnenstraße zwischen der Wevelinghofergasse und der Mauritzstraße für den Kfz-, Rad- und Fußverkehr vollgesperrt. Um trotz der Sperrung einen reibungslosen Schulbetrieb zu gewährleisten, richtet das Amt für Mobilität und Tiefbau für die Schülerinnen und Schüler des Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums separate und gesicherte Fußwege zur Schule ein. Während des ersten Bauabschnitts (circa bis Ende April) erfolgt der Zugang über den Fuß- und Radweg zwischen der Promenade und der Sonnenstraße. Im zweiten Bauabschnitt (circa ab Anfang Mai) ist der Schulhof über die Mauritzstraße zu erreichen. Die Stadtnetze und das Amt für Mobilität und Tiefbau sind bemüht, die Verkehrsbehinderungen und Lärmbelästigungen während der Bauarbeiten so gering wie möglich zu halten, und bitten für mögliche Unannehmlichkeiten um Verständnis.

Baustatistik: 2.221 neue Wohnungen für Münster
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Baustatistik: 2.221 neue Wohnungen für Münster Münster (SMS) In Münster wurden im vergangenen Jahr 2.221 Wohnungen fertiggestellt. Das zeigen Auswertungen der städtischen Statistikdienststelle. Damit ist der Wert höher als in den letzten Jahrzehnten. In jüngerer Vergangenheit, von 2019 bis 2022, schwankte er zwischen 1.510 und 2.107. Mit 835 Wohnungen war der Zuwachs im Stadtbezirk Mitte 2023 am größten. Das entspricht einem Anteil von 37,6 Prozent an der Gesamtzahl der neuen Wohnungen. Damit setzt sich der Trend aus den Jahren 2019 bis 2022 fort – auch hier führte der Stadtbezirk Mitte die Statistik immer an. 2023 lag dies unter anderem am Zuwachs in Rumphorst, allein hier entstanden 257 neue Wohnungen. Im Stadtbezirk West wurden 730 Wohnungen fertiggestellt. Einen großen Anteil daran hatte das studentische Wohnquartier Leoland in Sentrup. Der Stadtteil ist durch die räumliche Nähe zu vielen Hochschulstandorten und Lehrstätten geprägt. Im Stadtbezirk Südost sind die 361 neuen Wohnungen vor allem auf die Bauprojekte im York-Quartier zurückzuführen. Die Wohnbautätigkeiten in den Stadtbezirken Hiltrup (132 Wohnungen), Nord (91 Wohnungen) und Ost (72 Wohnungen) trugen ebenfalls zur Gesamtentwicklung bei. Von den 2.221 fertiggestellten Wohnungen entstanden 2.108 im Neu- und 113 im Umbau. 61,1 Prozent der Neubauwohnungen wurden durch Wohnungsbauunternehmen realisiert. Das spiegelt sich auch in der Auswertung nach Gebäudeart wider: 91,5 Prozent entstanden in Mehrfamilienhäusern. Bei 67,7 Prozent der Neubauwohnungen wurde auf eine traditionelle, eigene Heizungsanlage verzichtet und stattdessen auf Fernwärme als Heizquelle gesetzt. 2019 lag der Anteil der Fernwärme noch bei 36,7 Prozent und ist seitdem kontinuierlich gestiegen. Gasheizungen wurden in 14,4, Wärmepumpen in 13 Prozent der Wohnungen installiert. Der Bauüberhang – also die Anzahl der Wohnungen, die genehmigt, aber noch nicht fertiggestellt waren – lag Ende 2023 bei 3.536. Von diesen befanden sich 1.836 Wohnungen bereits im Bau, davon waren 1.162 rohbaufertig. Besonders stechen hier die Stadtteile Schützenhof (472 Wohnungen), Gievenbeck (405 Wohnungen) und Gremmendorf-West (293 Wohnungen) hervor. Genehmigt wurden 2023 in Münster 1.458 Wohnungen. Davon sollen 1.271 im Neubau entstehen. Für 187 Wohnungen wurden Umbaumaßnahmen genehmigt. Von den genehmigten Neubauwohnungen sollen 1.025 in Mehrfamilienhäusern und 246 in Ein- und Zweifamilienhäusern realisiert werden. Die historisch hohe Zahl von 2.221 fertiggestellten Wohnungen belegt die anhaltenden Bemühungen, sowohl durch Neubauprojekte als auch durch die intelligente Umnutzung bestehender Strukturen, auf den stetig wachsenden Wohnungsbedarf in Münster zu reagieren. Die Zahl der sich im Bau befindlichen Wohnungen (1.836) bestätigt das nach wie vor hohe Niveau der Bautätigkeit in Münster. Insgesamt befindet sich der deutsche Immobilien- und Wohnungsmarkt aufgrund der Zinsentwicklung und der weiterhin hohen Baukosten jedoch in einer schwierigen Phase. Indikatoren für diese herausfordernden Zeiten lassen sich auch aus den hiesigen statistischen Daten ablesen. So ist die Zahl der genehmigten Wohnungen die niedrigste der letzten fünf Jahre und der Bauüberhang ist im Verhältnis zu den Jahren 2021 und 2022 relevant gesunken.

