Rubrik: Tiere & Tiernahrung

Zwerggleitbeutler neue Bewohner im Löwenhaus
LFP Redaktion

Zwerggleitbeutler neue Bewohner im Löwenhaus

Münster - Man muss schon genau hinsehen, um die quirligen Tiere zu entdecken, die in einer waghalsigen Geschwindigkeit ihr neues Zuhause erkunden. Gleich neben den Nilflughunden gibt es einen neuen, abgedunkelten Bereich, denn Zwerggleitbeutler sind nachtaktiv. Damit die Besucher tagsüber die Tiere zu sehen bekommen, ist der Tag- Nachtrhythmus in dem Gehege um 12 Stunden verschoben werden. Das bedeutet, dass zu Besuchszeiten im Gehege NACHT herrscht, während dann am Abend die Beleuchtung angeht. Mit den Zwerggleitbeutlern zieht nun die zweite Beuteltierart, neben den Bennett-Kängurus, in den Allwetterzoo ein. Sie sind eine der kleinsten Beuteltierarten mit einer Gesamtlänge von gerade mal 80 mm. Die an der australischen Ostküste beheimateten Tiere sind dazu fähig, an glatten Oberflächen, wie Rinde oder Blattstrukturen Halt zu finden. So kann man die Tiere im Allwetterzoo mit ein wenig Glück sogar vertikal an Glasscheiben kletternd beobachten. Mit ihren Gleitmembranen, die sich an der Körperseite zwischen den Vorder-und Hintergliedmaßen befinden, können die Zwerggleitbeutler weite Sprünge vollführen und so bis zu 20 m weit gleiten. Im Verhältnis zu deren geringe Körpergröße eine immens weite Strecke. In Münster ist nun eine Gruppe mit insgesamt 32 Tieren, ausschließlich männlichen Tieren ansässig, da immenser Männerüberschuss herrscht. In ganz Europa werden die Tiere nur in 12 Zoos gehalten – in Deutschland ausschließlich in Frankfurt und nun in Münster. Zwerggleitbeutler finden sich manchmal in der Nähe des Menschen und gelten als häufige Tiere. Sie zählen bisher nicht zu den bedrohten Arten. Weitere Informationen unter: www.allwetterzoo.de.
Löwendame Zeta feiert ihren 20. Geburtstag
LFP Redaktion

Löwendame Zeta feiert ihren 20. Geburtstag

Münster - Vor vor 20 Jahren wurde die afrikanische Löwin Zeta im Givskud Zoo in Dänemark geboren. 5 Jahre später kam sie in den Allwetterzoo Münster. Dort wartete schon Löwenkater Jarah, der ihr fortan Gesellschaft leistete. Man könnte sagen, dass es Liebe auf den ersten Blick war. So brachte Zeta insgesamt 15 Löwenkinder zur Welt, Tochter Tahama, im Jahr 2007 geboren wurde, lebt heute noch zusammen mit ihr im Allwetterzoo. Zeta hat mit 20 Jahre ein stolzes Löwenalter und ist immer sehr fit. Sie ist verfressen wie eh und je und immer noch die Chefin im kleinen Familienrudel. Zum Geburtstag gab es eine löwenstarke Überraschung von Revierleiterin Carin Fels und Kurator Dr. Dirk Wewers: zwei mit Geburtstagskerzen und Kuchen hübsch bemalte Geburtstagskartons und natürlich besonders schmackhaftem Inhalt. Zur Feier des Tages durfte sich das Geburtstagskind über Rinderfilet freuen, das gibt es nicht jeden Tag. Da Löwen Rudeltiere sind, wurde natürlich im Familienverbund gefeiert und Tochter Tahama bekam auch etwas ab. Es ist noch gar nicht lange her, da gab es noch sehr viele Löwen in Afrika, dass ihr Überleben als gesichert galt. Und dann kam die erschreckende Wende: Seit den 70er Jahren verschwanden 70 Prozent der in der Freiheit lebenden Bestände. Die Ursachen dafür sind wie sooft die Menschen. Bevölkerungswachstum, Landbau und die draus resultierenden Konflikte zwischen Mensch und Tier, dazu die enorme Wilderei haben den König der Tiere zur bedrohten Spezies gemacht. In einigen Regionen Afrikas ist der Löwe bereits ausgestorben.
Orang-Utan „Nonja“ aus dem Allwetterzoo musste trotz intensiver Therapie eingeschläfert werden
LFP Redaktion

