Rubrik: Bauen, Wohnen & Immobilien

Auf dem Stundenplan steht Bauunterhaltung - Handwerker an 29 Schulen im Einsatz
LFP Redaktion

Auf dem Stundenplan steht Bauunterhaltung - Handwerker an 29 Schulen im Einsatz

Münster - Sommerferien hin oder her: In vielen Schulen Münsters herrscht reger Betrieb, geben sich Handwerker und städtische Architekten die Klinke in die Hand. Das Amt für Immobilienmanagement nutzt die unterrichtsfreie Zeit und hat etliche bauunterhaltende Maßnahmen in den Stundenplan eingetragen. Die to-do-Liste ist mit 49 Baustellen in 29 Schulen gut bestückt „In diese Instandsetzungen und Modernisierungen investiert die Stadt rund 6,5 Millionen Euro“, fasst Abteilungsleiter Georg Mümken zusammen und verweist auf Fördermittel: „Rund 673 000 Euro steuert das Programm der NRW-Bank und des Landes für die Verbesserung der kommunalen Schulinfrastruktur bei.“ Es finanziert neue Fenster für das Anne-Frank-Berufskolleg (222 000 Euro) und kommt der Primusschule Berg Fidel, der Mauritzschule, der Pleisterschule und dem Schillergymnasium zugute. Mit dem Geld werden WC-Anlagen saniert, Schulhöfe aufgewertet, Decken, Böden und Licht erneuert, Keller abgedichtet. 929 000 Euro nimmt die Stadt insgesamt für das Schulzentrum Wolbeck in die Hand. Nach der Zweifachsporthalle (2016 fertiggestellt) bringt die Sanierung nun auch die Dreifachsporthalle auf Vordermann. Marode Grundleitungen und der mehrfach geflickte Schwingboden (276 000 Euro) werden ersetzt. Auf 508 000 Euro beläuft sich die große Sanierung der sechs Umkleideräume mit Duschen und WC, darunter ist auch eine barrierefreie Toilette. Lehrer finden demnächst eine eigene Umkleide vor. Bessere Schalldämmung verspricht eine neue Akustikdecke. „Sechs Ferienwochen sind zu knapp. Für dieses umfangreiche Programm haben wir einen Zeitraum von Mitte Juni bis zu den Herbstferien kalkuliert“, erläutert Fachstellenleiterin Antje Hemmen. „Von den sanierten Umkleiden profitieren auch die Wolbecker Sportvereine, die die Dreifachhalle nutzen“. Handwerker steigen aufs Dach Einigen Schulen steigen die Handwerker aufs Dach. So wird in der Thomas-Morus-Schule das undichte Flachdach über dem Klassen- und Verwaltungstrakt - Jahrgang 1968 - ersetzt (170 000 Euro). Immer wieder war zuletzt repariert worden. Und doch war die Dämmung im Laufe der Jahrzehnte immer wieder feucht geworden. Auch am Dach der Kreuzschule hat der Zahn der Zeit genagt. 1200 Quadratmeter groß ist die Fläche, die einen neuen Schutz erhält plus neue Dachrinnen und Fallrohre. 210 000 Euro stehen dafür im Haushaltsplan. Am Ende der Ferien zeigt sich die Grundschule im Kreuzviertel wieder ohne Gerüst. Ein umfangreiches Baufeld eröffnet sich in der Overbergschule. So gibt es nach zwischenzeitlichen Renovierungen jetzt für die Außen-WC-Anlagen aus den 1960er Jahren eine umfassende Frischzellenkur (240 000 Euro). „Das Gebäude wird entkernt und grundsaniert. Leitungen, Keramik und Boden - alles kommt auf einen zeitgemäßen Stand“, beschreibt Antje Hemmen das Bauvorhaben. Ein barrierefreies WC ist eingeplant sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Bis Ende September ist für diese Modernisierung vorgesehen, Ersatz-WC-Container helfen in der Übergangszeit aus. Zum Gesamtpaket in Höhe von 550 000 Euro gehört auch der Ersatz von einigen hundert Metern Trinkwasser- und Abwasserleitungen. Die kaum noch durchlässigen Zink-Leitungen werden durch Edelstahlrohre ersetzt. Ausgedient hat auch der alte Sporthallenboden. Er wird mit einem elastischen Linoleumboden wieder tauglich gemacht. Endspurt für die PCB-Sanierung am Pascal-Gymnasium: Abschließend nehmen die Fachleute dort die Klassenräume im 2. und 3. Obergeschoss sowie Fachräume in den Angriff. Danach folgen Flure und Treppenhäuser. Laufen die PCB-Messungen im Herbst positiv, kann 2019 ein Schlussstrich unter die 3,7 Mio. Euro schwere Maßnahme gezogen werden, die 2012 erstmals in Angriff genommen wurde. Zudem werden im Pascal-Gymnasium abgehängte Akustikdecken und die Beleuchtung in den Klassen erneuert. Der Schulkiosk zieht um und bekommt neben der Schulmensa einen eigenen Raum. Dort wird auch eine kleine Umkleide für das Küchenpersonal abgezweigt. Auch das Schulzentrum Hiltrup profitiert vom Sommerprogramm des städtischen Immobilienmanagements. Dorthin fließen bis zum Ende des Jahres 150 000 Euro für die Vergrößerung des Lehrerzimmers der Johannes-Gutenberg-Realschule. 140 000 Euro stehen für die Erneuerung der Vorbereitungsräume Physik im Kant-Gymnasium im Plan. In der Geist-Primusschule wird die Lehrküche komplett entkernt, saniert und die Einrichtung auf Stand gebracht (150 000 Euro), und in der Realschule im Kreuzviertel wird den Schülern nach den Ferien ein Licht aufgehen: Die Erneuerung der (Sicherheits-)Beleuchtung und der Akustikdecken stehen dort auf dem Sommerferienprogramm.
Münsters höchste Baustelle: OB Lewe besichtigt Sanierungsarbeiten am Funkturm
LFP Redaktion