awm: Tag der offenen Tür am 21. April 2024 in Coerde
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awm: Tag der offenen Tür am 21. April 2024 in Coerde Münster - „Die awm öffnen Türen: Hallo Zukunft“ - unter diesem Motto laden die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Groß und Klein zum Tag der offenen Tür an ihrem Standort in Coerde (Zum Heidehof 52/81) ein. Am Sonntag, 21. April, von 11 bis 17 Uhr, gibt es spannende Einblicke hinter die Kulissen der awm. An 14 Stationen erzählen die awm an Beispielen wie der Restabfall- und Bioabfallverwertung oder dem zukünftigen Recyclinghofkonzept die Entwicklung von der Abfall- zur Kreislaufwirtschaft in Münster. Auch die Geschichte vom Monte Scherbelino – wie die Zentraldeponien im Münsterschen Volksmund in der Vergangenheit liebevoll genannt wurden – zum jetzt rekultivierten Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten spielt dabei eine Rolle. „Wir geben Rückblicke in die Vergangenheit und Ausblicke in die Zukunft“, sagt Manuela Feldkamp, Unternehmenssprecherin der awm. „Es geht um unser Ziel, dass wir gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie im Netzwerk aus vielen Kooperationspartnern die Abfallmengen in Münster bis 2030 deutlich reduzieren wollen“, so Feldkamp. Das Netzwerk der awm wächst kontinuierlich. Auf dem großen „Markt der Möglichkeiten“ präsentieren einige der awm-Partnerinnen und Partner beim Tag der offenen Tür ihre konkreten Angebote zur Abfallvermeidung, für bessere Wertstofftrennung und mehr Stadtsauberkeit. „Natürlich kann man auch in der Kehrmaschine mitfahren, Abfallsammelfahrzeuge von innen erkunden oder sich beim Tonnenrennen beweisen. Wir erwarten außerdem mit Känguru Blicki einen Botschafter für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, der den Kids an den großen Fahrzeugen unter anderem die Gefahren des toten Winkels erklärt“, berichtet Feldkamp. Alle Teilnehmenden haben zudem die Chance auf tolle Preise. Dazu müssen an mindestens acht von 14 Stationen Teilnahmestempel gesammelt werden. Pro richtig beantworteter Frage oder gelöster Aufgabe gibt es einen Stempel. „Schon für die Teilnahme am Gewinnspiel gibt es eine kleine Aufmerksamkeit“, verrät Feldkamp. Die awm empfehlen die Anreise zum Standort Coerde mit dem Fahrrad, Parkmöglichkeiten für Autos sind vor Ort begrenzt vorhanden. „Wir bieten außerdem am 21. April ab 10.45 Uhr stündlich einen Shuttle-Service vom Hauptbahnhof Münster mit einem elektrisch angetriebenen Doppeldecker-Bus an, der rund 60 Plätze fasst. Der Bus nimmt auf dem Rückweg dann natürlich auch wieder Fahrgäste mit zum Hauptbahnhof“, sagt Feldkamp.

