Aasee zieht Münsteraner ins Grüne:
Das Herzstück des innerstädtischen Naherholungsgebiets

 

MÜNSTER. Wer nach einer Oase der Ruhe sucht, muss in Münster nicht lange fahren: Nur rund 15 Gehminuten von der historischen Altstadt und dem belebten Prinzipalmarkt entfernt, erstreckt sich der Aasee – das wichtigste innerstädtische Naherholungsgebiet der Stadt. Der künstlich angelegte Stausee und der ihn umgebende Aaseepark haben sich längst zu einem festen Treffpunkt für Sportler, Familien und Kulturbegeisterte entwickelt.

Ein Jahrhundertprojekt mit Tradition

Die Geschichte des Sees reicht weit zurück. Bereits im Jahr 1888 hatte der bekannte Zoogründer Professor Hermann Landois die Vision eines Gewässers vor den Toren der Stadt. Die bauliche Umsetzung begann schließlich im Jahr 1914. Während der erste Teil des Sees 1934 fertiggestellt wurde, folgte in den 1970er-Jahren die Erweiterung auf die heutige stolze Größe. Heute umfasst die Wasserfläche des rund 2.300 Meter langen Sees etwa 40 Hektar – bei einer maximalen Tiefe von gerade einmal zwei Metern. Dass sich die jahrzehntelange Arbeit gelohnt hat, zeigt eine besondere Auszeichnung: Der Aaseepark wurde 2009 zum besten Park Europas gekürt.

Sport, Kultur und Freizeit am Wasser

Die Freizeitangebote rund um den See sind vielfältig. Ein sechs bis acht Kilometer langer Rundweg lädt täglich Hunderte Jogger, Radfahrer und Spaziergänger zu einer Runde im Grünen ein. Wer lieber auf das Wasser möchte, kann sich beim Rudern oder Segeln auspowern oder gemütlich ein Tretboot leihen. Das Baden im See ist aus Gründen der Wasserqualität und wegen regelmäßiger Blaualgenbildung allerdings streng verboten. Wer den See lieber trocken und entspannt überqueren möchte, nutzt zwischen Frühjahr und Herbst das Solarschiff Solaaris, das die Innenstadt direkt mit dem Zoo-Bereich verbindet.

Auch kulturell hat das Ufer einiges zu bieten. Weithin sichtbar und ein beliebtes Fotomotiv sind die drei riesigen Beton-Billardkugeln („Giant Pool Balls“) des Künstlers Claes Oldenburg, die seit den Skulptur Projekten 1977 am Nordufer liegen. In direkter Nachbarschaft locken zudem der Allwetterzoo Münster, das Mühlenhof-Freilichtmuseum sowie das LWL-Museum für Naturkunde.

Besonders an sonnigen Tagen zieht es die Menschen auf die Aaseeterrassen am Nordufer. Die dortige Gastronomie bietet den idealen Platz, um bei einem Kaffee den Blick über das Wasser schweifen zu lassen und die Seele mitten in der Stadt baumeln zu lassen.

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