Rubrik: Energie & Umwelt

Dobertin lobt energieland2050 – Runder Tisch Windenergie diskutiert mit Energieexperten über erneuerbare Energien
LFP Redaktion

Dobertin lobt energieland2050 – Runder Tisch Windenergie diskutiert mit Energieexperten über erneuerbare Energien

Kreis Steinfurt - Windkraftanlagen auch künftig rentabel zu betreiben, ist eine Herausforderung für die Windmüller. Wie es gelingen kann, darüber diskutierte der „Runde Tisch Windenergie“ im Kreis Steinfurt kürzlich mit Jan Dobertin, Geschäftsführer des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE), der auf Einladung des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises nach Steinfurt gekommen war. Die Teilnehmer äußerten den Wunsch nach transparenten Strompreisen, fairen Marktbedingungen und Planungssicherheit. Angesichts der Tatsache, dass Windstrom in unserer Region für rund 5 Cent pro KWh erzeugt werden könne, die Endverbraucher dagegen jedoch 25 -30 Cent zahlten, müssten bessere Voraussetzungen für die regionale Vermarktung der klimafreundlichen Energie geschaffen werden. Konkret nannten die Teilnehmer des Runden Tisches die Reduzierung von Steuern, Umlagen und Entgelten. Auch der vollständige Austausch älterer Windenergieanlagen gegen moderne, leistungsfähigere Modelle (Repowering) sowie die Sektorenkopplung, bei der Strom-, Wärme-, Gasnetze und auch der Mobilitätsbereich verbunden werden, waren Thema. „Im Kreis Steinfurt ist eine Studie geplant, die das Repowering-Potenzial und Möglichkeiten der Sektorenkopplung untersuchen soll“, teilte Uli Ahlke, Leiter des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, dem Runden Tisch in diesem Zusammenhang mit. Jan Dobertin machte den Akteuren Mut für Ihre Vorhaben und lobte das Engagement im Kreis: „Das energieland2050 mit seinen Erfolgen, Ergebnissen und Erkenntnissen wird nicht nur landesweit, sondern auch bundesweit positiv als Vorreiterregion wahrgenommen.“ Das Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit organisiert seit vier Jahren regelmäßig den „Runden Tisch Windenergie“. Vertreter der Naturschutzverbände, Kommunen, Planungs- und Gutachterbüros, Windbauern, Umweltbehörden, Biostationen, Stadtwerke, Kreissparkassen und Volksbanken begleiten den Windenergieausbau im Kreis Steinfurt. Ein kurzes Interview mit Jan Dobertin gibt es im Internet unter: www.energieland2050.de.
Dobertin lobt energieland2050 – Runder Tisch Windenergie diskutiert mit Energieexperten über erneuerbare Energien
LFP Redaktion

Dobertin lobt energieland2050 – Runder Tisch Windenergie diskutiert mit Energieexperten über erneuerbare Energien

Kreis Steinfurt - Windkraftanlagen auch künftig rentabel zu betreiben, ist eine Herausforderung für die Windmüller. Wie es gelingen kann, darüber diskutierte der „Runde Tisch Windenergie“ im Kreis Steinfurt kürzlich mit Jan Dobertin, Geschäftsführer des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE), der auf Einladung des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises nach Steinfurt gekommen war. Die Teilnehmer äußerten den Wunsch nach transparenten Strompreisen, fairen Marktbedingungen und Planungssicherheit. Angesichts der Tatsache, dass Windstrom in unserer Region für rund 5 Cent pro KWh erzeugt werden könne, die Endverbraucher dagegen jedoch 25 -30 Cent zahlten, müssten bessere Voraussetzungen für die regionale Vermarktung der klimafreundlichen Energie geschaffen werden. Konkret nannten die Teilnehmer des Runden Tisches die Reduzierung von Steuern, Umlagen und Entgelten. Auch der vollständige Austausch älterer Windenergieanlagen gegen moderne, leistungsfähigere Modelle (Repowering) sowie die Sektorenkopplung, bei der Strom-, Wärme-, Gasnetze und auch der Mobilitätsbereich verbunden werden, waren Thema. „Im Kreis Steinfurt ist eine Studie geplant, die das Repowering-Potenzial und Möglichkeiten der Sektorenkopplung untersuchen soll“, teilte Uli Ahlke, Leiter des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, dem Runden Tisch in diesem Zusammenhang mit. Jan Dobertin machte den Akteuren Mut für Ihre Vorhaben und lobte das Engagement im Kreis: „Das energieland2050 mit seinen Erfolgen, Ergebnissen und Erkenntnissen wird nicht nur landesweit, sondern auch bundesweit positiv als Vorreiterregion wahrgenommen.“ Das Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit organisiert seit vier Jahren regelmäßig den „Runden Tisch Windenergie“. Vertreter der Naturschutzverbände, Kommunen, Planungs- und Gutachterbüros, Windbauern, Umweltbehörden, Biostationen, Stadtwerke, Kreissparkassen und Volksbanken begleiten den Windenergieausbau im Kreis Steinfurt.
Umfrage: Mehrheiten für Kohleausstieg und schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien
LFP Redaktion

Umfrage: Mehrheiten für Kohleausstieg und schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien

Fast drei Viertel der Menschen in Deutschland (72 Prozent*) erwarten von der neuen Bundesregierung einen schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung. 41 Prozent fordern sogar, dass der Ausstieg möglichst schnell erfolgt. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag von WWF und LichtBlick ergeben. Zwischen 27. und 29. September wurden dafür 2052 Personen ab 18 Jahren befragt. „Die Zeit des Aufschiebens ist vorbei: Die neue Regierung hat nicht nur die Wissenschaft im Nacken, sondern auch die eigene Bevölkerung. Denn die Mehrheit hat verstanden, dass Kohle ihre Zukunft und die ihrer Kinder aufs Spiel setzt“, so Michael Schäfer, Leiter des Fachbereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. Der Kohleausstieg ist aber nicht die einzige Baustelle beim Klimaschutz in Deutschland: Für mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) ist die dringendste Maßnahme ein schnellerer Ausbau der erneuerbaren Energien. „Der Ausbaudeckel für die erneuerbaren Energien ist paradox. Nicht das, was man unstreitig will, muss gedeckelt werden, sondern das, was man nicht will. Auf die fossile Stromerzeugung gehört der Deckel“, fordert Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft beim Energie- und IT-Unternehmen LichtBlick. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) spricht sich zudem für die Förderung und den Ausbau klimafreundlicher Verkehrsalternativen wie Bus-, Bahn- oder Fahrradverkehr aus. In Sachen Elektromobilität gibt es noch viel zu tun: 69 Prozent der Befragten denken, dass die deutsche Autoindustrie hier nicht gut aufgestellt ist. Um die Elektromobilität zu fördern, sollte die neue Bundesregierung vor allem für den Ausbau der Elektroladesäulen-Infrastruktur mehr Mittel bereitstellen, sagen 40 Prozent. Knapp ein Drittel der Befragten (30 Prozent) spricht sich dafür aus, die Autohersteller gesetzlich dazu zu verpflichten, mehr Elektroautos in den Markt zu bringen und zwar in allen Preiskategorien. Über LichtBlick und WWF: Das Energie- und IT-Unternehmen LichtBlick und die Naturschutzorganisation WWF Deutschland wollen gemeinsam die Energiewende in Deutschland beschleunigen. Zusammen verfolgen sie das Ziel, Menschen für Veränderung zu begeistern und die enormen Chancen einer erneuerbaren Energie-Zukunft sichtbar zu machen. Mehr Informationen gibt es unter www.energiewendebeschleunigen.de im Internet.
Hotel im Tannengrund

Atikel der Goslarschen Zeitung

Berlin/Wolfshagen. Wie können Herbergen Energie und damit Kosten einsparen? Das Wolfshäger Hotel „Im Tannengrund“ nimmt an einem Modellvorhaben teil. In einem Modellvorhaben will die Dena, die Deutsche Energieagentur, die Energieeinsparpotenziale im Beherbergungswesen aufzeigen. Jetzt stehen die 40 Modellbetriebe fest – ausgewählt worden aus den ganzen Bewerbungen ist aus der Region auch das Wolfshäger Hotel im Tannengrund. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Darum geht es: Konkrete Sanierungsobjekte sollen als Beispiele dafür dienen, wie ein wirtschaftlich, ökologisch und sozial tragbares Konzept für die Herberge der Zukunft aussieht und welche Investitionen dafür notwendig sind. Denn: Hohe Energiekosten belasten die Betreiber von Hotels und Herbergen zunehmend. Bis zu 50 Prozent Laut Dena sind aber gleichzeitig in Hotels und Herbergen zahlreiche unerschlossene Energieeinsparpotenziale vorhanden, deren Ausschöpfung im laufenden Betrieb eine große Herausforderung für Betreiber, Planer und Techniker ist. Unter die Lupe genommen wird von den Experten nun das Wolfshäger Hotel. „Im Rahmen eines Vortrags zum Projekt energieautarkes Wolfshagen tauchte auch die Dena auf. Ich informierte und bewarb mich – und wurde ausgesucht“, beschreibt Hotelier Marco Osmialowski, wie die Wahl auf sein Haus fiel. In einer Reihe steht er damit mit dem 5-Sterne-Grand-Hotel in Heiligendamm, das ebenfalls mitmacht. So kommt er jetzt in den Genuss der geförderten Energieberatung. Gestützt darauf soll für den Tannengrund ein Sanierungskonzept erarbeitet werden. Erwartet wird durch Umsetzung der Maßnahmen eine Endenergieeinsparung von mindestens 30 bzw. 50 Prozent – abhängig vom energetischen Zustand des Gebäudes vor der Sanierung. „Das Projekt inklusive Umsetzung läuft drei Jahre“, berichtet Osmialowski. Durch gezielte Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen, aber auch durch Verhaltensänderungen, Mitarbeiterschulungen oder die Einstellung der Anlagentechnik sollen hohe Energieeinsparungen erzielt werden können. Der Hotelier gibt ein einfaches Beispiel für die Sensibilisierung von Kunden und Personal, das er bereits umgesetzt hat: „Ich habe meinen Angestellten eingeimpft, dass in Abreisezimmern der Fernseher auszuschalten ist, um den Stromverbrauch zu senken.“ Eine Maßnahme, für die auch die Kunden erst Gespür bekommen mussten: „Anschließend standen dann die neuen Gäste an der Rezeption und beschwerten sich, weil sie dachten, er Fernseher sei kaputt. Im laufenden Betrieb Seit er den Tannengrund 2009 übernommen hat, hat sich energetisch in dem Haus, dessen Kern aus dem Jahr 1952 stammt und dessen Hotel 1980 errichtet wurde, schon einiges getan: 80 Prozent der Beleuchtung sind auf LED umgestellt, es kamen neue Fenster rein, die Fassade wurde gedämmt und die Betriebskosten fürs Hallenbad senkte ein Blockheizkraftwerk. Das, was er am Ende in den Händen halten wird, sind aber nur Vorschläge. „Jedes Hotel muss auch für sich schauen, was es finanziell umsetzen kann. Außerdem muss es möglichst während des laufenden Geschäfts umsetzbar sein“, schränkt er ein. Vorteil als Projektteilnehmer: Er kommt über die KfW-Bank an besondere Zuschüsse.