Orang-Utan „Nonja“ aus dem Allwetterzoo musste trotz intensiver Therapie eingeschläfert werden

Bereits seit Jahren stand Nonja unter tierärztlicher Beobachtung, da sie aufgrund einer ausgeheilten Fraktur ihrer linken Hüfte, das Bein nachzog. Allerdings kam sie damit sehr gut zurecht und verhielt sich ansonsten unauffällig. Seit Sommer 2017 wurde sie erneut auffällig, da sie nun auch ihr anderes Bein nachzog. Zudem verschlechterte sich ihr allgemeiner Zustand deutlich, so dass die Zoologische Leitung und das Zootierärzte-Team beschlossen, Nonja zu röntgen, um die Ursache für ihren Zustand festzustellen. Es wurden keine röntgenologischen Auffälligkeiten festgestellt, die über die altersbedingte Abnutzung hinausgingen. Um sicher zu sein, folgte im August noch ein CT von Nonjas Beinen und ihrem Rücken. Dieses bestätigte, dass das linke Bein komplett versteift und das rechte in der Hüfte blockiert war. Es folgte eine Therapie ähnlich wie beim Menschen, der an Arthrose erkrankt ist. Ende Dezember stellten die Pfleger und Tierärzte Schwellungen am Gesäß bei Orang-Utan Nonja fest. Eine Therapie gestaltete sich aufgrund des irreparablen Hüftschadens als sehr schwierig. Dennoch wurde das Management umgestellt, um Nonja den Alltag zu erleichtern. Die Zootierärzte holten sich zudem Rat beim Tiermedizinischer Berater des Orang-Utan-Zuchtbuchs (EEP). Schließlich erstellten alle Beteiligten zusammen, d.h. die Kuratorin der Menschenaffen, die Tierpfleger und die Zootierärzte ein sogenanntes Animal Welfare Assessment für Nonja. Das Animal Welfare Assessment beschreibt den Gesundheits-Werdegang des Tieres mit dem Ziel, unnötiges Leiden zu verhindern. Nach Erstellung des Assessments und mehreren intensiven Gesprächen bezüglich möglichen Management- und Therapie-Umstellungen wurde folgende Prognose erstellt: Eine Abheilung bei Orang-Utan Nonja ist aufgrund der irreparablen Beinschäden und des zunehmend schlechteren Allgemeinzustands nicht möglich, so dass die Zoologische Leitung gemeinsam mit dem Zoodirektor und den Pflegern entschieden haben, Nonja am 16. Januar 2018 einzuschläfern. Ihrer Tochter Niah und der restlichen Orang-Utan-Gruppe wurde anschließend hinter den Kulissen die Möglichkeit zum Abschied nehmen gegeben. Niah versteht sich sehr gut mit ihrem Halbbruder Mr. Miyagi und auch Orang-Utan-Weibchen Temmy kümmerte sich schon in der Vergangenheit sehr gut um die Kleine. Nonja wurde am 18. Juni 1977 im Zoo Köln geboren, am 22. Mai 1986 kam sie in den Allwetterzoo nach Münster. Aufgrund von altersbedingten Erkrankungen und des schlechten Allgemeinzustandes wurde sie am 16. Januar 2018 nach langer Therapie eingeschläfert. Orang-Utan Nonja gehört zu einer stark bedrohten Menschenaffenart, die auf Borneo beheimatet ist. Nonja bekam zwei Jungtiere im Allwetterzoo Münster: Am 25. Mai 1989 wurde ihr Sohn Batu geboren, der nun im Zoo in Twycross lebt und bereits selber für Nachwuchs gesorgt hat. Und am 8. Mai 2013 brachte Nonja ihre Tochter Niah im Allwetterzoo Münster zur Welt.
Das Konzept Masterplan 2030 plus für den Allwetterzoo Münster ist fertig
LFP Redaktion

