Rubrik: Energie & Umwelt

Vorbildlicher Einsatz für nachhaltige Lebensweise
LFP Redaktion

Vorbildlicher Einsatz für nachhaltige Lebensweise

Münster - Für ihren vorbildlichen Einsatz für mehr Umweltschutz und eine nachhaltige Lebensweise in Münster wurden das "RepairCafé" und die "WildnisWerkstatt" im November mit dem Umweltpreis der Stadt ausgezeichnet. Münsters Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck besuchte die Preisträger jetzt an ihren Wirkungsstätten und machte sich gemeinsam mit Helga Hendricks und Anke Feige vom Umweltforum ein Bild von der praktischen Arbeit. "Beide Projekte setzen originelle Ideen für mehr Umweltschutz im Alltag beispielhaft um und bewirken nachhaltige Veränderungen", lobte Matthias Peck den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Kleine Warteschlangen sind im "RepairCafé" im Ska-Treff an der Skagerragstraße und im JIB an der Hafenstraße keine Seltenheit. Münsteranerinnen und Münsteraner aller Altersklassen treffen sich an beiden Standorten, um bei einer Tasse Kaffee und unter fachkundiger Anleitung die unterschiedlichsten Gebrauchsgegenstände gemeinsam zu reparieren. So werden Ressourcen geschont, Abfall wird vermieden und das nachbarschaftliche Miteinander gefördert. "Mitgebracht werden können alle reparaturbedürftigen Haushaltsgeräte und Textilien, die unsere Gäste alleine transportieren können", erläutert Michael Bastian eine der wenigen Vorgaben, die einen reibungslosen Ablauf sichern sollen. Damit die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer rechtlich stets auf der sicheren Seite sind, unterschreiben die Besitzer der mitgebrachten Geräte vor jeder Reparatur einen Haftungsausschluss. Und dann geht es auch schon los mit der manchmal kniffligen Fehlersuche beim Flachbildschirm, Milchaufschäumer, Staubsauger oder Handy. Auch Fahrräder und defektes Holzspielzeug werden in Teamarbeit wieder auf Vordermann gebracht. Die Öffnungszeiten: "Repair-Café im JIB: jeder zweite und vierte Dienstag im Monat von 15 bis 19.30 Uhr; im Ska-Treff: jeder dritte Samstag im Monat von 14 bis 18 Uhr . Die "WildnisWerkstatt" an der Gasselstiege existiert bereits seit 2008. Annika und Olaf Baader haben dort einen 2500 Quadratmeter großen naturnahen Garten geschaffen, der den kleinen und großen Besucherinnen und Besuchern in vielen interessanten Ecken und Nischen zauberhafte Naturbegegnungen ermöglicht. Wiesen, Hecken, Obstbäume, eine Feuerstelle, eine Lehm-Matsch-Grube, ein Baumhaus, ein Bienenquartier und mehrere Weidenbauten bilden den idealen Rahmen für verschiedene umweltpädagogische Angebote. Das Team der "WildnisWerkstatt" organisiert Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher sowie für Lehrerinnen und Lehrer. Es hat verschiedene Programme für Schulen und Kindergärten entwickelt und bietet auch naturnahe Kindergeburtstage an. Die Stadt Münster zeichnet mit ihrem Umweltpreis Initiativen, Vereine, Unternehmen und Einzelpersonen aus, die einen wichtigen Beitrag zu mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit leisten. Dabei arbeitet sie eng mit dem Umweltforum zusammen. Für den Umweltpreis 2016 gingen 50 Bewerbungen aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Bildung ein. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.umweltpreis-muenster.de.
Klimaschutz macht Schule
LFP Redaktion