Münsters höchste Baustelle: OB Lewe besichtigt Sanierungsarbeiten am Funkturm

Münster - Seit Wochen sind Teile des Funkturms Münster hinter einer Plane versteckt. Hier war nicht der Verhüllungskünstler Christo am Werk, sondern das höchste Bauwerk der Stadt wird aufwendig saniert. In schwindelerregender Höhe bekommt der Beton eine neue Schutzschicht gegen extreme Wettereinflüsse. Mit 230 Metern ist der Funkturm im Stadtteil St. Mauritz das höchste Gebäude Münsters und versorgt die Region mit Fernseh- und Radioprogrammen, Mobilfunk, Richtfunk sowie weiteren Funkdiensten, beispielsweise für Behörden oder Amateurfunker. Die meisten Antennen für diese Dienste befinden sich auf vier Plattformen ab 113 Metern Höhe sowie direkt am Turmschaft. Die Antennen für den neuen Fernsehstandard DVB-T2, der in Münster kürzlich in Betrieb gegangen ist, sind in der rot-weiß-gestreiften Spitze untergebracht. „Sturm, Regen und Frost wirken sich in großer Höhe besonders stark auf die Bausubstanz aus“, erklärt Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer der DFMG Deutsche Funkturm GmbH. „Daher versiegeln wir die Betonoberfläche mit einer speziellen Schutzschicht gegen Witterungseinflüsse.“ Durch die Baumaßnahmen kommt es zu keinen Beeinträchtigungen der Funkdienste. Die Sanierungsarbeiten finden am oberen Teil des Turms zwischen 137 und 207 Metern Höhe statt. In mehreren hundert Fahrstuhlfahrten wurden zuerst die Teile für das Gerüst und dann das Beschichtungsmaterial nach oben transportiert. Für die Bearbeitungsfläche von etwa 900 Quadratmetern – das ist etwas größer als ein Handballfeld – werden rund sieben Tonnen Material verarbeitet. Die für große Höhen speziell geschulten Fachkräfte sind während der Sanierung durch Seile gesichert und arbeiten stets in Teams zusammen. Oberbürgermeister Markus Lewe besuchte Münsters höchste Baustelle: „Die Logistik und die Leistungen der Höhenarbeiter sind sehr beeindruckend, genauso wie der Blick auf unsere schöne Stadt.“ Im Oktober sollen die Arbeiten beendet und das Gerüst wieder abgebaut sein. Der Funkturm wurde in Stahlbetonweise errichtet und 1986 fertiggestellt. Sein Gewicht beträgt 14 500 Tonnen. Alleine die 40 Meter breite Betriebskanzel in 108 Metern Höhe wiegt 1600 Tonnen. 2007 wurde mit einem Lastenhubschrauber die Spitze des Turms getauscht, wodurch der Turm vier Meter wuchs. Vor zehn Jahren hatte das Unternehmen bereits die Oberfläche des unteren Teils saniert. „Unser Funkturm trotzt seit mehr als 30 Jahren Wind und Wetter. Damit das auch in den nächsten Jahrzehnten so bleibt und er die Region weiterhin mit Funkdiensten versorgt, investieren wir regelmäßig in seinen Erhalt“, so Bruno Jacobfeuerborn. Die DFMG Deutsche Funkturm GmbH mit Sitz in Münster ist Teil der Deutschen Telekom und betreibt deutschlandweit mehr als 28.000 Funkstandorte.
Sommer-Baustellenprogramm 2018: Stadt investiert 1 Million in Erhalt der Straßen
LFP Redaktion