Das Konzept Masterplan 2030 plus für den Allwetterzoo Münster ist fertig

Münster - Zwei Jahre intensive Arbeit haben sich gelohnt: Das Konzept Masterplan 2030 plus für den Allwetterzoo Münster ist fertig und Zoodirektor Dr. Thomas Wilms zeigt sich erleichtert, dass das Konzept Masterplan 2030 plus bei der Vorstellung im Aufsichtsrat des Allwetterzoos und im Verwaltungsvorstand der Stadt Münster äußerst positiv aufgenommen wurde und starke Unterstützung findet. „Der Allwetterzoo Münster ist ein sehr attraktiver Zoo und das wollen wir auch bleiben – die Herausforderung für die Zukunft sehe ich in der Verbesserung der wirtschaftlichen Grundlage des Allwetterzoos um die erheblichen Sanierungsnotwendigkeiten im Gebäudebestand und der Technik zu beseitigen und in der konzeptionellen Weiterentwicklung des Zoos“ erklärt Dr. Thomas Wilms. „Wir sind stolz, dass der Allwetterzoo Münster von den Bürgerinnen und Bürgern Münsters und des Münsterlandes eine solch breite Unterstützung findet und wir nun ein Konzept auf dem Tisch haben, mit dem das erfolgreiche Allwetterzoo-Konzept weiter entwickelt werden kann“, bestätigt Rainer Knoche, Vorsitzender des Zoo-Aufsichtsrates. Hauptziele des Masterplankonzeptes 2030 plus sind, das Profil des Allwetterzoos als Artenschutz- und Bildungsinstitution zu schärfen, die Qualität der Tierhaltung zu optimieren, die Attraktivität des Zoos für die Besucher nochmals zu steigern und den Allwetterzoo hinsichtlich des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen weiter zu verbessern. „Das Masterplankonzept 2030 plus basiert auf einer detaillierten Analyse des aktuellen IST-Zustandes, wobei alle Bereiche des Allwetterzoos eingehend untersucht wurden“ so Wilms. „Das Allwetter-Konzept ist ein Alleinstellungsmerkmal für unseren Zoo, auf das wir weiter aufbauen werden. Im Rahmen des Konzeptes Masterplan Allwetterzoo 2030 plus wird dem Thema ‚Allwetterzoo‘ das Thema ‚Klima‘ als zukünftiges Ordnungsprinzip des Zoos zur Seite gestellt. Der Allwetterzoo wird sich zum Klima- und Artenschutzzoo weiterentwickeln – damit schaffen wir für unseren Zoo ein weiteres Alleinstellungs­merkmal“ erklärt Dr. Thomas Wilms. Die zukünftige Einteilung des Allwetterzoos wird bestimmt durch die Klimazonen Gemäßigte Zone, Subtropen und Tropen. Dadurch wird es möglich, die Tierarten aus den unterschiedlichen Klimazonen der Erde nebeneinander zu zeigen und übergeordnete Themen – etwa zur Biodiversität in den einzelnen Klimazonen, den spezifischen Anpassungen der Tiere an das Klima ihres Lebensraumes aber auch zur Gefährdung durch den Klimawandel – zu vermitteln. Im Eingangsbereich wird es den sog. Klima- und Artenschutzcampus geben, in dem es ein großes Bildungsangebot zum Thema Natur-, Klima- und Artenschutz geben wird. Dort wird der Allwetterzoo auch über seine Aktivitäten im Natur- und Artenschutz detailliert informieren. Das Konzept Masterplan Allwetterzoo 2030 plus In den letzten zwei Jahren wurden alle Bereiche des Allwetterzoos begutachtet: Jedes Gebäude und jede Außenanlagen wurden hinsichtlich des Sanierungsbedarfs überprüft und bewertet. Aus dieser Überprüfung wurde eine Prioritätenliste der Sanierungsnotwendigkeiten erstellt und mit einer Kostenanalyse hinterlegt. Darüber hinaus wurden folgende Punkte schwerpunktmäßig bearbeitet: - Evaluation der tiergärtnerischen Qualität und des Tierbestandes - Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung für den Zoo - Erhöhung der Wettertauglichkeit des Zoos - Maximierung der Nebeneinnahmen - Reduzierung der laufenden Kosten Aus diesen Einzelergebnissen wurde das Masterplankonzept Allwetterzoo 2030 plus entwickelt. Die Eckpunkte des Konzeptes sind: - Weiterentwicklung des Allwetterzoos zu einem Klima- und Artenschutzzoo - Stärkung des Bildungsangebotes hinsichtlich Natur-, Klima- und Artenschutzthemen im Klima- und Artenschutzcampus und Ausbau der Kooperationen im Artenschutz-, Bildungs- und Forschungsbereiches - Einführung der Klimazonen als Ordnungsprinzip im Tierbestand - Verbesserung der tiergärtnerischen Qualität - Erhöhung der Attraktivität des Allwetterzoos für seine Besucher - Beseitigung der dringenden Sanierungsnotwendigkeiten Um diese Ziele zu erreichen sind im Zeitfenster 2019-2030 folgende Maßnahmen vorgesehen: 1. Beseitigung der akuten Sanierungsnotwendigkeiten: Kostenschätzung 27,5 Mio. EUR 2. Durchführung von 2 Pilotprojekten (Pilotprojekt 1: Südamerikanisches Pantanal; Pilotprojekt 2: Asiatische Inselwelt und Afrikanische Savanne) zur Attraktivitätssteigerung des Allwetterzoos: Kostenschätzung 31,5 Mio. EUR Das Gesamtvolumen des Masterplans Allwetterzoo 2030 plus beträgt 59 Mio. EUR. Abschlussfrage an Zoodirektor Dr. Thomas Wilms: Wird es auch neue Tierarten im Allwetter-Klimazoo geben? „Wir haben alle Tierarten bei uns im Zoo bewertet hinsichtlich Ihrer Relevanz für den Artenschutz, also ihres Bedrohungsstatus, hinsichtlich ihrer Rolle für den Zoo und hinsichtlich ihrer Attraktivität für die Besucher. Es wird auf der Basis dieser Analysen natürlich auch Änderungen im Tierbestand geben“ betont Dr. Wilms. „Zu viel werde ich nicht verraten, nur so viel: Wenn alles so funktioniert, wie wir uns das vorstellen, dürfen sich die Zoobesucher beispielsweise auf Brillenbär, Flachlandtapir, Tamandua, Riesenotter, Baumkänguru, Helmkasuar, Gibbons und Komodowaran sowie noch weitere neue Tierarten freuen…“
Giraffenbulle Rocky aus dem Allwetterzoo wird Niederländer
LFP Redaktion

