Rubrik: Beruf, Karriere & Bildung

Studentin aus französischer Partnerstadt bekommt Einblicke in Schulverwaltung
LFP Redaktion

Studentin aus französischer Partnerstadt bekommt Einblicke in Schulverwaltung

Beckum - Die 19-jährige Studentin des deutsch-französischen Rechts Laetitia Villet absolviert zurzeit ein vierwöchiges Praktikum bei der Stadt Beckum. Im Fachdienst Schule und Sport erfährt sie, unter welchen Voraussetzungen Schülerfahrkosten erstattet werden und was für den Offenen Ganztag in den Beckumer Schulen zu tun ist. So lernt sie, wie man Bescheide formuliert, Förderanträge stellt oder Excel-Tabellen anlegt. „Excel war mir ganz neu. Aber ich finde es sehr nützlich für mein Studium“, so die selbstbewusste junge Frau. Sie erledigt aber nicht nur den „Papierkram“, wie sie selber sagt. Sie begleitet die deutschen Kolleginnen in die Schulen, hat an einem Pressetermin teilgenommen und dabei geholfen, im Keller Akten zu sortieren. „Ich habe schon wegen des sehr netten Teams unheimlich viel gelernt“, so Laetitia. Die sympathische Studentin aus La Celle Saint-Cloud ist zweisprachig aufgewachsen, da ihre Mutter aus Wien stammt. Ihr Vater ist Franzose. Ihr anspruchsvolles Studium absolviert sie sowohl in Cergy (nordwestlich von Paris) als auch in Düsseldorf. Im 2. Semester ist ein Verwaltungspraktikum in Deutschland vorgeschrieben. Da lag Beckum als Partnerstadt ihrer französischen Heimatstadt nahe. Mit dem deutsch-französischen Studiengang profitiert sie nicht nur von den umfassenden Einblicken in beide Rechtssysteme, sondern auch von unterschiedlichen Lehrmethoden. „In Frankreich lernt man zunächst nach und nach die Gesetze kennen. In Deutschland geht es gleich an die Bearbeitung von Fällen, obwohl man die Gesetze noch nicht kennt“, stellt sie einen wesentlichen Unterschied heraus. In Beckum lebt sie bei ihrer Gastfamilie Laukemper. „Das sind sehr nette Leute“, findet Laetitia. Mit Tochter Carla, die zurzeit für ihr Abitur am Albertus-Magnus-Gymnasium lernt, hat sie am vergangenen Wochenende in Münster eine Gegen-Demo besucht. Auch politisch sind die jungen Frauen auf einer Wellenlänge.
Medienscouts-Weiterbildung im Kreis Warendorf
LFP Redaktion

Medienscouts-Weiterbildung im Kreis Warendorf

Ein Leben ohne Smartphone und Internet ist für viele Kinder und Jugendliche nicht mehr vorstellbar. Die mobilen Endgeräte sind zum ständigen Begleiter geworden. Stundenlanges Zocken und Posten in Onlinewelten sind ein wesentlichen Bestandteil der Freizeitbeschäftigung von Jugendlichen. Doch wie viel Mediennutzung ist gesund? Wann beginnt eine exzessive Mediennutzung und wann wird diese zur Onlinesucht? Am vergangenen Donnerstag setzten sich 26 Medienscouts-Schüler und Medienscouts-Lehrer aus dem Kreis Warendorf mit dem Thema „Mediensucht“ auseinander. Zunächst ging es darum, das eigene Mediennutzungsverhalten zu reflektieren. Anhand eines Suchtverlaufes und der Zuordnung von Fallbeispielen und beliebten Apps wurde überlegt, wann Grenzen zwischen Konsum, verstärkter Nutzung und Missbrauch überschritten werden. Bei der Frage nach Schutzfaktoren vor Onlinesucht, waren sich alle einig, dass reale Freunde, Hobbies und Regeln wichtige Faktoren sind. Mit vielen praktischen Anregungen zur Umsetzung sind sie an ihre Schulen zurückgekehrt. Referentinnen des Fortbildungstages waren Katrin Diekhoff, Rita Niemerg und Franziska Ruhe vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf. Hintergrund: Medienscouts – Schüler helfen Schülern Das 2012 initiierte Projekt „Medienscouts NRW“ der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), zielt darauf ab, Schüler in der Sekundarstufe I für die Risiken medialer Angebote zu sensibilisieren und den selbstbestimmten, kritischen und kreativen Umgang mit Medien zu fördern. Das Besondere dabei: Schüler werden mit Unterstützung des Netzwerks Medien im Kreis Warendorf und der LfM zu Experten in Medienfragen ausgebildet und stehen dann ihren Mitschülern bei Schwierigkeiten im Alltag zur Seite.
Was sind intelligente Verbraucher? / JuniorCampus startet ins Sommersemester 2018
LFP Redaktion

Was sind intelligente Verbraucher? / JuniorCampus startet ins Sommersemester 2018