Klimaschutz macht Schule

Münster - Sie nennen sich Umweltdetektive oder Energiefüchse, informieren sich über Energieverbräuche und spüren Umweltlecks auf. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus 73 Schulen und 27 Kindertagesstätten der Stadt Münster sind beim Projekt "Klimaschutz macht Schule" inzwischen dabei. Ziel des Projektes ist es, in den Einrichtungen Strom, Wärme, Wasser und Abfall einzusparen und den Klimaschutz in Münster voranzubringen. Mit einem Workshop für Schulleiter und Projektlehrer aller teilnehmenden Schulformen fiel jetzt der Startschuss für das Projektjahr 2017. Die mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten deutlich, dass auch nach fast 20 Projektjahren immer noch ein starkes Interesse an der Zusammenarbeit besteht. Sie nutzten den Workshop, um ihr Wissen rund das Thema "Klimaschutz" aufzufrischen und den Austausch mit anderen Einrichtungen zu vertiefen. Sie erfuhren auch, dass in den beiden vergangenen Projektjahren insgesamt rund 170 000 Euro bei den Energiekosten der beteiligten Schulen und Kitas eingespart werden konnten. 30 Prozent der eingesparten Gelder wurden an die Einrichtungen ausgezahlt, ein nicht unerheblicher Anteil floss in den städtischen Haushalt zurück. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die engagierte Zusammenarbeit von Schulleitungen, Projektlehrern, Hausmeistern und der Stadt besonders wichtig für ein gutes Ergebnis ist", berichtet Andreas Nienaber, Leiter des Amtes für Immobilienmanagement. "In den nächsten Jahren werden wir noch stärker auf technische Verbesserungen in den Schulen und Kitas setzen, denn manchmal führen schon geringe Investitionen zu deutlichen Einsparungen." Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Energiemanagements werden daher zukünftig regelmäßig Begehungen in den Einrichtungen durchführen, die auf Grund ihrer hohen Verbräuche an Strom, Wärme und Wasser noch größere Einsparpotenziale haben. Die Stadt Münster unterstützt bereits seit 1998 städtische Schulen und Kindertagesstätten beim Energie- und Abfallsparen. In den vergangenen sechs Jahren förderte das Bundesumweltministerium das Projekt im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundes. Seit Anfang 2017 wird die Umsetzung wieder mit städtischen Mitteln finanziert.
Rückstausicherung schützt vor Kellerüberflutung
LFP Redaktion

Rückstausicherung schützt vor Kellerüberflutung

Münster - Das Unwetter mit extremem Starkregen in Münster im Sommer 2014 und seine Folgen wie auch zunehmend häufiger Starkregen in anderen Regionen des Landes sind vielen Wohnungseigentümern aus persönlicher leidvoller Erfahrung oder aus den Nachrichten noch im Gedächtnis. Auch wenn solche Regenereignisse selten auftreten: Eine wirksame Methode, sich gegen eine Überflutung des Kellers durch einen Rückstau aus der Kanalisation zu schützen, ist der Einbau einer Rückstausicherung. Motto: "Einmal eingebaut, immer geschützt." Rückstausicherungen sind nach der Entwässerungssatzung der Stadt und den technischen DIN-Vorschriften zwingend vorgeschrieben, wenn Abwasser von unterhalb der so genannten Rückstauebene in die städtische Kanalisation geleitet wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Abwasser etwa aus einer Waschmaschine oder einem Spülbecken im Keller oder der Souterrainwohnung oder aus einem Lichtschacht stammt. Rückstauebene ist in der Regel die Oberkante der Straße im Bereich des Grundstückes. Wenn der Keller nur als Abstellraum genutzt wird, reicht als Schutz meist schon eine Rückstauklappe. Sobald jedoch Waschmaschinen, Werkräume, Heizungsanlagen oder etwa Heizöltanks im Keller genutzt werden und bei einer Überflutung ein hoher Schaden zu erwarten ist, geht es nicht ohne eine Abwasserhebeanlage, lautet der Rat der Experten im Tiefbauamt. Die Zusammenhänge erläutert anschaulich ein Animationsfilm auf der Homepage des Tiefbauamtes (www.stadt-muenster.de/tiefbauamt , Rubrik Abwasser / Rückstau). Fachleute des Amtes informieren Hauseigentümer oder Mieter über die Notwendigkeit von Rückstausicherungen auch vor Ort. Kostenlose Beratungstermine können telefonisch (02 51/ 4 92-66 41) oder per E-Mail (grundstuecksentwaesserung@stadt-muenster.de) angefragt werden.

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