Giraffenbulle Rocky aus dem Allwetterzoo wird Niederländer

Kurz vor seinem dritten Geburtstag verlässt Giraffenbulle Rocky den Allwetterzoo Münster in Richtung Niederlande. „Wir müssen Rocky jetzt abgeben, bevor er in die Verlegenheit kommt seine Mutter oder Schwester zu decken, mit denen er hier bei uns zusammen lebt“, erklärt Kuratorin Dr. Simone Schehka aus dem Allwetterzoo. „Wir freuen uns, dass wir einen guten Platz im Zoo Beekse Bergen für ihn gefunden haben, wo er gemeinsam mit gleichaltrigen Bullen in einer Junggesellengruppe leben wird.“ Am Dienstagmorgen verlässt der Giraffentransport Münster in Richtung Niederlande mit Zwischenstopp in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, um einen zweiten Giraffenbullen mit auf die Reise zu nehmen. Begleitet wird der Transport von Allwetterzoo-Pflegerin Nina Klegin, die Rocky die Eingewöhnung in eine noch unbekannte Umgebung erleichtern soll. „Das Team hat professionelle und tolle Arbeit geleistet“, freut sich Dr. Schehka. "Schon im Vorfeld hat die Zusammenarbeit unter den drei Zoos wunderbar funktioniert und auch der Transport, die Ankunft und die Eingewöhnung verliefen gut, so dass Frau Klegin schon wieder auf dem Rückweg nach Münster ist. Es ist beruhigend zu wissen, dass Rocky bei den Niederländischen Kollegen in guten Händen ist.“ Rocky ist am 29. Dezember 2014 im Allwetterzoo geboren. Seinen Namen verdankt er seinem Paten Christoph Metzelder, der ihn 2015 nach Rogier „Rocky“ Krohne vom SC Preußen Münster benannt hat. Im Allwetterzoo Münster leben nun noch Rockys Mutter Makena und Schwester Nala im Giraffenhaus. Weitere Informationen finden Sie unter www.allwetterzoo.de
Tiger und Leoparden hautnah im Allwetterzoo - REWE übernimmt die Patenschaften
LFP Redaktion