Kreis Warendorf - Das HOCHSCHUL-KOMPETENZ-ZENTRUM studieren & forschen e.V. hat zusammen mit seinen Mitgliedshochschulen Bielefeld, Hamm-Lippstadt, Münster und Südwestfalen wieder ein spannendes und vielseitiges Programm für das Sommersemester 2018 zusammengestellt. In den vier JuniorCampus-Vorlesungen werden Professorinnen und Professoren wissenschaftliche Themen anschaulich darstellen und dadurch Jugendlichen einen ersten Einblick in ein Hochschulstudium geben. Die Veranstaltungen im Überblick: - 16.03.2018 „Regenerative Energieerzeugung und intelligente Verbraucher!“ Prof. Dr. Eva Schwenzfeier-Hellkamp, Fachhochschule Bielefeld - 20.04.2018 „Mathematische Spielereien – von wegen nur trockene Zahlen!“ Prof. Dr. Mark Schülke, Fachhochschule Südwestfalen - 08.06.2018 „Energie im Wandel der Zeit – wie wir unsere Zukunft (um)gestalten!“ Prof. Dr. Torsten Cziesla, Hochschule Hamm-Lippstadt - 29.06.2018 „Warum regnet es so viel?“ Prof. Dr. Helmut Grüning, Fachhochschule Münster „Die Auftaktveranstaltung beschäftigt sich mit regenerativer Energieerzeugung. Eva Schwenzfeier-Hellkamp und Dirk Hansmeier von der Fachhochschule Bielefeld werden u.a. erklären, wie eine Photovoltaikanlage funktioniert und was intelligente Verbraucher sind“, verrät Bettina Dittmar, Projektleiterin des HOKO. Die Vorträge richten sich an Jugendliche im Alter von 10 – 16 Jahren. Sie finden statt im Berufskolleg in Beckum und haben eine Dauer von ca. 60 – 80 Minuten, Beginn ist jeweils um 16:00 Uhr. Wer an drei Veranstaltungen des JuniorCampus teilnimmt, wird mit einem JuniorCampus-Zertifikat belohnt, bei vier Teilnahmen winkt zusätzlich die Verlosung eines „Tablet“. Anmelden können sich Jugendliche ab sofort unter www.hoko-waf.de und erhalten dann ihren JuniorCampus-Ausweis. Für Fragen zur Veranstaltungsreihe JuniorCampus steht Bettina Dittmar T 02521 8505-55 dittmar@hoko-waf.de gerne zur Verfügung.
Das Spiel ist die Sprache des Kindes - Fortbildung für Pflegeeltern zum Thema Spiel
LFP Redaktion

Das Spiel ist die Sprache des Kindes - Fortbildung für Pflegeeltern zum Thema Spiel

Beckum - Diplom-Sozialpädagogin Doris Buitinck referierte im Rahmen einer Fortbildung für Pflegeeltern zum Thema Spiel. In die Räume der Volkshochschule Beckum-Wadersloh hatten das Jugendamt der Stadt Beckum gemeinsam mit der Stadt Ahlen, Innosozial, dem Kinderschutzbund im Kreis Warendorf, dem Sozialdienst Katholischer Frauen sowie der Stadt Oelde eingeladen. Die Pädagogin (Supervisorin und Coach) aus Werne mit Weiterbildung in Psychotherapie für Kinder und Jugendliche hat langjährige Erfahrung als Spieltherapeutin und in der Beratung von Pflege- und Adoptivfamilien. So nahm sie das Spiel von Kindern unter Berücksichtigung der Entwicklung von Pflegekindern in den Blick. Zunächst stellte die Referentin aus Werne das kindliche Spiel als eine Ausdrucksform von Gefühlen und als wichtiges Mittel zur Verarbeitung von Konflikten dar. Kinder werden aus unterschiedlichen Gründen aus ihren Familien herausgenommen, beispielsweise weil sie vernachlässigt wurden oder innerfamiliärer Gewalt (die seelisch und körperlich zugefügt werden kann) ausgesetzt waren. Zur Verarbeitung dieser belastenden Erfahrungen benötigen die Kinder ihre Bezugspersonen als Spielpartner, um ihnen zu zeigen, was sie erlebt haben. Insbesondere das Rollenspiel kann ein Schlüssel zum Verständnis des Kindes sein. Welche Rollen spielt es besonders häufig, und wie gestaltet es sie aus? Im Rollenspiel kann das Kind Gefühle wahrnehmen, seine Impulse ausleben und Erlebtes durch Reproduzieren nacherleben. Liegen traumatisierende Erlebnisse zugrunde, können diese im Rollenspiel in Worte gefasst und der Vergangenheit zugeordnet werden, um dann in einer vertrauensvollen, schützenden Beziehung neue, korrigierende Erfahrungen machen zu können. Im Spiel kommen aber auch die kindliche Neugierde und Entwicklung zum Ausdruck. So kann das Spiel allmählich den Weg zu einer altersgerechten Entwicklung freimachen. Im praktischen Teil berichteten die Teilnehmerinnen über das Spielverhalten ihrer Pflegekinder und bekamen praktische Hinweise zum Umgang mit dem Spiel der Kinder.
Schule – und dann? Vielfältige Angebote im Kreis Warendorf
LFP Redaktion