Sommer-Baustellenprogramm 2018: Stadt investiert 1 Million in Erhalt der Straßen

Münster - Wenn andere Ferien machen, legt das Tiefbauamt zusätzliche Tag- und Nachtschichten ein. Während der Schulferien investiert die Stadt mit Sommerbaustellen rund 1 Million Euro in den Erhalt von Münsters Straßen - parallel und zusätzlich zu den ohnehin laufenden Großbaustellen. Fast alle Sommerbaustellen werden sich erheblich auf den Verkehrsfluss auswirken. Um die nicht vermeidbaren Verkehrsbehinderungen möglichst kurz zu halten, stehen auch Vollsperrungen und Nachtarbeit an. Ein Schwerpunkt ist die Hafenstraße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Albersloher Weg. Aber auch der Albersloher Weg und der Schifffahrter Damm werden instandgesetzt. Daneben werden die Großbaustellen Wolbeck-Mitte, Kanalstraße, Piusallee, Hansaring und Umgehungsstraße/B51 fortgeführt. Hafenstraße Los geht es zu Beginn der Sommerferien am Montag, 16. Juli, auf der Hafenstraße. Dort stehen Fahrbahnarbeiten zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und dem Albersloher Weg an. Die Arbeiten werden vom 16. bis 19. Juli in Nachtarbeit ausgeführt. Während der Bauarbeiten ist eine Vollsperrung des Straßenabschnitts erforderlich. Ottmarsbocholter Straße Vom 16. bis 27. Juli wird die Fahrbahn der Ottmarsbocholter Straße zwischen Hartmannsbrook und der Stadtgrenze erneuert. Wegen des engen Straßenquerschnitts ist während der Bauarbeiten eine Vollsperrung des Straßenabschnitts erforderlich. Geiststraße Am 26. und 27. Juli wird auf der Geiststraße im Bereich des Stauraums vor der Kreuzung mit der Hammer Straße die Fahrbahn erneuert. Da die Stadtwerke auf der Geiststraße ebenfalls Bauarbeiten unter Vollsperrung planen, erfolgen auch die Arbeiten des Tiefbauamtes unter Vollsperrung. Albersloher Weg Am 31. Juli und 1. August wird auf dem Albersloher Weg zwischen dem Gremmendorfer Weg und dem Keltenweg auf der stadtauswärtigen Seite die Fahrbahn instandgesetzt. Die Arbeiten werden in Nachtarbeit ausgeführt. Während der Bauarbeiten ist eine Vollsperrung des Straßenabschnitts erforderlich. Industrieweg Am 2. und 3. August folgt die Fahrbahn-Instandsetzung auf dem Industrieweg zwischen der B51 und dem Dahlweg. Die Arbeiten werden in Nachtarbeit ausgeführt. Während der Bauarbeiten ist eine Vollsperrung des Straßenabschnitts erforderlich. Grevener Straße Vom 6. bis 22. August wird die Grevener Straße zwischen Ermlandweg und Kanalstraße zur Baustelle. Auch hier wird in Nachtarbeit die Fahrbahn instandgesetzt und der Straßenabschnitt wird während der Bauarbeiten gesperrt. Schifffahrter Damm Am 23. und 24. August stehen Fahrbahn-Arbeiten auf dem Schifffahrter Damm zwischen der Weserstraße und der Saarstraße an. Es wird ebenfalls nachts gearbeitet und der Straßenabschnitt wird während der Arbeiten gesperrt.
Planung für neues Wohngebiet Zentrum Nord auf der Zielgeraden
LFP Redaktion