Neuer Stadtrundgang zeigt Münsters Nachhaltigkeitsziele
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Neuer Stadtrundgang zeigt Münsters Nachhaltigkeitsziele Münster - Wer sich für eine gerechtere und nachhaltigere Welt interessiert, kann sich einem neuen Stadtrundgang durch Münster anschließen. Er führt zu zehn interaktiven Stationen, an denen die Teilnehmenden erfahren, wie in Münster an der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gearbeitet wird („Sustainable Development Goals“, kurz SDGs). Ziel ist es, die Menschen in Münster zu motivieren, sich aktiv zu beteiligen, dieses Ziel zu erreichen.   Die Stadt Münster ist mit ihrem Amt für Umwelt, Grünflächen und Nachhaltigkeit sowie mit der Stabsstelle Klima an zwei Stationen des Rundgangs beteiligt. An der Kiepenkerl-Statue geht es um nachhaltige regionale Ernährung. Anhand eines Rätsels wird erfahrbar, mit welchen Produkten sich Münster theoretisch selbst versorgen kann.  Die münstersche Aa lädt ein, darüber nachzudenken, welche Rolle Wasser im Klimasystem spielt, und wo Wassermangel oder Wasserüberfluss zur Gefahr werden können.  Münster ist eine der ersten nordrhein-westfälischen Kommunen, die im Rahmen des Modellprojektes „Globale Nachhaltige Kommune“ die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen zur Förderung nachhaltigen Friedens, Wohlstands und zum Schutz der planetaren Grenzen auf kommunaler Ebene in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie 2030 konkretisiert.  Unter Beteiligung vieler Kooperationspartnerinnen und –partner gibt es acht weitere Stationen zu den Themen Textilien, Artenschutz, Klimagerechtigkeit, Antirassismus, Suffizienz, Fairer Handel, Masematte und Frauengeschichte.  Initiiert vom Bistum Münster und koordiniert vom entwicklungspolitischen Verein la tienda e.V. startet das Kooperationsprojekt nach einer Pilotphase im vergangenen Jahr in die neue Saison. Um der großen Nachfrage entsprechen zu können, sind 20 weitere Stadtführerinnen und Stadtführer ausgebildet worden. Das Projekt wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und dem Bistum Münster gefördert. Weitere Informationen finden sich im Internet auf der Seite „Kritische Stadtrundgänge Münster“: www.stadtrundgaenge-muenster.de. Einzelpersonen können sich zu öffentlichen Führungen anmelden, Schulen und außerschulische Gruppen können individuelle Termine vereinbaren.

Gemeinsam für den Klimaschutz: LWL-Auszubildende pflanzen 600 Bäume
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Gemeinsam für den Klimaschutz: LWL-Auszubildende pflanzen 600 Bäume Münster (lwl). Auszubildende des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) pflanzten in Münster nahe Gut Kinderhaus rund 600 Baumsetzlinge für den Klimaschutz. Mit dabei waren auch der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann, und die Erste Landesrätin und Kämmerin des LWL, Birgit Neyer. "Aktionen wie diese tragen dazu bei, unserem ambitionierten Ziel, klimaneutral zu werden, ein weiteres Stück näher zu kommen", erklärte Lunemann. "Denn Klimaschutz braucht das Engagement jedes Einzelnen. Jeder Beitrag zählt!" Die Aufforstungsfläche des LWL-Waldes in Münster biete die Möglichkeit, aktiv etwas für die Biodiversität und das Klima zu tun. Die Bäume, die zuvor auf der rund ein Hektar großen LWL-Fläche gestanden hatten, waren Extremwetterereignissen und Schädlingen zum Opfer gefallen. Mit den nun gepflanzten Stieleichen, Vogelkirschen und Hainbuchen setzt der LWL auf klimaresistente heimische Baumarten. Neyer: "Es ist toll zu sehen, wie engagiert unsere Auszubildenden beim Thema Klimaschutz sind, völlig unabhängig von ihren eigentlichen Tätigkeitsfeldern beim LWL." Die 95 Teilnehmenden kommen aus unterschiedlichen Ausbildungsberufen der LWL-Hauptverwaltung und der LWL-Kliniken Münster und Lengerich. "Wir legen gemeinsam Hand an, für das Klima der Zukunft. Die Auszubildenden können noch in vielen Jahren sehen, wie diese Bäume nachhaltig ihren Beitrag leisten. Auch das Regionalforstamt Münsterland von Wald und Holz NRW wirkte als Kooperationspartner an der Aktion mit. Adalbert Koch, Leiter des Regionalforstamts Münsterland, sagte: Der Wald im Münsterland kann jede Hilfe gut gebrauchen, denn er ist in den vergangenen Jahren durch Klimaextreme deutlich geschädigt worden. Was kann es da Besseres geben als das Pflanzen neuer Bäume als Startpunkt für einen nachhaltigen Wald.“

Das große Flattern - Deutschlandweite "Schmetterlings-Challenge 2024“