Tiger und Leoparden hautnah im Allwetterzoo - REWE übernimmt die Patenschaften

„Wir haben die Sanierung und Erweiterung der Tiger- und Leopardenanlagen im Allwetterzoo von Beginn an verfolgt“, so Martin Nientied vom REWE Markt an der Catharina Müller Straße in Münster. „Großkatzen sind tolle Tiere und zudem besonders schützenswert. Wir finden das Engagement der Zoos im Bereich Artenschutz toll und sind ein Stück weit auch stolz, dass der Zoo in unserer Stadt, also der Allwetterzoo Münster, im Bereich Artenschutz eine Vorreiterrolle in der Zoowelt hat. Dieses Engagement möchten wir als regionaler Markt gerne unterstützen.“ Somit war den insgesamt zehn REWE Märkten in Münster sofort klar, mit welchem münsterschen Partner sie ihr 90-Jahre-REWE-Jubiläum feiern bzw. welche Einrichtung sie in Münster gerne mit ihrem Jubiläums-Budget unterstützen möchten. „Anfang Oktober gab es ein Gewinnspiel in den zehn REWE Märkten, bei dem man pro Markt je eine Zoojahreskarte und Tagesausflüge in den Allwetterzoo Münster gewinnen konnte“, erklärt Erwin Decker, Marktmanager vom REWE Markt am Kreuztor. Der Höhepunkt der Jubiläumszusam­menarbeit sei die Übernahme der Patenschaften für die vier Großkatzen, deren neue Anlagen erst Mitte September eingeweiht wurden. „Nely, Fedor, Bara und Jahrom haben sich schnell eingelebt“, erklärt Tierpflegerin Carin Fels. „Ihre Lieblingsplätze haben sie auch schon belegt und besonders Fedor präsentiert sich gerne vor den großen Besucherscheiben, während Leopard Jahrom eher noch skeptisch und vorsichtig ist…“ „Wir freuen uns, dass REWE gleich für alle vier Großkatzen die Patenschaften übernommen hat“, erklärt Stefanie Heeke Leiterin Kommunikation und Marketing im Allwetterzoo Münster. „Sowohl die beiden Tiger Nely und Fedor wie auch die Leoparden Bara und Jahrom sind absolute Charaktertiere und sehr beliebt bei unseren Besuchern. Aber vor allem im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung der sanierten und vergrößerten Katzenanlagen freuen wir uns natürlich, das REWE uns im Rahmen der Patenschaften ideell und auch finanziell unterstützt“, so Heeke. „Mit REWE Münster kooperieren wir bereits seit über zehn Jahren.“ Begonnen hat die partnerschaftliche Beziehung zwischen Zoo und REWE im Jahr 2006 als REWE die Patenschaften für die damals geborenen Löwenbabys übernommen hat. Mit Tierpatenschaften unterstützen Sie die Arbeit des Zoos. Weitere Informationen über Tierpatenschaften finden Sie auf:
Gänsegeier-Nachwuchs aus dem Allwetterzoo wird erneut im bulgarischen Balkangebirge ausgewildert
LFP Redaktion

Gänsegeier-Nachwuchs aus dem Allwetterzoo wird erneut im bulgarischen Balkangebirge ausgewildert