Planung für neues Wohngebiet Zentrum Nord auf der Zielgeraden

Münster - Letzte Etappe in der Entwicklung eines neuen großen Wohnquartiers im Zentrum Nord: Das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung hat den neuen Bebauungsplan Nr. 586 zur Beschlussfassung vorgelegt: Auf dem bisher unbebauten Areal an der Anton-Bruchausen-Straße sehen die Planungen rund 530 neue Mietwohnungen vor. Der Planungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung (am 21. Juni) sein positives Votum abgegeben. Nun kann der Rat am 4. Juli den Weg frei machen zum Baurecht. Die vorausgehenden Verfahrensschritte sind in sehr schneller Taktung absolviert worden: Zwischen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit im September 2017, der Offenlegung des Bebauungsplans-Entwurfs im Februar/März diesen Jahres und dem bevorstehenden Satzungsbeschluss liegen jeweils nur wenige Monate. „Im Blick auf die steigende Nachfrage nach Wohnraum ist es zugleich Anspruch und Verpflichtung, die Verfahren der Bauleitplanung mit Tempo voranzubringen“, erklärt Stadtbaurat Robin Denstorff. Das Quartier entsteht im unmittelbaren Kernbereich des Zentrums Nord und damit in innenstadtnaher Lage. Die Planungsverwaltung steuert das Projekt in enger Zusammenarbeit mit den Investoren CM Immobilien Entwicklung GmbH und Sahle Wohnen GmbH & Co. KG. Mit einem Anteil von mindestens 30 Prozent geförderten und 30 Prozent förderfähigen Nettowohnflächen entspricht das geplante Quartier den städtischen Anforderungen zur Schaffung von günstigem Wohnraum und nachgefragten Wohnungsgrößen. CM Immobilien und Sahle Wohnen werden die insgesamt rund 530 Wohnungen zur Miete anbieten, Eigentumswohnungen sind nicht vorgesehen. Im Angebot wird ein breiter Wohnungsmix sein: Die Palette reicht von Ein-Zimmer-Appartements bis zur 5-Zimmer-Familienwohnung, auch Sonderwohnformen wie beispielsweise altengerechtes Wohnen soll es geben. Eine neue Kindertagesstätte - für sechs Gruppen - ist im nördlichen Teilbereich des Quartiers geplant.
Siegerentwürfe für das Schulzentrum Kinderhaus - Ausstellung im Stadthaus 3
LFP Redaktion

Siegerentwürfe für das Schulzentrum Kinderhaus - Ausstellung im Stadthaus 3

Münster - Das ambitionierte Ausbauprogramm an Münsters Schulen umfasst auch das Schulzentrum Kinderhaus. Neu- und Umbauten sollen hier künftig den Flächen- und Raumbedarf für Unterricht, Differenzierung und das Schulleben decken. Für den Neubau einer zweizügigen Grundschule plus Mensa hatte das Amt für Immobilienmanagement einen Wettbewerb ausgelobt. Die Siegerentwürfe werden in einer Ausstellung im Stadthaus 3 präsentiert. Den ersten Preis vergab die Jury an das Team „Kuckert Architekten BDA“ (Münster) mit „Junker + Kollegen Landschaftsarchitektur“ (Georgsmarienhütte). „Der Beitrag überzeugt vor allem durch seine klare innere Gliederung, mit hoher räumlicher und funktionaler Qualität“, heißt es in der Begründung. Einen zweiten Platz erkannte die Jury dem Büro „h2 architekten + städtebauer“ (Emsdetten) in Kooperation mit „scape Landschaftsarchitekten“ (Düsseldorf) zu, gefolgt von dem Warendorfer Team „Klein.Riesenbeck Assoziierte“ mit Hildegard Weil-Suntrup. Über Anerkennungen dürfen sich Büros aus Dortmund, Hamburg und Herford freuen. Insgesamt hatten elf Planungsteams, besetzt mit Architekten und Landschaftsarchitekten, Beiträge für den Wettbewerb eingereicht. Info: Die Ausstellung läuft bis zum 7. Mai in der Glashalle des Stadthauses 3, Albersloher Weg 33. Öffnungszeiten: montags bis bis mittwochs 8 bis 16 Uhr, donnerstags 8 bis 18 Uhr, freitags bis 13 Uhr.

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