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Das große Flattern - Deutschlandweite "Schmetterlings-Challenge 2024“ Münster (lwl). Dieses Jahr rufen das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform "Observation.org" zur "Schmetterlings-Challenge 2024" auf. Gemeinsam soll die Schmetterlingsfauna in ganz Deutschland mit der Smartphone-App "ObsIdentify" als Foto erfasst werden, um Erkenntnisse über die Verbreitung verschiedener Arten von Nacht- und Tagfaltern zu sammeln. "Forschung soll Spaß machen, deswegen der Wettbewerb: Unter den Teilnehmenden an der Schmetterlings-Challenge gibt es ein Ranking und am Ende für die ersten Plätze auch attraktive Preise zu gewinnen", sagt Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs. "Der Wettbewerb läuft über das ganze Jahr 2024, denn auch im Winter kann man Schmetterlinge wie die Frostspanner finden.“ Der Wettstreit wurde initiiert durch das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e. V. und dem Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung und angewandte Ökologie (CIBRA) und wird unterstützt durch eine Spende der Stiftung Münster der Sparda-Bank West. In Deutschland leben etwa 3.700 Schmetterlingsarten, wovon die meisten zu den Nachtfaltern zählen. Nur zirka 190 Arten gehören zu den Tagfaltern. Schmetterlinge sind gute Indikatoren für intakte Lebensräume, da zahlreiche Arten hoch spezialisiert und an bestimmte Lebensraumstrukturen und Nahrungspflanzen gebunden sind. Wenn Schmetterlinge fehlen, kann das schon früh eine Gefährdung des Lebensraums anzeigen. Viele der heimischen Schmetterlingsarten stehen auf der Roten Liste und ihre Bestandsentwicklung ist rückläufig. "Es gibt zahlreiche Gründe für den zum Teil dramatischen Rückgang von Schmetterlingen und anderen Insekten", erklärt Landschaftsökologin Anika Gathof von der AG Tierökologie der Universität Münster. "Die Ausräumung der Landschaft durch Versiegelung und Fragmentierung, die Intensivierung der Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden sind einige davon. Der Klimawandel und veränderte Umweltbedingungen wirken sich auf die Artenzusammensetzungen und die Verbreitung der Tiere aus.“ Zum Schutz der Tagfalter sei es wichtig, ihr Nahrungsangebot zu verbessern und ihre Lebensräume zu erhalten, zu pflegen und wiederherzustellen. Tagfalter seien vor allem von heimischen Wildpflanzen abhängig. Beispielsweise könnten Wegränder, naturnahe Parks und Gärten den Faltern als Rückzugsort dienen. Außerdem hätten sie für die Menschen einen großen ökologischen Nutzen als Bestäuber. "Neben praktischen Artenschutzmaßnahmen und Monitoringkonzepten benötigen wir für den Erhalt und den langfristigen Schutz der Biodiversität auch den Einsatz vieler ehrenamtlich Naturschützenden", betont die Landschaftsökologin. Das aktuelle Problem des Rückgangs der Biodiversität betrifft auch die Nachtfalter. Oft sind die Arten auf bestimmte einheimische Pflanzen spezialisiert. Ein artenreiches Biotop ist essenziell, um Futter für verschieden Falterarten zu bieten. Die Nachtfalter leben an verschiedenen Pflanzenarten, und von den Faltern und ihren Raupen ernähren sich wiederum die Vögel. "Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einem Nahrungsnetz und zeigt, wie wichtig es ist, nicht nur einzelne Arten, sondern die gesamte Artenvielfalt zu schützen", so Gathof. Um gezielte Schutzmaßnahmen ergreifen zu können, müssten die Bestände beobachtet werden. Neben offiziellen Zählungen, sogenannten Monitoring-Programmen, könnten alle Interessierten dazu beitragen. "Die Citizen Scientists, können wertvolle Daten für die Wissenschaft liefern", sagt Armin Dahl, Schmetterlingsexperte von der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. "Die gesammelten Daten werden für die Forschung und den Naturschutz genutzt. Dazu kann man seine Beobachtungen ganz einfach bei Observation.org im Internet speichern oder die App 'ObsIdentify' benutzen. Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App können alle Interessierten teilnehmen, auch ohne Artenkenntnis. Die Daten kann man bei jedem Spaziergang durch die Natur oder im eigenen Garten sammeln.“ Hintergrund
Wer die meisten Arten fotografiert, gewinnt den Hauptpreis: eine kostenlose Teilnahme an einem Kurs der Wahl im Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer des LWL-Museums für Naturkunde - zusammen mit einer Begleitperson, Verpflegung inklusive. Der oder die Zweitplatzierte bekommt das Buch "Die Nachtfalter Deutschlands" geschenkt. Der Preis für den dritten Platz ist eine LWL-Museumscard, das ist eine Jahreskarte für das LWL-Museum für Naturkunde und alle anderen LWL- und LVR-Museen in NRW. Gewertet werden alle Schmetterlinge, also Tag- und Nachtfalter und ihre Raupen und Puppen. Dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass die Tiere möglichst wenig gestört und nicht verletzt werden. Bis zum 31. Dezember 2024 können die Bilder hochgeladen werden. Diese werden dann durch eine Künstliche Intelligenz von ObsIdentify bestimmt und durch Expert:innen der Plattform überprüft. Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt "Schmetterlings-Challenge 2024" im Internet bereit: http://www.schmetterlinge.lwl.org Fragen an: germany@observation.org

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