Gleich zwei Küken, ein männlicher und ein weiblicher Vogel, sind in diesem Jahr im Allwetterzoo Münster bei den Gänsegeiern geschlüpft. Der weibliche Greifvogel bleibt im Allwetterzoo, der männliche hat Münster bereits am Sonntag, 22. Oktober, in Richtung Bulgarien verlassen. Dort wird er im Rahmen eines Auswilderungsprojektes auf ein neues Leben vorbereitet. Noch ahnt der Jungvogel nicht, dass er in einigen Monaten auf sich gestellt sein wird und sein Fressen selbst suchen muss; denn er wird im bulgarischen Balkangebirge ausgewildert. Allwetterzoo-Kurator Dr. Dirk Wewers, der den Transport erstmalig begleitet hat, freut sich, dass es dieses Projekt gibt: „Die Auswilderung im Zoo geborener Tiere ist ein besonderes Highlight! Wir bringen einen weiteren Gänsegeier in ein Gebiet zurück, in dem diese Art im vergangenen Jahrhundert ausgerottet wurde.“ Bereits acht Vögel hat der Allwetterzoo seit 2011 erfolgreich an das Auswilderungsprojekt abgegeben. Die Nachzucht aus 2017 ist somit der neunte Geier, der Münster in Richtung Bulgarien verlassen hat. Der Junggeier wurde in eine große, für den Transport per Flugzeug geeignete Box gesetzt, und mit einem Kleintrans­porter von Münster zum Frankfurter Flughafen gefahren. Mit den notwendigen behördlichen Genehmigungen ausgestattet, ging es von dort per Flieger via Sofia nach Stara Zagora und in die Auswilderungsstation. Dort gewöhnt sich der Gänsegeier zunächst in einer Voliere an seine neue Heimat. Nach einigen Monaten wird er mit einem Sender ausgestattet in die Natur entlassen, aber an einem Futterplatz weiterhin versorgt. Im Rahmen des wissenschaftlich begleiteten Projektes gibt es regelmäßige Fütterungen für die schon freilebenden Geier. Geier sind „Gesundheitspolizisten“ Gänsegeier fressen wie alle anderen Geier fast ausschließlich tote Tiere, im Zoo wie in der Natur. Die großen Vögel waren lange Zeit als „Gesundheitspolizisten“ gern gesehen. Kein Aas blieb in ihrem Gebiet liegen und die Ausbreitung von Seuchen wurde so verhindert. Doch die Menschen sahen auch in den Geiern Nahrungskonkurrenten und rotteten sie aus. Sie sorgten dafür, dass Viehkadaver nicht liegen blieben oder legten gar vergiftete Köder aus. Heute brüten die meisten Gänsegeier Europas in Spanien. Doch auch dort wird das Leben für die Geier schwerer, denn aufgrund der tierseuchenhygienischen EU-Verordnungen dürfen Tierschützer keine Kadaver mehr für die Vögel auslegen. Geier-Auswilderungsprojekt in Bulgarien Das Geier-Projekt startete erstmals im Jahr 2010. Es wird in Zusammenarbeit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und der Stiftung zum Schutz der Geier gemeinsam mit den bulgarischen Naturschutzorganisationen Green Balkans und Fund for Wild Flora and Fauna organisiert und finanziert. Im Jahr 2015 wurde das erste Geierjungtier von ausgewilderten Vögeln aufgezogen und auch in 2016 ging der Bruterfolg in der freien Wildbahn weiter. Geier-Nachzuchten aus dem Allwetterzoo Münster werden seit 2011 erfolgreich im bulgarischen Projekt ausgewildert. Geier-Schutz im Allwetterzoo Münster Seit März 2016 informiert der Allwetterzoo seine Besucher in einer interaktiven Ausstellung „Geier-Restau­rant“ zum Thema Geier und Geierschutz. Die Auswilderung, der im Zoo geschlüpften Geier-Jungtiere in das Projekt in Bulgarien wird dort ebenso thematisiert wie die Artenschutzarbeit des Zoos in Kambodscha, wo ein Geierrestaurant betrieben wird, das mittlerweile von zahlreichen Vögeln besucht wird. Das Besondere an der Ausstellung ist die Nähe zu den im Allwetterzoo lebenden Mönchs- und Gänsegeiern. Diese kann der Besucher nämlich durch Fenster im Ausstellungsraum beobachten, da sie in einer Voliere direkt neben dem „Geier- Restaurant“ untergebracht sind. Mehr zum Projekt auf www.greenbalkans.org und zum Allwetterzoo auf www.allwetterzoo.de
Von Hirten und Wölfen - Vielfalt behüten.
LFP Redaktion

Von Hirten und Wölfen - Vielfalt behüten.

