Rubrik: Sonstiges

Wenn Flüchtlinge Blickkontakt meiden - Ehrenamtliche informieren sich über kulturelle Unterschiede und Versicherungsfragen
LFP Redaktion

Wenn Flüchtlinge Blickkontakt meiden - Ehrenamtliche informieren sich über kulturelle Unterschiede und Versicherungsfragen

Knapp 40 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der verschiedenen Flüchtlingsinitiativen, aber auch einige hauptamtliche Mitarbeiter der Wohlfahrtsverbände und von Behörden im Kreis Coesfeld konnte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr im Kreishaus begrüßen. Thema der gemeinsamen Veranstaltung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) und des Kolpingbildungswerks der Diözese Münster waren kulturelle Unterschiede und Sicherheitsfragen. Die Ehrenamtlichen hatten sich aus dem gesamten Kreisgebiet auf den Weg gemacht, um mehr über die unterschiedlichen kulturellen Bedingungen der zugewanderten Menschen im Vergleich zur deutschen Bevölkerung zu erfahren. Sprachwissenschaftlerin Dr. Dörthe Schilken, die selbst fast zwei Jahrzehnte im Ausland verbrachte, konnte anhand vieler ganz alltäglicher Situationen Unterschiede verdeutlichen. Sie beließ es aber nicht bei einem klassischen Vortrag. Die Teilnehmer waren aufgerufen, aus ihren eigenen Alltagserfahrungen zu berichten – und auch als ärgerlich empfundenes Verhalten mancher Zugewanderter zu beschreiben. So wunderten sich zahlreiche Zuhörer über das schnell als respektlos angesehene Verhalten mancher geflüchteter Menschen, wenn diese bei eher unangenehmen Gesprächsinhalten, etwa bei Behördenterminen, den Blickkontakt zum Gegenüber meiden. Die Wissenschaftlerin klärte darüber auf, dass insbesondere Menschen aus dem arabischen und auch fernöstlichen Raum – ganz anders als in Deutschland erwartet – den Augenkontakt bei schwierigen Unterredungen als mögliche Provokation ihres Gesprächspartners empfänden. Deshalb sei ihr Blick auf den Boden eher eine Respektbezeugung als das vermutete Desinteresse. Auch ging es um Verspätungen bei vereinbarten Terminen. Auf ihrer Flucht hätten viele das Gefühl entwickelt, als Mensch nichts wert zu sein. Deswegen sei eine Verspätung, ohne sich dafür zu entschuldigen, nicht zwingend als undankbar und unhöflich zu deuten sei. Der Helfer habe bestimmt Wichtigeres zu tun, als auf ihn zu warten, so die Annahme des Neuzugewanderten. Den weiteren Teil der Veranstaltung gestaltete Sascha Ickinger von der Ecclesia-Versicherung. Ickinger ging auf die verschiedenen Möglichkeiten für Ehrenamtliche ein, sich im Schadensfall während ihrer Tätigkeit haftungsrechtlich abzusichern. Unter anderem wies er auf die vom Land NRW abgeschlossene Ehrenamtsversicherung hin. Diese soll Ehrenamtliche insbesondere dann schützen, wenn ein anderer, privater oder über den Träger des Ehrenamts abgeschlossener, Versicherungsschutz nicht greift.
Lebhafter Austausch in der Marienschule - Anwohner haben viele Ideen zur Zukunft des Butterkamp-Quartiers
LFP Redaktion

Lebhafter Austausch in der Marienschule - Anwohner haben viele Ideen zur Zukunft des Butterkamp-Quartiers

