Zwischen Tradition und Adrenalin: Der Münsteraner Send begeistert Generationen

Der Send in Münster ist das größte Volksfest des Münsterlandes und lockt dreimal im Jahr bis zu eine Million Besucher auf den rund 32.000 Quadratmeter großen Schlossplatz. Vor der historischen Kulisse des barocken Residenzschlosses vereint dieses traditionsreiche Event seit Jahrhunderten Kirmesspaß mit städtischer Geschichte.

Die Wurzeln des Volksfestes reichen bis in das 9. Jahrhundert zurück. Der Name leitet sich vom Wort „Synode“ ab, der regelmäßigen Versammlung der Geistlichen des im Jahr 805 gegründeten Bistums Münster. Ab dem 11. Jahrhundert schloss sich an diese Synoden ein Jahrmarkt an, für den ein strenger, kaiserlich privilegierter Marktfriede galt. Als weithin sichtbares Zeichen dieser besonderen Gerichtsbarkeit wird bis heute zur Eröffnung jedes Sends das historische Sendschwert an der Nordostseite des Rathauses am Prinzipalmarkt ausgehängt. Es mahnt die Besucher und Schausteller traditionell an den friedlichen Ablauf der Markttage.

Heute zeichnet sich der Send durch eine bunte Mischung aus nostalgischen Klassikern und modernen Adrenalinkicks aus. Neben Evergreens wie dem Riesenrad, das einen Panoramablick über die Stadt bietet, gastieren regelmäßig spektakuläre High-Tech-Fahrgeschäfte auf dem Platz. Zahlreiche Buden sorgen mit gebrannten Mandeln, Zuckerwatte und deftigen Imbissen für das leibliche Wohl, während ein traditioneller Topfmarkt zum Stöbern einlädt. Ein besonderes Highlight ist das große Höhenfeuerwerk, das an jedem Send-Freitag den Himmel über dem Schlossplatz erleuchtet.

Das Volksfest findet dreimal jährlich als Frühjahrs-, Sommer- und Herbstsend statt. Während der Festwoche locken verschiedene Aktionstage das Publikum an. So profitieren Inhaber der Stadtwerke-Plus-Card am Twin-Day (Montag) von Vergünstigungen, während die Studi-Night am Mittwoch Rabatte für Studierende bereithält. Der Donnerstag steht traditionell im Zeichen des Familientags, an dem die Fahrgeschäfte und Verkaufsstände ermäßigte Preise anbieten. Aus Sicherheitsgründen ist das Gelände umzäunt; Hunde, Fahrräder sowie Glasbehälter sind auf dem Platz nicht gestattet.

Die regulären Öffnungszeiten des Sends gestalten sich wie folgt:

– Werktags & Sonntags: 12:00 Uhr bis 23:00 Uhr (Die Fahrgeschäfte öffnen meist ab 13:00 Uhr)-
– Freitags & Samstags: 12:00 Uhr bis 24:00 Uhr

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