Der Wolf ist zurück in Deutschland und stellt die Weidetierhaltung vor Herausforderungen. Am Donnerstag veröffentlichten acht Verbände in Berlin erstmals eine gemeinsame Stellungnahme auf Bundesebene: Bundesverband Berufsschäfer, der Deutsche Tierschutzbund, die Umweltverbände NABU, IFAW, WWF und BUND sowie der Deutsche Grünlandverband und der Ökologische Jagdverband. „Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland und der Erhalt von artenreichen, extensiv bewirtschafteten Grünland-Biotopen sind zwei Seiten derselben Medaille. Es ist an der Zeit zusammen zu arbeiten, im gemeinsamen Interesse von Weidetierhaltern, Tierschützern, Jägern und Naturschützern. Unser Papier ist der Beginn dieser Zusammenarbeit“, erklärten die Verbandsspitzen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin. Im Interesse des Artenschutzes und der Weidetierhaltung sehen die unterzeichnenden Verbände die Prävention und Kompensation von Wolfsübergriffen auf Weidetiere als eine zentrale Aufgabe des Wolfsmanagements. Sie erkennen den Schutzstatus des Wolfes im geltenden Recht an. Außerdem unterstreichen sie, dass die Akzeptanz des Wolfes durch die Bevölkerung der ländlichen Regionen unabdingbar für seine erfolgreiche Rückkehr ist. Aus Sicht der Verbände kann daher die begründete Entnahme von Einzelwölfen durch Experten notwendig werden, insbesondere zum Erhalt der Weidetierhaltung und ihrer ökologischen Leistungen, sofern sämtliche zumutbaren Alternativen ausgeschöpft sind. Laut der Verbände ist die extensive Weidetierhaltung unersetzlich, als besonders naturverträgliche Form der Landnutzung für Natur und Landschaft. Betriebe dieser Art stünden vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen: „Die Weidetierhaltung benötigt dringend zukunftsfähige Perspektiven. Dazu zählt die Vermeidung und Entschärfung von Konflikten mit dem Wolf. Wirtschaftliche Benachteiligungen von Weidetierhaltern in Wolfsgebieten müssen angemessen und unbürokratisch aufgefangen werden.“ Die Verbände fordern die Einrichtung eines nationalen Zentrums für Herdenschutz. Damit sollen Erfahrungen zentral gebündelt und in die Wolfsmanagementpläne der Länder eingebracht werden. Entscheidend sei darüber hinaus ein unbürokratischer Herdenschutz. Schadensausgleiche für Wolfsübergriffe sollten möglichst schnell erfolgen, nicht nur für Tierverluste, sondern auch für weitere betriebliche Schäden, die durch den Wolf verursacht wurden. „Herdenschutz muss fachgerecht, in Wolfsgebieten flächendeckend und den jeweiligen Bedingungen angepasst sein. Weidetierhalter brauchen dafür geeignete Zäune, ausgebildete Herdenschutzhunde, Schulung und Beratung. Nicht nur die Einrichtung, sondern auch der Unterhalt von Herdenschutz muss zukünftig gefördert werden“, so die Verbände. Die Verbände fordern eine Anpassung der Tierschutz-Hunde-Verordnung, um fachgerecht Herdenschutzhunde einsetzen zu können. „Das Tierschutzrecht muss den Bedürfnissen dieser Hunde entsprechen, ohne fachgerechten Herdenschutz zu behindern.“ Abschließend fordern die Verbände Bund und die Länder auf, sich für die Schaffung eines Instrumentes zur Förderung des Herdenschutzes in der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union einzusetzen.

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