Dülmen. Ihre Wünsche und Anregungen zur Zukunft des Wohnquartiers „Butterkamp“ sammelten am Dienstag, 12. Juli, zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner bei einer Ideenbörse in der Marienschule. Die Stadt Dülmen hatte mit der Unterstützung zweier Projektbüros zu der gut besuchten Veranstaltung eingeladen. „Im Rahmen einer Werkstattreihe der Regionale 2016 zu Wohngebieten aus den 50er und 60er Jahren möchten wir mit den Anwohnern darüber ins Gespräch kommen, wie sie sich die Zukunft ihres Quartiers vorstellen“, erläuterte Astrid Wiechers, Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung, zu Beginn der Veranstaltung. „Wir kommen nicht mit fertigen Plänen zu Ihnen, sondern möchten als erstes von Ihnen hören, wie Ihre Vorstellungen aussehen – wir brauchen Sie als Akteure!“ Gespräche bei Kaffee und Kuchen Schnell entwickelten sich an verschiedenen Themeninseln bei Kaffee und Kuchen angeregte Gespräche. Besonders groß war das Interesse am Tisch zur Hinterlandbebauung. Zahlreiche Eigentümer würden gerne den hinteren Teil ihrer teilweise großen Grundstücke zu Bauland entwickeln. Fachbereichsleiterin Astrid Wiechers nahm die vielen Anregungen gerne auf, denn die Stadt Dülmen plant eine Überarbeitung des Bebauungsplans für den Butterkamp. Viele Ideen brachten die Bürgerinnen und Bürger auch an der Themeninsel „Mobilität und Grün“ ein. „Es wurde sehr deutlich, dass die Sportanlage ‚An den Wiesen‘ eine zentrale Bedeutung für das Quartier hat“, berichtete Reinhild Kluthe von der städtischen Stabsstelle Umwelt- und Klimaschutz. „Die Anwohner wünschen sich, dass die Anlage erhalten bleibt. Auch könnten sie sich vorstellen, die nahe gelegene, kleine Grünfläche zu einem Quartierstreffpunkt aufzuwerten.“ Wünsche und Verbesserungsvorschläge gab es auch zur Straßenbeleuchtung an einigen Stellen oder zu Verkehrsfragen in dem Bereich. Den Charakter des Quartiers erhalten Nützliche Tipps zu Klimaschutz und energetischer Sanierung bekamen die Besucherinnen und Besucher am Tisch von Klimaschutzmanager Günter Thomas. „Etliche Eigentümer können sich offenbar auch einen Abriss und Neubau von Gebäuden
Aufruf zur gemeinsamen Plakataktion: „Demokraten für den Frieden“
LFP Redaktion

Aufruf zur gemeinsamen Plakataktion: „Demokraten für den Frieden“

„Demokraten für den Frieden“ – unter diesem Titel planen die kreisangehörigen Kommunen sowie der Kreis Coesfeld zum Reformationsjahr 2017 und zum Katholikentag 2018 eine ungewöhnliche Fotoausstellung mit Bürgerinnen und Bürgern aus dem Kreisgebiet. Diese werden jetzt dazu aufgerufen, sich künstlerisch fotografieren zu lassen und einen für sich prägenden Vers oder Spruch, beispielsweise aus der Bibel, auszuwählen. Die von einem Profifotograf erstellten Bilder sollen samt dem ausgewählten Satz überdimensional auf Bannern in allen elf Kommunen im öffentlichen Raum ab Mitte Oktober 2017 ausgehängt werden, um so für ein friedliches Miteinander auf der Basis der eigenen (religiösen) Überzeugung zu werben. Gedacht ist der Aushang beispielsweise an Kirchen, Rathäusern, Schulen oder auch an privaten Gebäuden. In einem zweiten Schritt ist geplant, diese Ausstellung – oder einen Teil davon – in Münster zum Katholikentag im nächsten Jahr auszuhängen. Ein dafür geeigneter Raum wird derzeit noch gesucht. Zunächst werden aber Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, bei dem Fotokunstprojekt mitzuwirken – erste Fototermine in Senden und Ascheberg haben sogar schon stattgefunden. Interessenten können sich zunächst telefonisch unter 02591 / 799011 (Burg Vischering) oder per Mail (kultur(at)kreis-coesfeld.de) bei der Kulturabteilung des Kreises Coesfeld melden. Danach kann ein Fototermin in jedem Ort vereinbart werden.
Manege, Müll, Mystery und Malinke Musik
LFP Redaktion