Schule – und dann? Vielfältige Angebote im Kreis Warendorf

Im Rahmen des Landesprogramms „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“ fand in der Kreishandwerkerschaft Beckum ein Fachtag zum Thema Übergangsangebote nach der Sekundarstufe I statt. 60 Studien- und Berufswahlkoordinatoren (StuBos) aller Schulen im Kreis Warendorf erhielten dabei einen Überblick über die vielfältigen Angebote für Schülerinnen und Schüler nach der 10. Klasse. Die Veranstaltung wurde von der Kommunalen Koordinierungsstelle und den Schulaufsichten organisiert. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Günter Schrade, führten die Moderatoren Jutta Rohoff-Schaden (Kommunale Koordinierungsstelle Kreis Warendorf) und Dietmar Schade (Bezirksregierung Münster) durch einen informativen Tag mit Fachvorträgen der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, Handwerkskammer Münster, Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, des Jobcenters Kreis Warendorf sowie Regionalagentur Münsterland und des Vertreters der Berufskollegs. Wichtig ist die individuelle berufliche Orientierung der jungen Menschen, sodass jedem Jugendlichen ein passgenaues Anschlussangebot im Übergang von der Schule in den Beruf gemacht werden kann, so Richard Osterholt von der GIB (Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung), die das ESF-geförderte Landesprogramm „KAoA“ fachlich begleitet. Die Angebote im Übergang umfassen sowohl betriebliche, außerbetriebliche als auch vollzeitschulische Bildungsgänge. Im Nachmittagsbereich wurden vom LWL-Integrationsamt und der Agentur für Arbeit Workshops zu inklusiven Übergangsangeboten für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf sowie von der Bildungskoordination und dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Warendorf Workshops zu Angeboten für Neuzugewanderte durchgeführt. Einen weiteren Schwerpunkt setzte die Bezirksregierung Münster mit Informationen darüber, wie die Berufs- und Ausbildungswünsche der Jugendlichen erfasst werden können. Für alle Beteiligten war es ein produktiver Fachtag, der reichlich neue Informationen zum Übergangssystem bot. Die Broschüre ist auf der Homepage der Kommunalen Koordinierungsstelle des Kreises Warendorf als Download unter www.kreis-warendorf.de/unsere-themen/bildung/kommunale-koordinierungsstelle/info-arbeitsmaterialien/ verfügbar. Weiterführende Informationen erhalten Sie online unter: www.mags.nrw/uebergang-schule-beruf-startseite oder direkt bei der Kommunalen Koordinierungsstelle für den Übergang Schule-Beruf im Kreis Warendorf: 02581/ 5340-45; koko@kreis-warendorf.de.
Auftakt zum KidS-Projekt - Jugendliche schauen hinter die Kulissen der Kommunalpolitik
LFP Redaktion

Auftakt zum KidS-Projekt - Jugendliche schauen hinter die Kulissen der Kommunalpolitik

Warendorf - Bürgermeister Axel Linke begrüßte elf Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Laurentianum im Sitzungssaal des Historischen Rathauses und gab den Startschuss für das Projekt „Beweg was! Kommunalpolitik in der Schule“, kurz KidS-Projekt. Bei diesem Projekt absolvieren die Jugendlichen ein „Praktikum bei einem Ratsmitglied“. Nach einem informativen Vortrag zum Zusammenwirken von Politik und Verwaltung stand zunächst das Kennenlernen in den Arbeitsgruppen im Vordergrund. Die Jugendlichen durften vorab eine Wunsch-Fraktion angeben, die sie in den kommenden Wochen bei der Arbeit begleiten möchten. Fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer hospitieren bei der Warendorfer CDU-Fraktion, zwei bei der Fraktion der SPD und vier bei der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Sie begleiten ihre Mentorinnen und Mentoren zu Fraktions- und Ausschusssitzungen und werden dabei auch die Arbeit des Stadtrates kennenlernen. Ziel ist, den Jugendlichen näher zu bringen, wie Kommunalpolitik funktioniert, wie politische Entscheidungen getroffen werden und wie die Zuständigkeiten zwischen Politik und Verwaltung verteilt sind. Das KidS-Projekt findet bereits zum dritten Mal in Warendorf statt und läuft über mehrere Wochen bis Mitte März. Zum Abschluss werden die Jugendlichen in einem Gespräch mit Bürgermeister Axel Linke über ihre Erfahrungen diskutieren und gemeinsam mit ihren Mentorinnen und Mentoren den Landtag in Düsseldorf besuchen.

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