Manege, Müll, Mystery und Malinke Musik

Welche Zukunftsvisionen stecken in den Köpfen junger Menschen? Werden sie ihren Platz im Leben finden? Antworten auf diese existenziellen Fragen werden in einer cross-over urban Move-Tanz-Videoperformance ausgedrückt. Andere setzen sich mit dem Thema Nähe und Distanz in einer theatralen, performativen Forschungsreise auseinander: Touch me if you can. Kunterbunte Kultur im Manegenrund transportiert spielerisch alternative Bewegungsmöglichkeiten. Grundschüler machen sich auf die Reise, gesammelten Müll auf seine Druckqualität zu testen und eigens entworfene Puppen werden in einer Mystery-Box szenisch zum Leben erweckt. Die neue Musiziertechnik „Malinke Musik“ leistet ihren Beitrag zur kulturellen Vielfalt. Den Themen sind im Landesprogramm „Kultur und Schule“ auch in der Ausgabe 2017/18 keine Grenzen gesetzt. Aus 39 Anträgen münsterscher Schulen (im Vorjahr waren es 48) hat eine Jury 31 anregende Projekte auserkoren, die nun außerhalb des Unterrichts zum Leben erweckt werden. Dafür haben sich kreative Schülerinnen und Schüler aller Schulformen motiviert, experimentierfreudig, ausdrucksfähig und ideenreich auf den Weg gemacht. „Theater, Tanz und Bildende Kunst - die unterschiedlichsten künstlerischen Ausdrucksformen kommen zum Zuge“, so Kulturamtsleiterin Frauke Schnell, „aber auch die Bereiche Neue Medien, Film, Literatur und Musik werden in den spartenübergreifenden Projekten umgesetzt.“ Das Land fördert die außerschulischen Projekte im kommenden Schuljahr mit 70 000 Euro. Über ihre Verteilung auf die Vorschläge von Künstlern und Schulen hat die Jury mit den Mitgliedern Schulrätin a.D. Monika Schlattmann, Regina Wegmann (kulturelle Jugendbildung), den Künstlern Christoph Bäumer und Stephan US, dem Kabarettisten Thomas Philipzen, Georg Veit (Bezirksregierung) sowie Frauke Schnell und Hildegard Thesing (Kulturamt) entschieden. Direkt nach den Sommerferien beginnt die Reise.
Die Physik von "Star Trek" - Vortrag im LWL-Planetarium
LFP Redaktion

Die Physik von "Star Trek" - Vortrag im LWL-Planetarium

Wie genau nehmen es die Macher der Fernsehserie "Star Trek" eigentlich mit den Gesetzen der Physik und den Möglichkeiten der Technik? Dieser Frage geht Prof. Dr. Metin Tolan von der Technischen Universität Dortmund am Dienstag (4.4.) um 19.30 Uhr im Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster nach. "Erstaunlich genau nehmen es die Macher von Star Trek", lautet die Antwort des Experimentalphysikers Tolan. "Spock rechnet in Windeseile aus, dass genau 1.771.551 puschelige Tribbles in den Laderaum des Raumschiffs Enterprise passen. Und es wird auch nicht einfach nur Gas gegeben, wenn die Enterprise zu ihren Reisen aufbricht - nein, sie reist mit Warp-Antrieb", so der Wissenschaftler. Könnte sich das berühmteste Raumschiff der Filmgeschichte tatsächlich in der Nähe des Sterns Sigma Draconis befinden, und müssen Menschen sich wirklich vor dunkler Materie fürchten? Tolan analysiert anhand von Filmszenen die Mechanismen und Zahlen, mit denen die Sternenflotte zu tun hat. Metin Tolan, geboren 1965, ist neben seiner wissenschaftlichen Arbeit auch noch als Wissenschaftskabarettist und Sachbuchautor bekannt. Weitere bekannte Vorträge von ihm beschäftigen sich etwa mit den Themen "Die Physik des Fußballspiels" oder "Die Physik bei James Bond". Eintritt: 6 Euro (3 Euro ermäßigt). Vorverkauf und Abendkasse: LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, 48161Münster. Weitere Informationen: Telefon 0251 591-6050 (Servicezeiten: Mo-Fr 8.30-12.30 Uhr, Mo-Do 14.00-15.30 Uhr) oder unter:

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